Donnerstag, 21. September 2017

Brennholzbestellungen über Kreisforstamt

Wenn der Wald die Wohnung wärmt

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Rhein-Neckar, 17. September 2014.(red/pm) Brennholz aus den Wäldern im Rheintal ist begehrt. Bereits jetzt kann man seinen Vorrat verbindlich beim Kreisforstamt bestellen. Doch das Angebot ist begrenzt und kann die Nachfrage bereits seit einigen Jahren nicht mehr decken.

 

Das Brennholz aus den Wäldern im Rheintal ist begehrt, doch das Angebot ist begrenzt und kann die Nachfrage nicht decken. (Quelle: Kreisforstamt)

Das Brennholz aus den Wäldern im Rheintal ist begehrt- Doch das Angebot ist begrenzt und kann die Nachfrage nicht decken. Foto: Kreisforstamt Rhein-Neckar-Kreis

 

Informationen des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis:

„“Innerhalb der lange schon praktizierten nachhaltigen Waldbewirtschaftung müssen gegenwärtig erhöhte Anforderungen zur Wahrung des Nährstoffkreislaufs und zum Erhalt von Pflanzen und Tieren, die auf Totholz angewiesen sind, beachtet werden“, erläutert Dr. Dieter Münch, Leiter des Kreisforstamtes. Aus diesen Gründen werden auch in Zukunft keine größeren Brennholzmengen zur Verfügung stehen.

Durchschnittlich liefern die Wälder im Forstbezirk Rheintal jährlich 6.500 Festmeter Brennholz, was mehr als 250 LKW-Ladungen entspricht. Diese Energieholzmenge ersetzt über 1,3 Millionen Liter Heizöl im Jahr und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Derzeit beziehen etwa 500 Haushalte ihr Holz aus den Hardtwäldern.

Damit genießt die Bevölkerung den Wald nicht nur als Erholungsraum, sondern freut sich insbesondere in der kalten Jahreszeit über eine warme Stube. Mit der großen Nachfrage nach Brennholz ist auch ein erheblicher Arbeitsaufwand verbunden, der entsprechende organisatorische Regelungen erfordert.

Das sogenannte Polterholz, an den Waldweg vorgeliefertes Brennholz in langer Form, ist zum Hauptsortiment beim Brennholzverkauf geworden. Es ist vom Forstbetrieb mit angebrachtem Aufwand abzuwickeln und für den Käufer leicht und arbeitstechnisch sicher aufzuarbeiten.

Die Abgabe erfolgt transparent nach Eingang der Bestellung oder im Losverfahren. Schlagraum und stehendes Holz in Selbstwerbung kann wegen der hohen Anforderungen an die pflegliche Waldwirtschaft nur noch in Ausnahmefällen abgegeben werden. Sollte es dennoch forstbetrieblich erforderlich sein, wird eine Abgabe lediglich an gut ausgerüstete und erfahrene Kunden möglich sein.

Die Vergabemodalitäten in den einzelnen Forstrevieren bleiben weiterhin unverändert, ebenso wie der Preis für das Brennholzstandardsortiment „Brennholz lang“, der bei 57 Euro pro Festmeter liegt. Verbindliche Bestellungen von Brennholz werden voraussichtlich in wenigen Wochen auch online auf der Homepage von ForstBW unter www.forstbw.de/produkte-dienstleistungen/holz/bhf.html möglich sein.“