Mittwoch, 20. September 2017

Über 210.000 Euro Ersparnis für die Gemeinde allein in der Schauenburghalle

Eine neue LED-Beleuchtung für die Hallen

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Für die Schauenburghalle und die Mühlbachhalle werden jetzt Aufträge für die Umrüstung auf LED ausgeschrieben. / Foto: Wikimedia Commons Immanuel Giel. Lizenz: gemeinfrei.

 

Dossenheim, 28. Oktober 2013. (red/zef) Am 16. Juli 2013 beschloss der Gemeinderat, die Beleuchtung in der Mühlenburg- und Schauenburghalle zu modernisieren. Die Art der neuen Beleuchtung sollte jedoch geklärt werden. Die Verwaltung wollte auf LED umstellen, da der Bund aktuell für 40 Prozent der Gesamtkosten aufkommt. Dr. Thomas Katlun (Bündnis90/Die Grünen) wollte jedoch prüfen lassen, ob es nicht auch ohne Zuschüsse andere Leuchtmittel gibt, die billiger für die Gemeinde sein könnten. Cornelia Wesch (Freie Wähler) legte zudem Wert auf die Rückmeldung von den Vereinen aus Dossenheim und der Umgebung.

Von Ziad-Emanuel Farag

Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es noch keine öffentliche Sporthalle, deren Beleuchtung auf LED umgestellt wurde. Es gibt jedoch mehrere Gemeinden wie die Stadt Schriesheim, die gerade auf LED-Beleuchtung umstellen. In der Dossenheimer Tennishalle wurde jedoch vor Saisonbeginn auf LED umgestellt. Bisher traten hier laut den Betreibern keine Probleme auf. Auch die Gemeinde Brühl, die in ihrer Schulsporthalle LED-Leuchten verwendet, ist bisher mit der LED-Beleuchtung zufrieden.  Selbst im Spitzensport wird LED bereits eingesetzt, wie das Beispiel Neu-Ulm zeigt. In der Ratiopharm-Arena werden Basketballbundesligasspiele ausgetragen. Selbst bei TV-Übertragungen in High Definition TV gab es keine Probleme. Dementsprechend hatten auch die Dossenheimer Vereine nichts zu beanstanden. Vor einer Umrüstung wird sich die Gemeinde jedoch mit den Vereinen darüber austauschen, welche Lichtleistung beispielsweise für den Spielbetrieb vorgeschrieben ist.

211.622 Euro Ersparnis und 17,7 Tonnen weniger CO2-Emmissionen allein in der Schauenburg Halle

Andere energieschonende Leuchtmittel können weder finanziell, noch was die Umweltbelastung betrifft, mit LED-Leuchten konkurrieren. Schon jetzt werden zum Beispiel in der Mühlbach- und Schauenburghalle Halogenstrahler verwendet. Da LED-Leuchten viel weniger Strom verbrauchen, ergibt sich für die Schauenburghalle der Schätzung der Verwaltung zufolge allein eine Stromersparnis in Höhe von 211.622 Euro in den nächsten 25 Jahren. Ohne Montage kostet die Umrüstung auf LED in der Schauenburghalle die Gemeinde abzüglich des Förderbetrags durch den Bund 41.000 Euro. Eine Umrüstung auf andere Leuchmittel wäre für die Gemeinde mit 3.150 Euro nur scheinbar  günstiger: Hinzu kommen Wartungskosten von 22.050 Euro. Damit kosten die LED-Leuchten die Gemeinde nur 16.000 Euro mehr. Bei der aktuellen Strompreisentwicklung, die von einem Strompreis von 20 Cent im Moment und einer Preissteigerung um drei Prozent pro Jahr ausgeht, wären diese 16.000 Euro bereits im vierten Jahr amortisiert. Daher stimmten alle Gemeinderatsmitglieder in der Sitzung am 15. Oktober zu, auf LED umzustellen. Die Verwaltung wird nun die entsprechenden Aufträge ausschreiben.

Sanierung am Lorscher Weg teurer als erwartet – aber immer noch 32.000 Euro billiger als ursprünglich geplant.

Auf Antrag der CDU entschied der Gemeinderat am 7. Mai, im gesamten Lorscher Weg im Jahr 2013 die Kanalarbeiten abzuschließen und die Wasserhauptleitung samt Hausanschlüssen und der Straßendecke zu erneuern. Damit sollte der Baulärm dort bald ein Ende haben. Der Gemeinderat folgte diesem Antrag einstimmig. Man rechnete mit Gesamtkosten von 175.000 Euro. Erfreulicherweise stellte sich in der Ausschreibung heraus, aus der die Firma Wolff und Müller aus Heidelberg als Gewinner hervorging, dass die Kosten nur 129.869 Euro betragen. Diese erhielt am 16. Juli von der Gemeinde den Zuschlag. Bei den Bauarbeiten musste man dann mit unvorgesehene Gegenbenheiten wie einer alten Verladestationen oder einem weiteren Kanalanschluss umgehen, der durch einen neuen ersetzt werden musste. Deswegen sind die Kosten doch noch 12.000 Euro höher als nach der Ausschreibung. Die Arbeiten wurden von der Tiefenbauabteilung der Dossenheimer Verwaltung als dringlich eingestuft und mussten daher nicht unterbrochen werden. Der Gemeinderat musste dennoch nachträglich zustimmen und bewilligte erwatungsgemäß einstimmig.