Dienstag, 21. November 2017

Zus├Ątzliche Ausgaben im Jahr 2013: 3.875,50 Euro

Herrenlose Tiere kosten die Gemeinde ab sofort deutlich mehr

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Dossenheim/Heidelberg, 10. April 2013. (red/aw) Die Gemeinde Dossenheim muss r├╝ckwirkend zum 01. Januar 2013 nun deutlich mehr Mittel f├╝r die Unterbringung und Pflege von herrenlosen Tieren aufbringen als bisher. Nach Pr├╝fung der Forderung des Heidelberger Tierheims, wo Fundtiere aus der Gemeinde seit mehreren Jahren untergebracht werden, stimmte der Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung dem erh├Âhten Kostenaufwand zu. Das Tierheim hatte, statt einer bisherigen Pauschale pro Tier, nun einen Pauschalbetrag pro Einwohner der Gemeinde von 0,50 Euro verlangt. In vielen Nachbargemeinden wird diese Form der einwohnerbezogenen Abrechnung bereits durchgef├╝hrt. In den anderen soll die Umstellung zeitnah erfolgen. Denn das Tierheim k├Ąmpft mit einem Defizit in der Kostendeckung. Und das bereits seit Jahren.

 

Von Alexandra Weichbrodt

Das Heidelberger Tierheim wies die Gemeinde Dossenheim darauf hin, dass sich der Jahresfehlbetrag seit dem Jahr 2002 vervierfacht habe. Die Betriebskosten haben sich zudem in den letzten Jahren verdoppelt. Auch, wenn die Einnahmen aus dem Tierheim und der Mitgliedsbeitr├Ąge steigen, k├Ânne nicht auf die Umstellung verzichtet werden, so das Tierheim.

Bisher wurden die Kosten f├╝r herrenlose Tiere in der Gemeinde Dossenheim mit 2.500 Euro pro Haushaltsjahr veranschlagt. Nach der neuen Abrechnungsvariante beziffern sich diese Ausgaben auf 6.375,50 Euro. Der Gemeinderat musste die au├čerplanm├Ą├čige Ausgabe von 3.875,50 Euro genehmigen und tat dies einstimmig.

Gemeinderat w├╝rdigt die Arbeit des Tierheims

B├╝rgermeister Hans Lorenz f├╝hrte in der Sitzung vom 09. April┬á noch einmal auf, dass die Gemeinde derzeit keine Alternative zu der neuen Abrechnungsform hat. Auch, wenn „die Zahlen zun├Ąchst erschrecken“, sei dies nach wie vor die beste L├Âsung f├╝r Dossenheim.

Zudem waren wir vor Ort und konnten uns von der engagierten Arbeit des Heidelberger Tierheims ├╝berzeugen. Die Mitarbeiter dort leisten gute Arbeit, die wir auch dementsprechend finanzieren m├╝ssen,

so der B├╝rgermeister. Die Fraktionen im Gemeinderat stimmten dieser Ansicht zu. Ute Zedler (B’90/Die Gr├╝nen) brachte es auf den Punkt:

Es ist wichtig, dass wir das Tierheim mit kontinuierlichen Zahlungen unterst├╝tzen.

Hinsichtlich der Unterbringung von beschlagnahmten Tieren – beispielsweise gef├Ąhrlichen Hunden – w├╝nscht sich die Gemeinde aber einen Zusatz in der Vereinbarung mit dem Tierheim, wonach die Kosten├╝bernahme zuk├╝nftig nur bis zur ├ťbereignung an das Tierheim Heidelberg anzuwenden ist.

Eine ├ťbereignung von Tieren an das Tierheim erfolgt dann, wenn erkennbar ist, dass der Eigent├╝mer – auch finanziell – nicht in der Lage ist, das Tier wieder zu ├╝bernehmen. Diese sollte nach Auffassung der Gemeindeverwaltung dann auch rasch erfolgen, auch wenn klar ist, dass mit einer Weitervermittlung solcher Tiere nicht unmittelbar zu rechnen ist.