Donnerstag, 12. April 2018

Soziales Netzwerk will unb├╝rokratisch helfen

Jeder hat etwas zu geben

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v.l. Hans Oertle, Christiane D├╝rr, Ingrid Grieshammer, Birgit Kramer, Frau Trendelenburg, Dr. Sabine Wessel, Ingrid Brombacher, Tabeha D├╝rr

 

Dossenheim, 30. M├Ąrz 2012. (red/cr) Initiative „geben und nehmen“ stellt seine Ideen den Vereinen vor. Noch steckt die Planung in den Kinderschuhen, nimmt aber deutlich Gestalt an.

Von Christian Ruser

Nicht helfen, sondern unterst├╝tzen, so fasst Hans Oertle die prim├Ąren Aufgaben zusammen, die sich die Initiative „geben und nehmen“ vorgenommen hat. Die acht Gr├╝ndungsmitglieder stehen dabei noch ganz am Anfang. Bisher haben sie erst damit begonnen m├Âgliche Aufgabenfelder einzugrenzen. Es fehlt noch an Mitgliedern, an Struktur – es gibt noch mehr Fragen, als Antworten.

Jeder braucht irgendwann Hilfe

Die gemeinn├╝tzige nicht gewinnorientierte Initiative m├Âchte Menschen unterst├╝tzen, die sich in extremen Lebenssituationen befinden. Einer braucht Hilfe beim Einkaufen, weil er sich das Bein gebrochen hat. Eine alleinerziehende Mutter muss vielleicht bei einem Projekt ├ťberstunden machen und wei├č nicht wohin mit dem Kind.

In solchen Situationen m├Âchte die Initiative „geben und nehmen“ vermitteln. Hierbei steht schnelle und unb├╝rokratische Hilfe im Vordergrund. Eine Spezialisierung auf eine Gruppe innerhalb der Gesellschaft ist nicht geplant. Ob Kinder, Erwachsene oder Senioren ist nicht entscheidend, sondern die Situation.

Keine Tauschb├Ârse

Wie die Namensgebung schon vermuten l├Ąsst, hoffen die Gr├╝nder, dass jeder der Hilfe in Anspruch nimmt fr├╝her oder sp├Ąter auch seine Talente einbringt.

Vom Konzept der Tauschb├Ârse m├Âchte man aber bewusst Abstand nehmen. Zum einen ist es nur schwer m├Âglich soziale Dienste in eine Wertigkeit zu bringen. Zum anderen ist zu bef├╝rchten, dass die wirklich Hilfebed├╝rftigen das Angebot nicht nutzen w├╝rden, da sie f├╝rchten keine Gegenleistung erbringen zu k├Ânnen.

┬áIm Gespr├Ąch mit Vereinen

Nach ersten planerischen Sitzungen stellt die Initiative ihr Konzept nun den Dossenheimer Vereinen und Organisationen vor. Es herrscht reges Interesse. Neben der Mitgliedern und Vertretern der Gemeinde sind 16 interessierte Dossenheimer B├╝rger erschienen.

Schnell wird klar, dass man die Sache an sich sehr begr├╝├čt, doch besonders auf einige Ausarbeitungspunkte wert legt. So wird eine zentrale Schaltstelle im B├╝rgerb├╝ro angedacht.

Wolfgang Meier-Borst hat mit dem Alten-Forum bereits Vorerfahrung gesammelt. Er bietet eine Zusammenarbeit beim Ausloten der Bed├╝rfnisse und der Talente der Dossenheimer Bev├Âlkerung an. Gemeinsam soll in den kommenden Wochen ein Fragebogen entworfen werden.

Der Initatorin Tabea D├╝rr ist es sehr wichtig, die Begeisterung f├╝r das Ehrenamt zu st├Ąrken. Auch B├╝rgermeister Hans Lorenz ist bereit, das Engagement der B├╝rger zu unterst├╝tzen und freut sich bereits auf die weitere Ausarbeitung des Konzeptes.