Montag, 25. September 2017

Großeinsatzlage in Dossenheim – Feuerwehren des Unterkreises Ladenburg ĂŒben gemeinsam


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Ansprache und Zuwendung sind wichtig im Notfall.

Dossenheim/Rhein-Neckar, 27. September 2011. (red) Am vergangenen Samstag heulten Einsatzsirenen in Dossenheim. Feuerwehren aus sechs Orten und zwei Werkfeuerwehren mussten BrĂ€nde löschen und Personen retten. Ein großes Spektakel fĂŒr die Bevölkerung, die die ÜbungseinsĂ€tze interessiert verfolgte, aber auch eine notwendige Übung, um die Zusammenarbeit der Wehren zu verbessern.

Von Hardy Prothmann

WĂ€hrend die Feuerwehren Dossenheim und Schriesheim gerade einen Brand im katholischen Kindergarten in der Wilhelmstraße bekĂ€mpfen, kommt die Meldung, dass ein Fahrzeug feststeckt. Geparkte Autos verhindern das Durchkommen. Eine Katastrophe im Ernstfall. Die wichtigsten AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde schleppen die Feuerwehrleute zu Fuß zum Einsatzort. Kostbare Rettungszeit vergeht. Leider nehmen viele Autofahrer keine RĂŒcksicht auf ein gutes Durchkommen der RettungskrĂ€fte.

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Vorbereitung und Team-Work.

Im verrauchten Kindergarten werden zwei vermisste Personen gesucht – ein Erwachsener und ein Kind. Über das Fenster wird ein Kind gerettet, der Erwachsene wird versorgt und aus dem GebĂ€ude getragen.

Kurz drauf ruft der nĂ€chste Einsatz. Ein Blitzschlag ist auch hier der Auslöser. Brannte im Kindergarten der Stromverteilerkasten, ist es in der Schule ein Kabelbrand. Ein Lehrer steckt mit 25 Kindern im dritten Stock fest, sie flĂŒchten sich auf zwei Dachterrassen der Neuberg-Schule. Das Treppenhaus ist ohne Atemschutz nicht passierbar.

Die Drehleitern aus Schriesheim und Ilvesheim bringen sich in Position und holen die Personen in den Körben vom Dach. Eine Person ist so schwer verletzt, dass sie mit der Trage gerettet werden muss. Außerhalb des Gefahrenbereichs ĂŒbernehmen die Rettungsdienste die Verletzten. Löschfahrzeuge aus Altenbach, Ursenbach und Ilvesheim und der Firma Metzeler (Edingen-Neckarhausen) werden in Stellung gebracht und der Brand bekĂ€mpft, wĂ€hrend parallel die Rettung lĂ€uft.

Als wÀren die Wehren nicht schon genug gefordert, kommt der dritte Notruf. Im Neuberg-Schwimmbad hat es einen Chemikalienunfall gegeben. Es hat sich Chlorgas gebildet, ein Hausmeister muss gerettet werden. Mit einem ABC-Erkundungsfahrzeug wird die Lage gecheckt, aus Edingen, Neckarhausen und von den Chemischen Betrieben Ladenburg kommen Löschfahrzeuge zum Einsatzort. Die Dekontaminierungseinheit aus Neckarhausen ist vor Ort. Die Feuerwehr Ladenburg misst die Schadstoffbelastung. Unter Atemschutz wird der Verletzte gerettet.

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Chemieunfall - die Zeit lÀuft, jede Sekunde zÀhlt.

Der vierte Einsatz findet in der Schulstraße, Ecke Bachstraße statt. Ein Pkw ist wegen ĂŒberhöhter Geschwindigkeit in eine Mauer geknallt. Der Fahrer ist verletzt und eingeklemmt. Betriebsstoffe laufen aus. Die Heddesheimer Feuerwehr muss das Fahrzeug aufschneiden, bevor sie die Person retten kann. Mit hydraulischem Werkzeug spreizen und zerschneiden sie die Karosserie (des Schrottautos). Als das Dach weg ist, wird der Verletzte fĂŒr den Rettung aus dem Auto vorbereitet. Ein Rettungskorsett wird angelegt.

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Rettung - möglichst schonend.

Weit ĂŒber 100 KrĂ€fte sind im Einsatz – die Szenarien vielfĂ€ltig, aber „alltagstauglich“ – so könnte es auch in wirklich sein. Die Übung ermöglicht es, Schwachstellen zu finden und zu verbessern.

Eine offensichtliche war, dass bei keinem Einsatz alle oder die meisten Wehren des Unterkreises Ladenburg gleichzeitig beteiligt waren – doch nur dann muss man sich auch koordinieren. Sicherlich sind den Fachleuten von den Feuerwehren alle Dinge aufgefallen, die nur Fachleute erkennen können. Immerhin war der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh vor Ort und beobachtete die EinsĂ€tze. Was ihm nicht auffallen konnte – die verletzte Person auf dem Dach der Schule blieb ĂŒber lange Minuten hinweg unversorgt und ohne Ansprache, obwohl bereits FeuerwehrkrĂ€fte auf dem Dach waren. Auch beim Einsatz am Pkw fiel auf, dass ein Feuerwehrmann minutenlang mit einem NothĂ€mmerchen die Frontscheibe bearbeitete, um ein Loch fĂŒr die SĂ€belsĂ€ge zu schaffen, was aber nicht gelang. Ein Schnitt mit der hydraulischen Schere in die A-SĂ€ule erzeugte dann ein Loch. Mit der SĂ€belsĂ€ge (einer Art StichsĂ€ge) wurde die verklebte Scheibe dann herausgetrennt.

