Samstag, 28. April 2018

Die Deutsche Telekom macht das g├╝nstigste Angebot ÔÇô mit veralteter Technik

Breitband-Internet im Schwabenheimer Hof

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Dossenheim, 19. Juli 2013. (red/zef) Der Ortsteil Schwabenheim bekommt nach drei Jahren endlich eine schnellere Internetversorgung, wie der Gemeinderat am Dienstag beschloss. Die Deutsche Telekom, Kabel Baden-W├╝rttemberg und die Neckar Com haben jeweils ein g├╝ltiges Angebot abgegeben. F├╝r die Anwohner w├Ąre das Angebot von Kabel Baden-W├╝rttemberg┬áam besten gewesen: Durchgehende Glasfaserkabel h├Ątten f├╝r die Anwohner, insofern sie sich f├╝r den entsprechenden Tarif entschieden h├Ątten, 100 Megabit pro Sekunde garantiert. Urspr├╝nglich war auch das Angebot von Kabel Baden-W├╝rttemberg das g├╝nstigste. Das Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe bestand jedoch aufgrund von rechtlichen Vorgaben darauf, dass auch Privatanschl├╝sse in der Kostenkalkulation ber├╝cksichtigt werden. Dadurch war letztlich das Angebot der Deutschen Telekom das g├╝nstigste.

Von Ziad-Emanuel Farag

Im Gegensatz zu Kabel Baden-W├╝rttemkberg muss die Deutsche Telekom nicht entsprechende Kabel f├╝r private Anschl├╝sse neu legen. Dossenheim m├Âchte dem Betreiber die neuen Leitungen ├╝berlassen, diese w├╝rden bei der Deutschen Telekom insgesamt 34.000 Euro kosten und bei Kabel Baden-W├╝rttemberg 68.000 Euro. Obwohl die meisten Leitungen inzwischen Glasfaserkabel sind und so eine Geschwindigkeit von 100 Megabit erm├Âglichen w├╝rden, kommen bei der Telekom in den Privatanschl├╝ssen auch Kupferleitungen zum Einsatz. Dadurch wird die Geschwindigkeit teilweise auf 25 Megabit pro Sekunde gedrosselt.

Die Ausschreibung muss dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Da dieser aktuell 25 Megabit pro Sekunde betr├Ągt, k├Ânnen wir Kabel Baden-W├╝rttemberg nicht bevorzugt behandeln, auch wenn wir das wollen,

sagte B├╝rgermeister Hans Lorenz. Die Gemeinde erh├Ąlt f├╝r die Bereitstellung der Leitungen im Rahmen der Breitbandinitiative Baden-W├╝rttemberg II 50 Prozent der Kosten vom Land Baden-W├╝rttemberg. Selbst wenn Dossenheim freiwillig auf die F├Ârderung verzichten w├╝rde, verhindert die Rechtslage in der Eurp├Ąischen Union immer noch, dass sich die Gemeinde zugunsten des teureren und schnelleren Angebots entscheiden kann. Nur wenn sehr gro├če Unternehmen mit einem hohen Datenverkehr im Ortsteil Schwabenheim angesiedelt w├Ąren, k├Ânnte die Gemeinde auf eine ├ťbertragungsgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde bestehen.

Es gibt in Deutschland 35 Millionen Internetanschl├╝sse. Davon sind nur 800.000 durch├Ąngig mit Glasfasern angebunden. Die 25 Megabit sind der Ist-Stand und der wird sich schnell ├Ąndern, die Leitungen werden sp├Ąter ausgetauscht werden.

sagte Carlo Bonifer (SPD) und pl├Ądierte f├╝r die Verbesserung. Dem schlossen sich alle Gemeinderatsmitglieder an und stimmten zu.