Donnerstag, 21. September 2017

Im Januar werden Treillage und Mobilitätsstation gebaut

Neues Gesicht für den Bahnhofsvorplatz

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Dossenheim, 16. Oktober 2014. (red/ms) Für die Umgestaltung waren anfangs noch über zwei Millionen Euro eingeplant. Davon werden gut 200.000 Euro für eine Treillage und eine sogenannte Mobilitätsstation, in der Fahrräder und Elektroautos untergebracht werden, aufgewendet. Neben der Vergabe dieser Arbeiten, befasste sich der Gemeinderat mit einem umfassenden Parkkonzept für das gesamte Bahnhofsumfeld – Beschlüsse hierzu wurden allerdings noch nicht gefasst, sondern lediglich verschiedene Alternativen diskutiert.

 

Entwurf für den Bahnhofsvorplatz. Die Parteien wünschen sich Barrierefreiheit und engere ÖPNV-Taktung. Bild: Gemeinde Dossenheim

Die Treillage und die Mobilitätsstation sollen bis März 2015 fertiggestellt werden. Foto: Gemeinde Dossenheim.

 

Von Minh Schredle

Im Haushaltsplan waren allein für die Treillage 415.000 Euro einkalkuliert. Die Planung wurde allerdings abgeändert und man entschied sich für teilweise erheblich kostengünstigere Materialien. Nach einer Ausschreibung liegt nun ein Angebot von der Firma Schmitt aus Heidelberg vor. Diese wird die Treillage für gerade einmal 116.000 Euro bauen.

Für die Mobilitätsstation sind im Haushalt 2014 keine Mittel vorgesehen, da laut Verwaltung bei den Beratungen „noch nicht abzusehen“ gewesen sei, „ob ein Fahrradhaus kommt und wenn ja in welcher Form“. Die Form steht jetzt fest: In der Station sollen bis zu 56 Fahrräder untergestellt werden. Außerdem soll sie Park- und Lademöglichkeiten für zwei Elektroautos bieten.

Das günstigste Angebot hierfür stammte mit Kosten in Höhe von 82.000 Euro von der Firma Beck aus Cleebronn. Diese teilte allerdings mit, dass dieser Preis nur dann gehalten werden könne, wenn man sie auch mit dem Bau der Treillage beauftragte. Bei der Treillage war sie jedoch nicht der günstigste Anbieter.

Vergabe noch unklar, aber beschlossen

Insgesamt kommt Dossenheim nun günstiger davon, wenn der zweitgünstigste Bieter die Treillage baut: Die Firma Mabeg aus Soest. Diese verlangt knapp 100.000 Euro. Deshalb beschloss der Gemeinderat, die Firma Mabeg zu beauftragen, falls die konkurrierende Firma Beck ihr Angebot nicht trotzdem zum genannten Preis anbieten würde.

Der Baubeginn soll im Januar 2015 erfolgen und die Arbeiten in sechs bis acht Wochen abgeschlossen sein. Die Mobilitätsstation wird von der Volksbank bezuschusst, die ein Drittel der Baukosten, sowie alle Kosten, die mit der E-Mobilität zusammenhängen und die künftigen Stromkosten übernehmen wird.

Damit werden die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Bahnhofplatzes derzeit auf knapp 1.950.000 Euro geschätzt. Das liegt gut 100.000 Euro unter dem Planungsansatz im Haushalt.

Parkkonzept wieder Thema

Im Rahmen der Umgestaltung wurde auch das Parkkonzept rund um den Bahnhofsplatz diskutiert. Seitdem das zuletzt geschehen ist, sind über eineinhalb Jahre vergangen.

Beschlüsse wurden noch nicht gefasst, lediglich mehrere Konzepte vom Planungsbüro Tögelplan vorgestellt. Diese sollen laut Bürgermeister Hans Lorenz in den kommenden Wochen und Monaten ausführlich diskutiert werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Im Konzept von tögelplan heißt es:

Die zulässigen Parkdauern dürfen sich je nach Attraktivität der Stellplatzlagen durchaus unterscheiden.

Dies widerspricht jedoch dem Wunsch von Gemeinderat und Verwaltung, ein einheitliches Konzept zu schaffen. Sowohl der Raiffeisenplatz mit 17 öffentlichen Parkplätzen, als auch die 24 Parkplätze „Im Bangert“, sollen von der Planung erfasst werden, außerdem sollen die Beethoven-Straße und die Richard-Wagner-Straße darin beachtet werden.

Momentan gibt es in Dossenheim keine einheitlichen Regelungen, wie lange an welchen Wochentagen wo kostenlos geparkt werden darf. An manchen Stellen ist nur eine Stunde erlaubt, an anderen kann man ohne Probleme ein paar Tage parken.

Tagesparken für zwei Euro?

Doch das soll sich ändern. Eine Möglichkeit, die viel Zustimmung im Gemeinderat erhalten hat, ist es, in ganz Dossenheim von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 18:00 Uhr und samstags von 08:00 bis 13:00 Uhr zwei Stunden mit Parkscheibe kostenlos parken zu dürfen. Lut Tögelplan könne man so „auch bei längeren Terminen wie Besuchen beim Arzt oder zum Essen“ dort parken.

Wer einen ganzen Tag im überplanten Gebiet parken möchte – beispielsweise, weil er Park&Ride benutzt, müsste bezahlen: Laut Tögelplan seien Tagespauschalen zwei Euro denkbar. Die tatsächlichen Gebühren werden erst in einer der kommenden Sitzungen festgelegt. Im Konzeptvorschlag heißt es:

Gebührenpflichtiges Tagesparken wird nur funktionieren, wenn in attraktiver fußläufiger Entfernung keine anderen kostenlosen (Langzeit-)Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

Über Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.