Montag, 20. November 2017

Knapp 80.000 Menschen beim Aktionstag "Lebendiger Neckar"

Mit dem Rad am Fluss entlang

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Gut 700 Sonntagsausflügler hatte Rolf Sauer vom Angelsportverein Ilvesheim am Sonntag nachmittag gezählt. Bis zum Abend waren es da noch einige Stunden. Im Vereinshaus am Festplatz konnten sich die Besucher ausruhen, und sich bei Fischbrötchen und Sekt für die nächste Etappe stärken.

 

Rhein-Neckar, 19. Juni 2013. (red/ld) Der Aktionstag „Lebendiger Neckar“ und der AOK-Radsonntag zogen am vergangenen Sonntag zwischen 70.000 und 80.000 Menschen an den Neckar zwischen Ilvesheim und Eberbach, schätzen die Veranstalter. Mehr habe es nur vor fünf Jahren gegeben, als man auf fast 100.000 Besucher kam. Mannheim nahm in diesem Jahr erstmalig nicht teil. Durch die Organisation des Turnfests seien die Vereine ausgelastet gewesen.

Von Lydia Dartsch

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„Limo am Lido“ hieß es zuerst beim Ortsverein der Grünen. Dort gab es neben einer kühlen Erfrischung Ziegen zu streicheln.

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Der Sonntag war heiß. Da hatten die Ziegen aber nicht immer Lust auf Streicheleinheiten. Die Tiere wurden vom Schäfer Niko Xanthopoulos zur Verfügung gestellt.

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Auch sonst gab es für Kinder viel zu spielen: Ringwurf, Dosenwerfen und Torwandschießen.

Die künstlich aufgeschüttete Neckarbucht - "Lido" genannt - liegt im Moment unter Wasser. Über den Neckarm wird der Pegelstand des Neckakanals ein paar hundert Meter entfernt reguliert.

Die künstlich aufgeschüttete Neckarbucht – „Lido“ genannt – liegt im Moment unter Wasser. Über den Neckar wird der Pegelstand des Neckarkanals ein paar hundert Meter entfernt reguliert.

"Häkeln und Stricken war einmal", sagte Ulla Hofer-Eberle von den Ginkos. Die hatten ein Stück flussaufwärts mit dem Seniorenbüro von Ilvesheim ihren Auftritt und luden zum Line Dance, Gitarre spielen und Thai Chi ein.

„Häkeln und Stricken war einmal“, sagte Ulla Hofer-Eberle von den Ginkos. Die hatten ein Stück flussaufwärts mit dem Seniorenbüro von Ilvesheim ihren Auftritt. Dort luden sie unter anderem zum Line Dance, Gitarre spielen und Thai Chi ein.

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Die nächste Station in Ilvesheim: Der Festplatz und das Vereinsheim der Angelsportler. Die stellten vor allem die Kinder vor knifflige Aufgaben. Sie mussten „nur“ einen Fisch fangen und alle Quizfragen richtig beantworten, um ein Freigetränk zu bekommen.

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Etwas Geschick brauchten die Kinder beim Angelspiel.

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Anglerglück: Dieser Plastikfisch hat schon mal angebissen. Auf ging’s zur Ausstellung im Vereinsheim nebenan, wo die Lösungen zu den Quizfragen warteten.

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Dort hängen die Trophäen der Mitglieder. Alles echte Fische: Dieser 1,50 Meter lange Wels aus dem Neckar sei noch lange nicht der größte, sagte Rolf Sauer vom Angelsportverein.

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Bei der Kindertagesstätte „Rappelkiste“ konnten sich die Kinder im Schießen mit Pfeil und Bogen versuchen.

Ladenburg

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Autofrei war angesagt: Für die vielen Radler waren zusätzliche, improvisierte Fahrradständer aufgebaut, an dem sie ihre Räder anschließen konnten.

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Zu Fuß ging es dann in den Ladenburger Waldpark. Dort lud der Afrikatag mit einem Kunst- und Handwerksmarkt zum Bummeln und Schauen ein.

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Es gab bunte traditionelle Gewänder zu sehen.

 

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Kunsthandwerk wurde angeboten.

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Beispielsweise diese bunten Lampen für den Garten.

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Oder auch selbst gemachte Windspiele wurden auf dem Afrikatag angeboten.

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Manche Besucher ließen sich traditionelle Zöpfchen flechten: Ein bleibendes Andenken an den Kontinent und den „Lebendigen Neckar“.

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Zwischen 70.000 und 80.000 Menschen nahmen in diesem Jahr am Aktionstag „Lebendiger Neckar“ und dem AOK-Radsonntag teil.

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Wem der Sommersonntag zu schaffen machte, konnte sich von den Johannitern in Ladenburg helfen lassen. Oder man ließ sich zeigen, wie man anderen helfen kann: Eine Anleitung zur Wiederbelebung gehörte dazu.

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Multikulturell ging es ein Stückchen weiter auf der Neckarwiese zum Sommerfest des türkisch-islamischen Kulturvereins. Angeboten wurden kulinarische Spezialitäten wie Döner-Kebab oder Börek und Baklava. Dazu traten die Tanzgruppen aus der Moschee Edingen-Neckarhausen auf.

Mit der Fähre über den Neckar

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45 Kilometer lang war die Strecke entlang des Neckars in diesem Jahr.

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Auch die Fähre war am Sonntag für Autos gesperrt. Radler und Fußgänger konnten mit ihr kostenlos über den Fluss nach Edingen-Neckarhausen und zurück nach Ladenburg fahren.

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Langeweile kam bei der Überfahrt nicht auf. Dort hieß es „Open Fähr“. Das Neckarhauser Jugendzentrum unterhielten die Passagiere gemeinsam mit KIEN und FOEN. Sie spielten Musik, trugen Gedichte und Geschichten vor.

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Wer keinen Platz mehr auf der Fähre fand, gelangte mit einem Kanu des Kanusportvereins ans andere Ufer.

Edingen-Neckarhausen

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In Edingen-Neckarhausen hatten die Vereine Einiges auf die Beine gestellt: Die Gulaschkanone des Radsportvereins und die Rad-Service-Station eines Fahrradgeschäfts sind nur zwei davon. Der Verein „Vogelnest für Kleinkindförderung hatte eine Bastelecke für Kinder aufgebaut.

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Die dort gebastelten Boote konnten die Kinder gleich vor Ort zu Wasser lassen und auf eine Jungfernfahrt schicken.

Dossenheim-Schwabenheim

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Energie aus Wasser war das Thema im Wasserkraftwerk Schwabenheim.

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Der Neckar mit seinem schiffbaren Teil zwischen Mannheim und Plochingen ist eine wichtige Energiequelle. Seit den 1920er Jahren wird hier Strom aus Wasserkraft erzeugt. An 27 Staustufen gibt es insgesamt 29 Wasserkraftwerke. Das Wasserkraftwerk Schwabenheim ist das größte von ihnen.

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So mancher Radler schöpfte schon bei der Rast am Wasserkraftwerk neue Energie.

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Wie wird aus Wasser Strom? Mit einer Turbine wie dieser zum Beispiel. Drei Maschinen arbeiten im Wasserkraftwerk.

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Bei einem Rundgang durch das Maschinenhaus konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen der regenerativen Stromerzeugung werfen.

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Dabei erfuhren sie, dass hier Strom für 13.000 Haushalte produziert wird.

├ťber Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.