Freitag, 16. November 2018

Hitzewelle am Wochenende

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Rhein-Neckar, 17. Juli 2014. (red/pm) Für das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst hochsommerliche Temperaturen von mehr als 30 Grad voraus. Steigen die Temperaturen, kann es zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet deshalb vermehrt mit Hitzenotfällen – besonders bei älteren oder kranken Menschen.

Information des DRK Kreisverband Mannheim e.V.:

„DRK Kreisverbandsarzt Priv.-Doz. Dr. med. Heiner Krieter empfiehlt: „Bei Hitze unbedingt mehr trinken. Die tägliche Trinkmenge von rund zwei Litern sollte mindestens um einen Liter erhöht werden.“ Da bei älteren Menschen oft das DurstgefĂĽhl verloren geht, haben sie schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb zu trinken. Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird mehr FlĂĽssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden.

Kranke Menschen sind bei Hitze ebenfalls besonders gefährdet, da bestimmte Medikamente entwässernd wirken. Alkoholkonsum stellt – bei Jung und Alt – einen zusätzlichen Gefährdungsfaktor dar, da auch er durch vermehrte Ausscheidung zu Flüssigkeitsverlusten führt.

Vorsorglich sollte die Kleidung entsprechend gewählt werden. Es empfiehlt sich dünnes Gewebe, das den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist. Der Schweiß muss auf der Haut verdunsten können.

Erste Anzeichen rechtzeitig erkennen

Erste Hinweise fĂĽr einen Hitzenotfall können Muskelkrämpfe besonders in den Beinen oder ein plötzlicher Kreislaufkollaps sein. Hier helfen gekĂĽhlte, elektrolythaltige Getränke – wie Apfelsaftschorle. Durch Ă–ffnen ĂĽberflĂĽssiger oder beengender Kleidung kann ein Wärmestau verhindert werden. FĂĽr zusätzliche KĂĽhlung sorgen kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft. Wenn sich der Zustand des Hitzeopfers durch die Erste-Hilfe-MaĂźnahmen nicht bessert, sollte man den Rettungsdienst (Tel. 112) rufen.

Vorsicht auch vor der direkten Sonneneinstrahlung. Säuglinge dürfen keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden. Kleinkinder und Senioren sowie hellhäutige Menschen sind sehr empfindlich und müssen sich besonders schützen. Deshalb ist der Sonnenhut für kleine Kinder und für ältere Menschen evtl. mit einem Nackenschutz ein Muss, um die Kopfhaut vor der Sonne zu schützen.

Wer AusflĂĽge oder andere Aktivitäten im Freien plant, sollte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, lichtdichte Kleidung und eine leichte Kopfbedeckung benutzen.“

Ăśber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.