 

Das sind Details, doch kommt es oft genau darauf an. Im Großen und Ganzen waren die Zuschauer sicherlich beeindruckt vom Einsatzwillen und wie innerhalb kĂŒrzester Zeit eine Rettung geplant, aufgebaut und durchgefĂŒhrt wird. Und man musste nicht zwei Mal hinschauen, um zu sehen, wie anstrengend das ist. Die verschwitzen Gesichter der Feuerwehrleute zeigten die Strapazen eindeutig.

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Rettung aus schwindeleregenden Höhen.

Viel Freude mit den Fotos:

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74-jÀhriger Radfahrer aus Ladenburg bei Unfall mit OEG-Zug tödlich verletzt

Dossenheim/Ladenburg/Rhein-Neckar, 23. September 2011. (red/pol) Aktualisiert: Der am Donnerstagmittag bei einem Unfall am OEG-BahnĂŒbergang Lorscher Weg tödlich verletzte Fahrradfahrer ist identifiziert. Angehörige erstatteten am Abend Vermisstenanzeige bei der Polizei. Demnach handelt es sich um einen 74-jĂ€hrigen aus Ladenburg stammenden Mann. Zur Ermittlung des genauen Unfallherganges wurde nach RĂŒcksprache mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg ein SachverstĂ€ndiger hinzugezogen.

Erste Meldung:

Dossenheim/Rhein-Neckar, 22. September 2011. (red/pol) Ein bislang unbekannter Radfahrer wurde am Donnerstag um 11:40 Uhr bei einem Unfall am BahnĂŒbergang im Lorsch Weg tödlich verletzt. Der Ă€ltere Mann war mit seinem Fahrrad auf dem Lorscher Weg in Richtung B 3 unterwegs.-

Information der Polizei:

„Nach den bisherigen Ermittlungen ĂŒberholte der Radler mehrere Autos die vor der geschlossenen Bahnschranke warteten und fuhr links an der Verkehrsinsel vorbei. Dabei wurde er von einem OEG-Zug erfasst, der von Schriesheim in Richtung Dossenheim unterwegs war.

Der Schwerstverletzte wurde an der Unfallstelle zunÀchst von einem Notarzt erstversorgt, er erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Der Fahrer des Zuges erlitt einen Schock. Die Bahnstrecke der Linie 5 war wÀhrend der Unfallaufnahme bis 14:30 Uhr in beide Richtungen gesperrt, es wurde ein Pendelbusverkehr eingerichtet.

Nach RĂŒcksprache mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg wurde ein UnfallsachverstĂ€ndiger hinzugezogen. Die Freiwillige Feuerwehr war ebenfalls im Einsatz.

Bei dem Getöteten konnten keinerlei Ausweispapiere aufgefunden werden. Er mĂŒsste etwa Mitte 70 sein und war mit einem Ă€lteren roten Damenfahrrad unterwegs.

Hinweise auf die IdentitĂ€t des Getöteten nimmt die Verkehrspolizei in Heidelberg unter Telefon 06221/99-1870 oder jede anderen Polizeidienststelle entgegen.“

Usutu-Virus bei vier toten Amseln nachgewiesen

Vor allem drosselartige Vögel wie die Amsel sind vom Usutu-Virus bedroht und zahlreich verendet. Bild: Andreas Trepte, www.photo-natur.de, CC BY-SA 2.5

Rhein-Neckar/Dossenheim/Mannheim, 15. September 2011. (red/pm) Im Stadtgebiet Mannheim und in Dossenheim wurde bei vier toten Amseln erstmals das Usutu-Virus in Baden-WĂŒrttemberg nachgewiesen“, teilten das fĂŒr Tiergesundheit zustĂ€ndige Ministerium fĂŒr LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz und das Ministerium fĂŒr Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren mit. Der Krankheitserreger ist bei vier aus Baden-WĂŒrttemberg stammenden Proben nachgewiesen worden.

Sozialministerium und Verbraucherschutzministerium betonten, dass es keinen „Grund zur Beunruhigung“ gebe. Man solle allerdings den „ungeschĂŒtzten Kontakt zu Wildvögeln vermeiden“.

Wir hatten bereits Anfang August einen Appell des Heddesheimer Vogelexperten Kurt Klemm veröffentlicht, der die Bevölkerung gebeten hat, dringend FutterplÀtze und TrÀnken zu entfernen, weil sich die Tiere dort infizieren könnten. Insbesondere seien Amsel betroffen.

„Bereits im vergangenen Jahr war der Erreger in StechmĂŒcken im Rhein-Neckar-Raum gefunden worden. „Damit ist das Virus in der Umwelt prĂ€sent. Deshalb ist weiterhin Vorsicht geboten. Tote Vögel sollten – wie sonst auch – nicht mit bloßen HĂ€nden berĂŒhrt werden. Zur Beunruhigung besteht jedoch kein Anlass, da in Europa bisher nur vereinzelt Erkrankungen beim Menschen nachgewiesen wurden. Außerdem verlĂ€uft die Erkrankung in der Regel milde und Ă€ußert sich durch Fieber und Hauterscheinungen“, erklĂ€rte das Sozialministerium.

Das Usutu -Virus (USUV) ist ein Tropenvirus, das durch StechmĂŒcken ĂŒbertragen wird und in erster Linie Erkrankungen und TodesfĂ€lle bei Amseln und anderen Wildvögeln verursacht. Nach seinem erstmaligen Auftreten in Österreich im Jahr 2001 gab es dort ein großes Vogelsterben. Bis dahin war das Virus nur in Afrika nachgewiesen worden. Aus Österreich ist bekannt, dass die Wildvögel nach einer gewissen Zeit eine Schutz gegen das Virus ausbilden. Der Erreger war am Mittwoch (14. September) bei einer toten Amsel auch im hessischen Birkenau nachgewiesen worden“, so die Ministerien.

Auf der Internetseite des Sozialministerium sind Adresse genannt, bei denen man tote Vögel abgeben kann.

