Dienstag, 21. November 2017

Gemeinderat berĂ€t ĂŒber Angebote von Privatbietern und Investoren

In den Verkauf von „Adler“ und „Steigerhaus“ kommt Bewegung

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Dossenheim, 11. MĂ€rz 2014. (red/csk) Die letzten PlĂ€ne eines Mehrgenerationenhauses scheiterten im Sommer vergangenen Jahres auf der Zielgeraden. Im Dezember unternahm die Gemeindeverwaltung einen erneuten Versuch, das Areal des ehemaligen Gemeinschaftshauses „Adler“ und des „Steigerhauses“ zu verĂ€ußern. Scheinbar mit Erfolg. Der Gemeinderat berĂ€t nach unseren Informationen heute in nicht-öffentlicher Sitzung ĂŒber Kaufangebote. Die ersten Bieter, die sich fĂŒr das Steigerhaus beworben haben, werden in diesem Rahmen ihre Konzepte vorstellen.

Der Verkauf des Gemeinsschaftshauses "Adler" soll noch in diesem Jahr realisiert werden.

Der Verkauf des Gemeinsschaftshauses „Adler“ soll noch in diesem Jahr realisiert werden.

Von Christina SchÀfer-Kristof

Aus 18 sind 6 geworden. Vielleicht kommen noch ein oder zwei weitere hinzu. So viele Angebote liegen nach unseren Informationen fĂŒr das Areal rund um den Kronenburger Hof vor. 18 Kaufangebote waren fĂŒr das rund 800 Quadratmeter große Gebiet abgegeben worden. Sechs davon hat der Gemeinderat in die engere Wahl genommen. Zwei bis drei weitere Angebote gingen nach der ersten Beratung noch bei der Gemeinde ein. Sie werden heute im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung beraten. Danach wird sich zeigen, ob und wenn ja wie viele es noch in die engere Wahl schaffen.

Was lange wĂ€hrt, wird endlich gut – vielleicht gilt genau dieser Satz fĂŒr das seit Jahren zum Verkauf stehende GrundstĂŒck. Noch im vergangenen Jahr war die VerĂ€ußerung kurz vor knapp gescheitert, als sich der Gemeinderat gegen den Verkauf und das Konzept als Mehrgenerationenhaus aussprach. Zu unsozial seien die PlĂ€ne gewesen. Nun also ein neuer Versuch. Dieses Mal scheinen die vorliegenden Konzepte zu stimmen.

Reine Wohnbebauung ausgeschlossen

„Es gab einige Grundvorausssetzungen bei der Auswahl der Angebote“, sagte uns Karina Soehnlen, Sachgebietsleiterin vom Amt fĂŒr Liegenschaften. Dazu zĂ€hlten zum einen der Preis. 320,- Euro betrĂ€gt der Bodenwert pro Quadratmeter. „Darunter können wir nicht verĂ€ußern“, so Karina Soehnlen. Dann spiele das Landratsamt nicht mit. Zum anderen sei es dem Gemeinderat um das Konzept der Interessenten gegangen. Eine Belebung des Platzes durch, zum Beispiel, gewerbliche Nutzung sei gewĂŒnscht, eine reine Wohnungsbebauung somit von vornherein ausgeschlossen gewesen. Der Gemeinderat hatte sich außerdem gegen eine geschlossene Bebauung zum Platz hin ausgesprochen. GrĂŒn- oder FreiflĂ€chen sollen kĂŒnftig fĂŒr Auflockerung des Bereichs sorgen. Karina Soehnlen: „Reine Gewinnmaximierung hatte der Gemeinderat nicht im Sinn.“

Die vom Gemeinderat in die Auswahl genommenen Angebote beinhalten verschiedene Konzepte. Sie kommen aus verschiedenen Kreisen. Karina Soehnlen bestĂ€tigte, dass sowohl Privatpersonen als auch Investoren in die engere Wahl gezogen wurden. Teilweise bieten sie fĂŒr den „Adler“, teilweise fĂŒr das „Steigerhaus“. Und es gebe Angebote fĂŒr beides. Der Gemeinderat zieht jedoch auch TeilverkĂ€ufe in Betracht. Je nach Konzept.

Entscheidung noch vor der Kommunalwahl

Nach unseren Informationen werden sich heute abend die Bieter fĂŒr das „Steigerhaus“ dem Gemeinderat prĂ€sentieren und ihre Vorstellungen zur Gestaltung beziehungsweise Bebauung erlĂ€utern. Im April wird das gleiche Prozedere fĂŒr die Interessenten des „Adlers“ stattfinden. Alles in nicht-öffentlicher Sitzung.

Im Mai soll dann öffentlich ĂŒber den Verkauf entschieden werden. Vor den Kommunalwahlen. „Sonst geht es von der Kommunalwahl in die Sommerpause. Dann kann frĂŒhestens im SpĂ€tsommer entschieden werden“, sagte Karina Soehnlen. Eine derartige Verzögerung ist weder im Sinne der Gemeinde noch der Investoren. Sie könnten sich nach anderen Immobilien umschauen und abspringen. Auf die Frage, ob die Gemeinde den Verkauf denn noch in diesem Jahr tĂ€tigen möchte, antwortet Karina Soehnlen sehr prĂ€gnant: „Ja, auf jeden Fall.“