Sonntag, 18. Februar 2018

Die Gemeinde kann mindestens 600.000 Euro weniger der Rücklagen entnehmen

In der Gemeindekasse klingelt’s

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Dossenheim, 25. Oktober 2013. (red/zef) Eigentlich wollte die Gemeinde Dossenheim von ihren Rücklagen im laufenden Jahr 1.120.496 Euro entnehmen. Dieser Betrag konnte im Nachtragshaushalt, der den Gemeinderat vergangene Woche beschlossen hat, jedoch deutlich gesenkt werden: Durch erhebliche Steuermehreinnahmen und Grundstückverkäufe reduziert sich diese auf 406.360 Euro.

Von Ziad-Emanuel Farag

Die Steuereinnahmen durch die Gewerbesteuer, der Grundsteuer B, der Hundesteuer und der Einkommenssteuer liegen deutlich höher als erwartet. Aus dem Verwaltungshaushalt, in dem laufende Posten wie die zum Beispiel die Kosten für den laufenden Betrieb der Gemeindeverwaltung erfasst werden, ergibt sich dadurch ein Plus von 1.072.980 Euro für den Vermögenshaushalt, mit dem städtische Investitionen getätigt werden. Geplant waren hier lediglich 530.510 Euro. Dies ist umso bemerkenswerter, als dass es höhere Ausgaben als geplant für die Schulen, Kindergärten, die Bücherei, das Hallenbad oder ungeplante Mehrkosten wie durch das Junihochwasser: Hierfür fallen allein 132.500 Euro an.

Die aktuellen Zahlen sehen sogar noch besser aus als jetzt: Eventuell erhalten wir aus Steuern noch 500.000 Euro mehr. Vielleicht kommen wir dieses Jahr sogar ohne Rücklagenentnahme aus,

sagte Bürgermeister Hans Lorenz. Übermütig dürfe werden dürfe man aber für das laufende Jahr nicht, da für das Jahr 2014 große Herausforderungen anstünden: Grundstücke habe man beispielsweise keine mehr zu verkaufen. Durch diese früheren Verkäufe konnte schließlich im Jahr 2013 die Rücklagenentnahme um über 600.000 Euro gesenkt werden. Außer beim Adler-Komplex, dessen Zukunft mehr als unklar ist, gibt es jedoch für 2014 keine Möglichkeiten. Ute Zedler (Bündnis90/Die Grünen) wies auch auf Mehrbelastungen hin, die nun entstehen:

Bei den sozialen Einrichtungen sind die Kosten ebenfalls gestiegen und wir haben da jetzt fix 200.000 Euro pro Jahr.