Erholen Sie sich gut – wo auch immer :-)

Rhein-Neckar, 30. Juli 2011. (red) Viele unserer Leserinnen und Leser machen aktuell oder in den kommenden Wochen Urlaub. Ob weit oder nah, ob lang oder kurz – wir wĂŒnschen Ihnen eine gute Erholung, Entspannung, Freude und eine gute Zeit. Auch wir machen bis zur zweiten Septemberwoche Betriebsferien. Wir werden aber trotzdem fĂŒr Sie da sein.

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Vorteil des Internets gegenĂŒber anderen Medien ist: Es ist geduldig und immer und ĂŒberall da, wo man einen Zugriff aufs Internet hat. 24 Stunden am Tag. Im In- und Ausland. Mobil oder stationĂ€r.

Im August ist erwartungsgemĂ€ĂŸ „nicht viel los“. Wir (Redaktion und Mitarbeiter) machen deshalb Betriebsferien und nutzen die Zeit fĂŒr eigenen Urlaub und die Aufarbeitung der Dinge, die „liegen geblieben sind“.

Wir ĂŒberarbeiten beispielsweise unsere Verschlagwortung, damit Sie unser kostenfreies Archiv bestmöglich ĂŒber die Suche, ĂŒber Stichworte oder Kategorien nutzen können. Und wir feilen an neuen Konzepten. Außerdem ĂŒberarbeiten wir die Technik – lassen Sie sich ĂŒberraschen.

Wir machen „Ferien“ und arbeiten trotzdem.

"Harte", unabhĂ€ngie Kommentare: Die S-Bahn "Kostensteigerungen" sind ein Skandal wie S21. Wir thematisieren das. Gemeinden wie Heddesheim, Ladenburg, Hirscherg und Weinheim mĂŒssen mehr bezahlen, als angekĂŒndigt. Angeblich alles nur "EinzelfĂ€lle" - wers glaubt, wird selig.

Sollte doch „was los sein“, werden wir uns bemĂŒhen, Sie aktuell und nachhaltig zu informieren. Ein paar Termine können wir nennen, die wir „besetzen“ werden: Beispielsweise die Weinheimer Kerwe oder das Ballonfestival im Luisenpark.

In den ersten sieben Monaten 2011 haben wir auf unseren Blogs zu Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim, Viernheim und Rhein-Neckar ĂŒber 1.500 Artikel produziert, mehrere tausend Fotos veröffentlicht, hunderte von Terminen in unseren Kalender eingetragen, Dutzende von Videos veröffentlicht, hunderte von Links angebracht und mehrere hundert Kommentare veröffentlicht.

Und ganz sicher gibt es in unserer Berichterstattung auch „LĂŒcken“ – sicher haben wir ĂŒber einige Veranstaltungen nicht berichtet, obwohl wir das gerne getan hĂ€tten.

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Und wir wurden gefragt, wann endlich die Blogs fĂŒr Dossenheim, Schriesheim, Ilvesheim und die vielen anderen Orte kommen: Hier bitten wir um VerstĂ€ndnis, dass wir gerne jedem Ort sein eigenes Blog geben möchten, das aber sehr, sehr viel verantwortungsvolle Arbeit bedeutet. Im rheinneckarblog.de finden Sie schon viele Themen aus einzelnen Orten unter der Kategorie „Vor Ort„. Das wird wachsen, braucht aber Zeit und gerne auch Ihre Mitarbeit! 🙂

Wir versuchen unsere Arbeit bestmöglich zu machen, damit Sie gut informiert sind und mehr wissen als andere.

Athletin Jenny Schulz beim "Römerman" in Ladenburg: "Action"-Fotografie vom Feinsten.

Und Sie wirken daran mit: Über Kommentare oder Hinweise – vielen Dank dafĂŒr. Auch fĂŒr Ihre Korrekturen. Niemand ist perfekt – auch wir machen Fehler und sind dankbar fĂŒr Hinweise, damit wir diese beseitigen können. Wir danken Ihnen dafĂŒr sehr herzlich. Auch allen Vereinen, Institutionen und Firmen, die uns mit Fakten und Informationen unterstĂŒtzen.

Ganz besonders danken wir unseren Werbepartnern, die gerne ihre Anzeigen bei uns platzieren, weil sie die Aufmerksamkeit schĂ€tzen, die dafĂŒr aber auch Geld zahlen, das einen Teil unserer Arbeit finanziert!

Und wir werben weiter selbst fĂŒr aktive Mitarbeit: GemeinnĂŒtzigen Vereinen und Institutionen bieten wir die kostenfreie Möglichkeit, Termine und Veranstaltungen in unseren Google-Kalendern einzutragen. Nutzen Sie das! Es macht nicht viel Arbeit und ist zu Ihrem Vorteil! Firmen und Veranstaltern ermöglichen wir fĂŒr zu fairen Bedingungen eine Bewerbung ihrer AktivitĂ€ten.

Wir veröffentlichen auch gerne Pressemitteilungen, um beispielswiese ĂŒber das Vereinsleben zu informieren. Der Vorteil fĂŒr Vereine ist unsere zunehmende Bekanntheit und damit eine große Reichweite. Kommerzielle Angebote können das zu guten Preisen ebenfalls nutzen.

Herausragendes Feuilleton: Kunst und Kultur ist uns wichtig. Mit hervorragenden Fotos und kritischen Besprechungen geben wir Orientierung ĂŒber Kunst und Kultur. "Supertramp" Roger Hodgson hat unseren Artikel sogar ins Englische ĂŒbersetzen lassen.

Sie als Leserin und Leser können sich dabei absolut auf uns verlassen. Wir dokumentieren transparent und zweifelsfrei die Quellen unserer Informationen. Redaktionelle Texte sind journalistisch erarbeitet und niemals „Schleichwerbung“, wie sie leider vor allem bei Zeitungen und WochenblĂ€ttern dauernd praktiziert wird. Das ist Betrug am Leser, der im Falle eines Zeitungs-Abos dafĂŒr auch noch Geld zahlt.

