Freitag, 06. April 2018

Alter Burgweg ist wieder befestigt

Schreck-Weg führt zur Schauenburg

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Der Schreck-Weg und sein Namensgeber Albert Schreck.

Dossenheim, 24. Juni 2012. (red/cr) Bei gutem Wetter sind die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (AG) Schauenburg aktiv. Seit 1982 versuchen sie die Burgruine am Ölberg für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Von Christian Ruser

Die Motivation für die einzelnen Helfer ist unterschiedlich. Einige sind begeisterte Mittelalter-Fans, andere sehen die schweren körperlichen und anstrengenden handwerklichen Arbeiten als guten Ausgleich zu Computer und Büro. Dabei sind neben den drei Gründern Alfred Schreck, Hermann Fischer und Eugen Reinhard auch heute wieder viele weitere Freiwillige mit am Bau beteiligt.

Eugen Reinhard mauert am inneren Torzwinger

Auffallend ist, dass von den zwölf Arbeitern die  Hälfte aus Jugendlichen besteht. Über Nachwuchs muss sich die AG Schauenburg keine Sorgen machen. Auch durch die Gemeinde Dossenheim, die Eigentümerin der Ruine, werden sie unterstützt.

Bei den Arbeiten ist es den Mitgliedern sehr wichtig, Originalsteine zu verwenden, die sie im Erdreich um die Burg oder im Burggraben finden. Die Hauptarbeiten finden am inneren Torzwinger und im Vorburgbereich statt.

Aber auch der Rest der Burg muss gepflegt werden. Dies hat sich Albert Schreck zur Aufgabe gemacht. Als Burggärtner kümmert er sich um die Rasenflächen und die Wege. Sein jüngstes Projekt ist der nach ihm benannte Schreckweg.

Am Rand kann man noch die Begrenzung des historischen Burgwegs erkennen.

In Handarbeit hat der Pensionär den alten Burgweg frei gelegt und die Erde so verdichtet, dass er wieder gut begehbar ist. Keine leichte Aufgabe. Der 130 Meter lange und 1,5 m breite Weg musste am linken Rand befestigt werden, damit er nicht am Hang abrutscht. Auch musste viel Wildwuchs entfernt werden.

In den letzten dreißig Jahren haben die Mitglieder der AG Schauenburg über 60.000 Arbeitsstunden an der Ruine verbracht. Ihr Ziel, die Burgruine zu erhalten und den Grundriss weit möglichst wieder herzustellen wird ihnen aber auch noch für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre Arbeit geben.