Dienstag, 12. Juni 2018

Gemeinderat ber├Ąt ├╝ber Angebote von Privatbietern und Investoren

In den Verkauf von „Adler“ und „Steigerhaus“ kommt Bewegung

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Dossenheim, 11. M├Ąrz 2014. (red/csk) Die letzten Pl├Ąne eines Mehrgenerationenhauses scheiterten im Sommer vergangenen Jahres auf der Zielgeraden. Im Dezember unternahm die Gemeindeverwaltung einen erneuten Versuch, das Areal des ehemaligen Gemeinschaftshauses „Adler“ und des „Steigerhauses“ zu ver├Ąu├čern. Scheinbar mit Erfolg. Der Gemeinderat ber├Ąt nach unseren Informationen heute in nicht-├Âffentlicher Sitzung ├╝ber Kaufangebote. Die ersten Bieter, die sich f├╝r das Steigerhaus beworben haben, werden in diesem Rahmen ihre Konzepte vorstellen.

Der Verkauf des Gemeinsschaftshauses "Adler" soll noch in diesem Jahr realisiert werden.

Der Verkauf des Gemeinsschaftshauses „Adler“ soll noch in diesem Jahr realisiert werden.

Von Christina Sch├Ąfer-Kristof

Aus 18 sind 6 geworden. Vielleicht kommen noch ein oder zwei weitere hinzu. So viele Angebote liegen nach unseren Informationen f├╝r das Areal rund um den Kronenburger Hof vor. 18 Kaufangebote waren f├╝r das rund 800 Quadratmeter gro├če Gebiet abgegeben worden. Sechs davon hat der Gemeinderat in die engere Wahl genommen. Zwei bis drei weitere Angebote gingen nach der ersten Beratung noch bei der Gemeinde ein. Sie werden heute im nicht├Âffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung beraten. Danach wird sich zeigen, ob und wenn ja wie viele es noch in die engere Wahl schaffen.

Was lange w├Ąhrt, wird endlich gut – vielleicht gilt genau dieser Satz f├╝r das seit Jahren zum Verkauf stehende Grundst├╝ck. Noch im vergangenen Jahr war die Ver├Ąu├čerung kurz vor knapp gescheitert, als sich der Gemeinderat gegen den Verkauf und das Konzept als Mehrgenerationenhaus aussprach. Zu unsozial seien die Pl├Ąne gewesen. Nun also ein neuer Versuch. Dieses Mal scheinen die vorliegenden Konzepte zu stimmen.

Reine Wohnbebauung ausgeschlossen

„Es gab einige Grundvorausssetzungen bei der Auswahl der Angebote“, sagte uns Karina Soehnlen, Sachgebietsleiterin vom Amt f├╝r Liegenschaften. Dazu z├Ąhlten zum einen der Preis. 320,- Euro betr├Ągt der Bodenwert pro Quadratmeter. „Darunter k├Ânnen wir nicht ver├Ąu├čern“, so Karina Soehnlen. Dann spiele das Landratsamt nicht mit. Zum anderen sei es dem Gemeinderat um das Konzept der Interessenten gegangen. Eine Belebung des Platzes durch, zum Beispiel, gewerbliche Nutzung sei gew├╝nscht, eine reine Wohnungsbebauung somit von vornherein ausgeschlossen gewesen. Der Gemeinderat hatte sich au├čerdem gegen eine geschlossene Bebauung zum Platz hin ausgesprochen. Gr├╝n- oder Freifl├Ąchen sollen k├╝nftig f├╝r Auflockerung des Bereichs sorgen. Karina Soehnlen: „Reine Gewinnmaximierung hatte der Gemeinderat nicht im Sinn.“

Die vom Gemeinderat in die Auswahl genommenen Angebote beinhalten verschiedene Konzepte. Sie kommen aus verschiedenen Kreisen. Karina Soehnlen best├Ątigte, dass sowohl Privatpersonen als auch Investoren in die engere Wahl gezogen wurden. Teilweise bieten sie f├╝r den „Adler“, teilweise f├╝r das „Steigerhaus“. Und es gebe Angebote f├╝r beides. Der Gemeinderat zieht jedoch auch Teilverk├Ąufe in Betracht. Je nach Konzept.

Entscheidung noch vor der Kommunalwahl

Nach unseren Informationen werden sich heute abend die Bieter f├╝r das „Steigerhaus“ dem Gemeinderat pr├Ąsentieren und ihre Vorstellungen zur Gestaltung beziehungsweise Bebauung erl├Ąutern. Im April wird das gleiche Prozedere f├╝r die Interessenten des „Adlers“ stattfinden. Alles in nicht-├Âffentlicher Sitzung.

Im Mai soll dann ├Âffentlich ├╝ber den Verkauf entschieden werden. Vor den Kommunalwahlen. „Sonst geht es von der Kommunalwahl in die Sommerpause. Dann kann fr├╝hestens im Sp├Ątsommer entschieden werden“, sagte Karina Soehnlen. Eine derartige Verz├Âgerung ist weder im Sinne der Gemeinde noch der Investoren. Sie k├Ânnten sich nach anderen Immobilien umschauen und abspringen. Auf die Frage, ob die Gemeinde den Verkauf denn noch in diesem Jahr t├Ątigen m├Âchte, antwortet Karina Soehnlen sehr pr├Ągnant: „Ja, auf jeden Fall.“