Sie erkennen bei uns gleich zu Anfang eines Artikels, wer oder was die „Quelle“ ist. Unser KĂŒrzel „red“ steht fĂŒr eine redaktionelle Bearbeitung. Folgt ein „pm“, handelt es sich um eine Pressemitteilung. „pol“ steht beispielsweise fĂŒr Polizei. Die „KĂŒrzel“ finden Sie im Impressum. Sollte ein Artikel Ihrer Meinung nach nicht „korrekt“ gekennzeichnet sein – fragen Sie bitte nach.

Neben der Arbeit „vor Ort“ sind wir Teil eines neuen Netzwerks: istlokal.de. Hier haben sich deutschlandweit rund 50 lokal-journalistische Angebote zusammengeschlossen, um bestmögliche Informationen zu bieten. Wir erarbeiten zur Zeit die VereinsgrĂŒndung. Der erste Vereinsvorsitzende ist Hardy Prothmann, verantwortlich fĂŒr die „rheinneckarblogs“.

AktualitĂ€t und Information: Wir sind vor Ort. Kritisch, genau und aktuell. FĂŒr Sie.

Dieses Netzwerk etabliert sich unabhÀngig von monopolistischen Verlagen, die leider immer weniger journalistische Leistung zeigen. Mitglied kann werden, wer lokal oder regional journalistische Informationen anbietet.

Unsere Arbeit und das neue Netzwerk „istlokal.“ findet in „Fachkreisen“ eine hohe Aufmerksamkeit, weil wir Journalismus neu definieren. Wir beteiligen die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Wir informieren kritisch und unabhĂ€ngig. Medien wie die SĂŒddeutsche Zeitung, die taz, FAZ, Spiegel online, der Deutschlandfunk oder Fachmedien haben darĂŒber berichtet.

Ab 06. September 2011 nehmen wir die tagesaktuelle Berichterstattung wieder auf. Und wir freuen uns darauf! Auf unterhaltende Informationen, auf dokumentarische Dossiers zum „Zeitgeschehen“, auf „Kritik“, auf „investigative Stories“, auf „Debatten“.

Unser Auftrag - Meinungsförderung und -bildung.

Und auf Sie als Leserinnen und Leser und vielleicht auch auf Ihre Kommentare.

Artikel 5 unseres Grundgesetzes garantiert die freie Meinungsbildung und -Ă€ußerung. Das ist unser „Auftrag“ und wir freuen uns ĂŒber Ihre Mitwirkung – denn nur so können wir eine starke Demokratie fördern und genießen.

In diesem Sinne bedanke ich mich herzlich im Namen aller Mitarbeiter der Redaktion bei Ihnen.

Ihr

Hardy Prothmann

Auch "bundespolitische Themen" sind bei uns Thema. Immer im Klartext. Immer vor Ort.

 

Römerman: Blick zurĂŒck nach vorn

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Timo Bracht (links) im Duell mit Helge MĂŒtschard am "brutalen" Aufstieg in Dossenheim.

Ladenburg/Rhein-Neckar, 25. Juli 2011. (red) Der Ladenburger Triathlon „Römerman“ ist eine wirklich tolle Veranstaltung. Aber nichts ist so gut, dass man es nicht verbessern kann. Sportlich gesehen gehört die Kritik dazu. Und der Blick zurĂŒck nach vorn.

Von Hardy Prothmann

Kompliment an die Organisatoren und die vielen Helferinnen und Helfer. GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (der auch CDU-Stadtrat ist) und sein 500-köpfiges Team (!) haben den Römerman wieder einmal sehr gut organisiert. Das ist fĂŒr einen lokalen Verein wie die LSV eine absolute Herausforderung, aber eine, die in guter Zusammenarbeit auch mit den Behörden (Verkehrsbehörden, Polizeien, usw) gemeistert wird.

Das ist top und wird von allen geschĂ€tzt – von den Athleten und den GĂ€sten.

Das kann man gerne loben – aber bitte nicht „voll des Lobes“ wie das immer so „schön“ in der Zeitung heißt. Man kann sich auch mit dem auseinandersetzen, was besser sein könnte. Denn das heißt „Kritik“ wörtlich ĂŒbersetzt: sich mit einer Sache auseinandersetzen.

FĂŒr mich war es der zweite Römerman. Das ladenburgblog ist ja bekanntlich ein junges Medium in der Stadt und im Februar 2010 gestartet. Mit dem Start war eigentlich alles fĂŒr unser kleines Team in Ladenburg neu, mittlerweile kennen wir uns ganz gut aus und wissen auch einigermaßen ĂŒber den Römerman und Triathlon Bescheid.

Der beste Reporter ist aber nicht der, der so tut, als wĂŒsste er alles, sondern der, der wie ein Zuschauer denkt, sieht und hört.

Ein guter Reporter kommt wie ein Gast, um einfach beim Event dabei zu sein. Um zu schauen, die AtmosphĂ€re zu spĂŒren, Leute zu treffen, sich auszutauschen.

Und dann fĂŒr die Menschen zu berichten.

Randsport vs. Breitensport

Triathlon ist was anderes als ein Fußball- oder Handballspiel. So wie man sogar heute noch Leuten beim weltweit erfolgreichsten Sport, dem Fußball, die Abseitsregeln erklĂ€ren muss, umso mehr „ErklĂ€rungsbedarf“ haben „Randsportarten“.

Dabei ist Triathlon auf dem besten Weg ein „Breitensport“ zu werden. Nicht in der ganz harten Variante wie ein Timo Bracht oder eine Jenny Schulz und die anderen Top-Athleten ihn betreiben. Aber doch ein Sport fĂŒr jung und alt. Das sieht man an den gut 800 Teilnehmern beim Fitnesstriathlon und den „Römer-Kids“.

