Donnerstag, 13. Dezember 2018

Tag der offenen TĂŒr beim Julius-KĂŒhn-Institut fĂŒr Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau

„Mord im Apfelbaum“

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Dossenheim, 03. Juli 2012. (red/la) Am Samstag öffnete das Julius-KĂŒhn-Institut seine Tore, Labors und GewĂ€chshĂ€user auf dem 18 Hektar großen GelĂ€nde. Beim Tag der offenen TĂŒr gaben die Wissenschaftler des Bundesinstituts fĂŒr Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau den GĂ€sten Einblick in ihre Arbeit.

Nachwuchs fĂŒr die Forschung.

Westlich der A5 erstreckt sich ein riesiges Areal. 18 Hektar mit Labors, GewĂ€chshĂ€usern, ObstbĂ€ume und Wiesen. Hier forschen und arbeiten die Wissenschaftler des Julius-KĂŒhn-Institus. Am Samstag prĂ€sentierten sie der Öffentlichkeit beim Tag der Offenen TĂŒr, woran sie gerade arbeiten.

In den GewĂ€chshĂ€usern zeigten die Forscher, mit welchen Techniken Viren und Bakterien ĂŒbertragen werden können. Ein Augenmerk der Mitarbeiter liegt darauf biologische Formen der SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung zu finden – indem natĂŒrliche DĂŒfte zum Einsatz kommen.

In den Labors konnten die Besucher die LaborgerĂ€te im Einsatz verfolgen. Filme wie „Mord im Apfelbaum“ dokumentierten das Leben von Insekten und Milben in ihrer natĂŒrlichen Umgebung. Auf den Versuchsfeldern erklĂ€rte der „Pflanzendoktor“ anhand welcher Symptome erkennbar ist, dass ObstbĂ€ume an bestimmten SchĂ€dlingen oder Infektionen erkrankt sind. Dabei prĂ€sentierte das Institut auch den aktuellen Entwicklungsstand seiner Lockstofffallen, die einigen Blog-Lesern im Umkreis von Dossenheim bereits aufgefallen sind (siehe hierzu unteren Artikel).

Schonende SchÀdlingsbekÀmpfung

Gerade im Hinblick auf das Bienensterben werden diese biologische Methoden der SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung immer wichtiger. In den vergangenen Jahren haben chemischen Keulen wie Insektizide mit dem Wirkstoff Clothianidin maßgeblich zum Massensterben von Bienenvölkern beigetragen. Da Bienen fĂŒr die BestĂ€ubung von Nutzpflanzen unerlĂ€sslich sind, wird die biologische SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung eines der zentralen Themen der Zukunft sein.

Neben der Forschung informierten das Institut auch ĂŒber seine Erweiterung. Das Julius-KĂŒhn-Institut mit Hauptsitz in Quedlinburg wird vier seiner bisherigen 15 Standorte auflösen. Dossenheim wird zwei davon aufnehmen. DemnĂ€chst folgt das DarmstĂ€dter Fachinstitut „Biologischer Pflanzenschutz“. Ein entsprechender Neubau ist bereits in Planung.

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