Sonntag, 13. Mai 2018

Tag der offenen T├╝r beim Julius-K├╝hn-Institut f├╝r Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau

„Mord im Apfelbaum“

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Dossenheim, 03. Juli 2012. (red/la) Am Samstag ├Âffnete das Julius-K├╝hn-Institut seine Tore, Labors und Gew├Ąchsh├Ąuser auf dem 18 Hektar gro├čen Gel├Ąnde. Beim Tag der offenen T├╝r gaben die Wissenschaftler des Bundesinstituts f├╝r Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau den G├Ąsten Einblick in ihre Arbeit.

Nachwuchs f├╝r die Forschung.

Westlich der A5 erstreckt sich ein riesiges Areal. 18 Hektar mit Labors, Gew├Ąchsh├Ąusern, Obstb├Ąume und Wiesen. Hier forschen und arbeiten die Wissenschaftler des Julius-K├╝hn-Institus. Am Samstag pr├Ąsentierten sie der ├ľffentlichkeit beim Tag der Offenen T├╝r, woran sie gerade arbeiten.

In den Gew├Ąchsh├Ąusern zeigten die Forscher, mit welchen Techniken Viren und Bakterien ├╝bertragen werden k├Ânnen. Ein Augenmerk der Mitarbeiter liegt darauf biologische Formen der Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung zu finden – indem nat├╝rliche D├╝fte zum Einsatz kommen.

In den Labors konnten die Besucher die Laborger├Ąte im Einsatz verfolgen. Filme wie ÔÇ×Mord im ApfelbaumÔÇť dokumentierten das Leben von Insekten und Milben in ihrer nat├╝rlichen Umgebung. Auf den Versuchsfeldern erkl├Ąrte der ÔÇ×PflanzendoktorÔÇť anhand welcher Symptome erkennbar ist, dass Obstb├Ąume an bestimmten Sch├Ądlingen oder Infektionen erkrankt sind. Dabei pr├Ąsentierte das Institut auch den aktuellen Entwicklungsstand seiner Lockstofffallen, die einigen Blog-Lesern im Umkreis von Dossenheim bereits aufgefallen sind (siehe hierzu unteren Artikel).

Schonende Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung

Gerade im Hinblick auf das Bienensterben werden diese biologische Methoden der Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung immer wichtiger. In den vergangenen Jahren haben chemischen Keulen wie Insektizide mit dem Wirkstoff Clothianidin ma├čgeblich zum Massensterben von Bienenv├Âlkern beigetragen. Da Bienen f├╝r die Best├Ąubung von Nutzpflanzen unerl├Ąsslich sind, wird die biologische Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung eines der zentralen Themen der Zukunft sein.

Neben der Forschung informierten das Institut auch ├╝ber seine Erweiterung. Das Julius-K├╝hn-Institut mit Hauptsitz in Quedlinburg wird vier seiner bisherigen 15 Standorte aufl├Âsen. Dossenheim wird zwei davon aufnehmen. Demn├Ąchst folgt das Darmst├Ądter Fachinstitut ÔÇ×Biologischer PflanzenschutzÔÇť. Ein entsprechender Neubau ist bereits in Planung.

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