Und hier fehlt in meinen Augen ein zweiter Fokus auf den Nachwuchs und die Nicht-Top-Sportler, die sich aber mit aller Hingabe diesem Sport widmen. Das sieht man allein an den Veröffentlichungen der Römerman-Organisatoren selbst: Es geht nur um Spitzensport, „Zugpferde“, Top-Leute. Alles andere kommt zu kurz.

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Timo Bracht passiert die Versorgungstelle, "krallt" sich einen Becher. Der Top-Sportler braucht KĂŒhlung.

Und es fehlt wie bei den allermeisten Vereinen eine ordentliche Öffentlichkeitsarbeit – dabei ist die Ă€ußerst wichtig. Meist macht das irgendjemand, der „gerne liest“ oder „ganz gut schreiben“ kann. Leider aber meist ein Laie und keiner, der wirklich weiß, was er tut. Der sich richtig gut auskennt. Eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit ist bei großen Unternehmen lĂ€ngst selbstverstĂ€ndlich, in der Politik sowieso und auch Verwaltungen erkennen hier und da schon die Bedeutung.

Was ist zu tun?

Und selbst wenn man die Bedeutung erkannt hat – was ist zu tun? Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Meist greift man auf lokale Kontakte zurĂŒck und gibt sich mit LokalblĂ€ttchen und – wenn vorhanden – einem lokalen Sender zufrieden, nimmt den Moderator, den man schon immer hatte. Man machts halt, wie mans kennt.

Irgendwie absurd – Triathlon ist eine Sport, einer, den Menschen machen, aber er ist auch High-Tech. Bestes GerĂ€t und industrielle Produkte kommen zum Einsatz.

Die Jugend hat nichts mit LokalblĂ€ttchen und SpartenkanĂ€len zu tun, die ĂŒberwiegend fĂŒr Rentner senden. Die Jugend ist im Internet. Die allermeisten Menschen sind heute im Internet und dort zunehmend in sozialen Netzwerken. Bevor die Nachrichten in den LokalblĂ€ttchen landen oder im Spartensender ausgestrahlt werden, sind sie schon lĂ€ngst im Internet öffentlich.

Weltweit ist Twitter mittlerweile einer der schnellsten "Nachrichtendienste" - der Dienst ist kostenlos, einfach zu bedienen und stellt eine große Öffentlichkeit her. Wer ihn nicht nutzt, handelt schon fast fahrlĂ€ssig.

Der „Römerman“ ist im Gegensatz zu anderen Vereinsangeboten im eigenen Internetangebot sehr umfangreich abgebildet – aber absolut uninteressant aufgemacht. Es reicht eben nicht, Informationen einzustellen, man muss sie auch prĂ€sentieren, einordnen, darstellen. Lust darauf machen. DafĂŒr braucht es Ideen und Konzepte.

Viele Möglichkeiten – harte Konkurrenz

Hier gibt es so viele Möglichkeiten, von denen fast keine genutzt wird. Das ist schade und bedauerlich und auf mittlere Sicht sogar gefĂ€hrlich. Denn die, die sich auf der Informationsseite am besten aufstellen, werden kĂŒnftig das „Rennen“ machen. Die schnellen, gut trainierten. Und garantiert nicht die, die sagen: „Des hĂ€mmer frieher so gemacht un mache des morje ah so.“

Die Konkurrenz ist groß – alle Veranstalter merken das. Der Römerman 2011 war lĂ€ngst nicht so gut besucht wie 2010 (davor wissen wir das nur vom „Hörensagen“, waren selbst nicht dabei). Aufs Wetter kann man es nicht schieben – das hat gehalten. Und eigentlich hatte man mit Timo Bracht einen Top-Star im Rennen – aus Waldbrunn im benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis und von einem Mannheimer Team.

Die Kritik ist wohlwollend gemeint – der „Römerman“ ist eine super Veranstaltung und wir fĂ€nden es schön, im Sinne aller Beteiligten, wenn das auch kĂŒnftig der Fall sein wird.

VielfÀltige Aktionen zum internationalen Jahr der WÀlder 2011

Guten Tag!

Rhein-Neckar-Kreis, 10. Mai 2011 (red/pm) AnlĂ€sslich des internationalen Jahres der WĂ€lder 2011 bieten die ForstĂ€mter des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Mannheim zahlreiche Aktionen rund um das Thema Wald an. In Workshops, bei Wanderungen, in Ausstellungen und in PrĂ€sentationen ĂŒber Waldwirtschaft, Jagd und Naturschutz können sich Interessierte ĂŒber den Nutzen und die vielfĂ€ltigen Erholungs- und Erlebnismöglichkeiten des Waldes informieren.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis:

„Im Internationalen Jahr der WĂ€lder – ausgerufen von den Vereinten Nationen mit dem Ziel, weltweit auf die wichtige Bedeutung des Waldes fĂŒr unsere Welt aufmerksam zu machen – bieten die ForstĂ€mter Mannheim und Rhein-Neckar-Kreis eine ganze Reihe von interessanten Aktionen rund um den Wald an.

Denn der Wald liefert uns den Rohstoff Holz, frische Luft und sauberes Wasser, ist unersetzlicher Lebensraum fĂŒr viele Tier- und Pflanzenarten, schafft ArbeitsplĂ€tze und bietet zahlreiche Erholungs- und Erlebnismöglichkeiten. Aktuell ist das Forstamt mit einem Stand beim Maimarkt vertreten, bei dem neben Informationen auch AktivitĂ€ten fĂŒr die kleinen Besucher geboten sind.

Eine weitere Ausstellung mit außergewöhnlichen Waldfotos und Informationen zum Jahr der WĂ€lder wird ab 24. Mai 2011 interessierten Besuchern im Foyer des Heidelberger Landratsamts prĂ€sentiert. Sie wird am 23. Mai 2011 um 11 Uhr eröffnet und dauert bis zum 8. Juni 2011. Die Schau – ist wĂ€hrend der Öffnungszeiten des Landratsamtes zu sehen.

Der Forstbezirk Bergstraße startet mit seinen Veranstaltungen am 14. Mai 2011 mit einer forstlichen FĂŒhrung durch den Exotenwald. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Eingang des Exotenwaldes in Weinheim. Unter der fachkundigen FĂŒhrung von Dr. Ulrich Wilhelm und dem zustĂ€ndigen Leiter des Reviers Weinheim, Markus StĂ€hle gibt es unterwegs allerhand Wissenswertes ĂŒber den Exotenwald zu erfahren.

Unter der Überschrift „Faszination Wald“ gibt es tags darauf am 15. Mai um 10.30 Uhr eine Familienwanderung am Waldlehrpfad Hirschberg. Treffpunkt ist am OEG-Bahnhof in Hirschberg- Leutershausen. Der Revierleiter des Forstreviers Mannheim-SĂŒd, Walter Pfefferle begibt sich gemeinsam mit dem Odenwaldclub und der Rhein-Neckar-Zeitung auf die Spuren des Waldlehrpfads Hirschberg.

Drei weitere WaldfĂŒhrungen an der Bergstraße beginnen mit einer Tour rund um Hemsbach am 22. Mai 2011. Alle Interessierte treffen sich um 14 Uhr beim Parkplatz an der Förster Braun HĂŒtte in Hemsbach und werden unterwegs von den Revierleitern Walter Pfefferle und Phillip Lambert sicherlich viel Interessantes ĂŒber den heimischen Wald entdecken.

Am 28. Mai 2011 können alle Naturliebhaber gemeinsam mit Revierleiter Michael Jakob eine fachkundige FĂŒhrung durch den Schriesheimer Wald machen. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr der Parkplatz an der Strahlenburg in Schriesheim.

Eine Wanderung durch den Dossenheimer Wald bietet Revierleiter Josef Draxler ebenso am 28. Mai 2011 an. Alle Interessierte treffen sich um 9.30 Uhr beim Parkplatz Schaumburg in Dossenheim. Unterwegs gibt es viele forstliche Informationen aus erster Hand.

WĂ€hrend der Sommerferien, am 3. August 2011, findet der traditionelle Waldtag beim Ferienlager in Hirschberg an der alten Saatschule statt. Hier erwartet die Kinder wie ĂŒblich Spiel und Spaß im Wald.

Im Forstbezirk Kraichgau werden zwei interessante Waldwanderungen stattfinden. Am 15. Mai 2011 fĂŒhren Dr. Josef Klebes und der zustĂ€ndige Revierleiter Volker Böning durch den DĂ€mmelwald in Wiesloch. Treffpunkt ist um 10:30 Uhr am Minigolfplatz. Unterwegs gibt es allerhand Aufschlussreiches ĂŒber dieses vielseitig genutzte Walderholungsgebiet.

Mit Revierleiter Karlheinz Schmidt geht es im Rahmen des Kolpingprogramms Waibstadt am 8. Juni 2011 in den Wald. Wer mitwandern will, trifft sich um 19 Uhr am Josefshaus. Unterwegs gibt es neben vielen forstlichen Informationen immer wieder Neues zu entdecken.

Zum Thema „praktizierte Nachhaltigkeit“ laden die GrĂŒnen am 3. Juli 2011 nachmittags zu einer interessanten Waldwanderung in den Sinsheimer Stadtwald ein. Unter der fachkundigen FĂŒhrung von Herrn Dr. Josef Klebes und dem zustĂ€ndigen Revierleiter RĂŒdiger Keller erfahren alle Teilnehmer aus erster Hand, wie Nachhaltigkeit in der forstlichen Praxis umgesetzt wird.

Der Forstbezirk Odenwald wartet mit einer besonderen Aktion auf. Hier kann aus teilweise vorgefertigten Teilen eine eigene Gartenbank fĂŒr zu Hause hergestellt werden. Die beiden Workshops finden jeweils samstags von 10 bis 14 Uhr statt: in der KolbenhĂŒtte in Moosbrunn am 4. Juni 2011 und in der KriegsmĂŒhle in Bammental am 2. Juli 2011. Eine Anmeldung beim Kreisforstamt unter Tel 06223/8665367600 oder forstamt@rhein-neckar-kreis.de ist unbedingt erforderlich.

Eine interessante Waldwanderung zum Thema Lebenszyklen im Buchenwald findet am 5. Juni 2011 im Staatswald NeckargemĂŒnd statt. Unter fachkundiger FĂŒhrung von Herrn Dr. Dieter MĂŒnch wird allen Teilnehmern am Beispiel Buche deutlich, wie die Natur ihre Kreise immer wieder schließt. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Wanderparkplatz Dilsberg-Langenzell.

Am 9. Juli 2011 treffen sich alle, die sich gerne mit dem Förster auf den Sinnenpfad in NeckargemĂŒnd begeben wollen, um 15 Uhr am Parkplatz beim Friedhof. Von dort geht es unter der FĂŒhrung von Revierleiter und Mitinitiator Uwe Reinhard auf die erlebnisreiche Entdeckungstour entlang des Sinnenpfades.

Unter dem Motto „Baumklettern bei den Ferienspielen“ bietet Revierleiter Klaus Berberich am 29. Juli um 14 Uhr an der Heimatwiese in Haag eine besondere Aktion fĂŒr Kinder an, bei der man schwindelfrei sein sollte.

Im Forstbezirk Rheintal beginnen die Veranstaltungen mit einer PrĂ€sentation aller Waldakteure des Stadtwalds Walldorf vor. Die gesamte Mannschaft des Forstreviers Walldorf unter der Leitung von Gunter Glasbrenner prĂ€sentiert sich und ihre Arbeit am 25. Mai 2011 von 13 bis 18 Uhr vor dem Walldorfer Rathaus. Hier können sich die Besucher ĂŒber alle Walldorfer Waldthemen wie beispielsweise die Waldwirtschaft, den Naturschutz, die WaldpĂ€dagogik, die Erholungsvorsorge und die Jagd hautnah und umfassend informieren.

Am 11. September 2011 lĂ€dt die Gemeinde Oftersheim unter Mitwirkung des Kreisforstamts zu ihrem traditionellen Waldtag an der GrillhĂŒtte ein. Im Forstzelt kann sich der interessierte Besucher anhand der Ausstellung ĂŒber die vielfĂ€ltigen Leistungen des Waldes informieren. Und auch auf die kleinen Besucher wartet wieder ein abwechslungsreiches Programm rund um den Wald.

Auch das Forstamt Mannheim beteiligt sich gemeinsam mit der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, der Stadt Mannheim und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit einem großen Waldtag am Internationalen Jahr der WĂ€lder. Rund um das Waldhaus Mannheim im KĂ€fertaler Wald (www.waldhaus-mannheim.de) finden die Besucher am 23. Juli 2011 von 11 bis 17 Uhr viele tolle Angebote fĂŒr Jung und Alt.

Wer sich zu den einzelnen Veranstaltungen nĂ€her informieren möchte, kann sich an das – Kreisforstamt in NeckargemĂŒnd unter Tel.:06223/866536-7600 oder forstamt@rhein-neckar-kreis.de wenden.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

 

Gleitschirmflieger fliegt bis nach Mittelfranken

Mit einem Gleitschirm flog Martin Laible 150 km weit. Beispielfoto: Tom Eisele

Guten Tag!
Rhein-Neckar, 17. MĂ€rz 2011 (red) Eine außergewöhnliche Flugleistung gelang einem Gleitschirmflieger des BergstrĂ€ĂŸler Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs am vergangenen Samstag. Nach dem Start vom Ölberg in Schriesheim flog er in 4,5 Stunden 150 Kilometer weit bis nach Ansbach in Mittelfranken. Auf seinem Flug stieg er dabei bis auf 2390 Meter Höhe.

Von Christiane Eisele

Gestartet war Martin Laible um 12:19 Uhr bei Westwind vom Ölberg im Schriesheim, dem 370 Meter hoch liegenden Startplatz der BergstrĂ€ĂŸler Drachen- und Gleitschirmflieger. Kurz nach 13:40 Uhr konnte er sich in der NĂ€he von Eberbach/Waldbrun auf 2200 m Höhe kurbeln. Als er gegen 14:20 Uhr Osterburken und Buchen ĂŒberflog, erreichte er mit der aufsteigenden Warmluft die höchste Höhe mit 2390 m.

Über die Taubertalroute flog er weiter ĂŒber Bad Mergentheim nach Creglingen, das er um 15:25 erreichte. Um 16:00 Uhr flog er rechts an Rothenburg ob der Tauber vorbei und landete schließlich um 16:53 Uhr sĂŒdlich von Ansbach in Herrenried.

Mittels eines GPS-EmpfĂ€ngers, den jeder Flieger wĂ€hrend des Flugs mitfĂŒhrt, werden die zurĂŒckgelegte Strecke und weitere Informationen ĂŒber den Flug, wie zum Beispiel die erreichte Höhe und die zurĂŒckgelegte Distanz in einem sogenannten „Tack Log“ beim Deutschen HĂ€ngegleiterverband e.V. (DHV) aufgezeichnet.

FĂŒr Clubkollegen und andere interessierte Flieger sind diese Tracks zudem ein wichtiges Informationsmittel um die eigene Technik zu verbessern und aus den FlĂŒgen zu lernen. Martin Laibles Tack Log können Sie sich hier anschauen.

Einige Gleitschirmflieger filmen ihre FlĂŒge zusĂ€tzlich mit Kameras wie z.B. einer „Gopro“, einer speziellen Sportkamera. Diese Filme vermitteln eher bodenstĂ€ndigen Zuschauern in eindrucksvollen Bildern etwas von der ungeheuren Faszination des Gleitschirmfliegens, von der Leichtigkeit und dem vogelgleichen Schweben, das die Gleitschirmflieger in ihren FlĂŒgen suchen und finden.

Die Kameras sind gegen das Herunterfallen gesichert (schon um unbeteiligte Passanten vor Verletzungen zu schĂŒtzen) und werden in der Regel auf Helmen oder an der AusrĂŒstung befestigt.

Einige Flieger, wie Georg Rombach, ein erfahrender Gleitschirmflieger aus Ladenburg, filmen aber auch aus der Hand. Einen seiner Filme, entstanden am 13. Mai auf einem Flug ĂŒber Schriesheim – Ladenburg – Dossenheim – Heidelberg, hat er uns zur VerfĂŒgung gestellt.

Viel Freude mit dem Film!

Großbrand: Scheune brennt nieder – Haupthaus gerettet – 300.000 Euro Schaden

Heddesheim, 10. April 2011. (red/pol) Gegen 14.40 Uhr geriet auf einem Aussiedlerhof in Heddesheim eine Scheune im dortigen Brunnenweg aus bislang noch unbekannter Ursache in Brand. Der Brand griff vom vorderen Stallbereich auf einen fĂŒr Erntehelfer genutzten Unterkunftsbereich ĂŒber und von dort auf den Dachstuhl des Wohnhauses. Am spĂ€ten Nachmittag war der Brand vorlĂ€ufig gelöscht – gegen 20:00 Uhr musste durch die Feuerwehr Heddesheim aber nachgelöscht werden.

Die dort wohnenden Personen konnten sich selbstÀndig in Sicherheit bringen. Ein 36-JÀhriger und eine 44-JÀhrige, die sich bei dem Brandausbruch mit starker Rauchentwicklung im dortigen Innenhof aufgehalten hatten, wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert.

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Großbrand im Brunnenweg.

Der örtlichen Freiwillige Feuerwehr Heddesheim gelang es mit UnterstĂŒtzung umliegender Feuerwehren den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Im Einsatz waren je eine Drehleiter aus Ladenburg, Schriesheim und Weinheim. Am Einsatz beteiligt waren neben der einsatzleitenden Feuerwehr Heddesheim auch die Wehren aus Edingen-Neckarhausen, Ladenburg, Großsachsen und Leutershausen (beide Hirschberg), Schriesheim, Ilvesheim, Dossenheim und Weinheim.

Der Rettungsdienst schickte zwei Rettungswagen, einen Notzarzt, einen leitenden Notarzt und einen Leiter Rettungsdienst.

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Die Scheune war nicht mehr zu retten.

Nachdem der Brand zunĂ€chst gelöscht war, musst die Feuerwehr Heddesheim aber gegen 20:00 Uhr erneut ausrĂŒcken und Glutnester löschen. Eine Brandwache sichert den Ort – es ist nicht ausgeschlossen, dass in der Nacht ein weiterer Einsatz nötig wird.

Der geschÀtzte Sachschaden belÀuft sich auf zirka 300.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Auf dem heddesheimblog.de zeigen Fotos von zwei Fotografen vor Ort, zwei Perspektiven von Passanten und Fotos der Feuerwehr Weinheim. Der erste Block zeigt die Löscharbeiten am Nachmittag, der zweite den Einsatz vom Abend. Der Dritte Block dokumentiert das Ende der Löscharbeiten, der vierte Block den „Blick von außen“.

Aktuell: 9 Kilometer Stau nach Unfall auf A5 Richtung Frankfurt

Weinheim/Rhein-Neckar, 07. April 2011. (red/pm) Zur Zeit staut sich der Verkehr auf der A5 Dossenheim Richtung Weinheimer Kreuz auf mindestens 9 Kilometern – auch die B38 ist durch Ausweichverkehr belastet. Ein Lkw rammte einen Pkw am Stau-Ende – die Pkw-Fahrerin wurde schwer verletzt.

„Kurz nach 13.30 Uhr kam es heute am Autobahnkreuz Weinheim zu einem folgenschweren Auffahrunfall. Ein in Richtung Norden fahrender Sattelzug aus Zwickau fuhr auf einen verkehrsbedingt am Stau-Ende stehenden Pkw Skoda auf und schob das gerammte Fahrzeug auf einen weiteren Pkw.

Der Lkw-Fahrer hatte offenbar ĂŒbersehen, dass sich infolge von Holzarbeiten ein RĂŒckstau gebildet hatte.

WĂ€hrend der Lkw-Fahrer mit leichten Blessuren davonkam, musste die FahrzeugfĂŒhrerin des Skoda mit schwereren Verletzungen zur stationĂ€ren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Der Unfallbeteiligte im dritten Fahrzeug blieb unverletzt.

Der Sachschaden an der Unfallstelle wurde mit insgesamt ca. 80.000 Euro beziffert. WĂ€hrend der Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung musste der Verkehr zeitweise komplett gesperrt werden, inzwischen konnte aber zumindest eine Fahrspur Richtung Norden wieder freigegeben werden.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

 

Aktuell: 9 Kilometer Stau nach Unfall auf A5 Richtung Frankfurt

Wahlanalyse: GrĂŒn-Rot kommt im Wahlkreis Weinheim auf 51,83 Prozent

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 28. MĂ€rz 2011. (red) Georg Wacker (CDU) hat mit 35 Prozent das Direktmandat fĂŒr den Wahlkreis Weinheim (39) gewonnen. Allerdings mit einem ĂŒberdurchschnittlich hohen Verlust von -7,6 Prozentpunkten (Land: -5,2). Deswegen heißt der zweite und eigentliche Sieger Uli Sckerl. Er holt +13,8 Prozentpunkte und kommt auf 26,4 Prozent (Land: 24,2). BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen ziehen an der SPD vorbei und sind nun zweitstĂ€rkte Kraft im Wahlkreis. Die FDP liegt mit 5,6 Prozent leicht ĂŒber dem Landesschnitt (5,3).

Von Hardy Prothmann

Jeder kann versuchen, sich die Zahlen schön zu reden. Aber nur einer hat einen Grund dafĂŒr: Uli Sckerl. Er gewinnt im Vergleich zum Landesdurchschnitt (24,2 Prozent) sogar noch mehr Stimmen und liegt mit 2,2 Prozentpunkten vorne (26,4 Prozent). BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen sind die zweitstĂ€rkste Kraft im Land und auch im Wahlkreis Weinheim geworden.

Die GrĂŒnen haben die WĂ€hler mobilisiert

Insgesamt sind 72.888 WĂ€hlerinnen und WĂ€hler an die Urnen gegangen. 12.559 mehr als 2006. Die Wahlbeteiligung ist von 57,5 Prozent auf 68,4 Prozent gestiegen.

BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen profitieren fast alleine mit 11.477 zusĂ€tzlichen Stimmen von der deutlich höheren Wahlbeteiligung. Sie holen die Menschen ab. Eines der Top-Themen ist sicherlich Fukushima. Das andere der Vertrauensverlust in die CDU/FDP-Regierung. Wieder andere Bildung und Infrastruktur.

Sensationelles Ergebnis fĂŒr Uli Sckerl

Uli Sckerl gewinnt fĂŒr BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen zwischen 8,7 Prozent (Laudenbach) und 18,7 Prozent (Dossenheim) hinzu. Ein sensationelles Ergebnis.

Wie zu erwarten, hat der CDU-Kandidat Georg Wacker trotzdem das Direktmandat gewonnen. Ob er sich aber darĂŒber freuen kann? Er verliert zwar nur 120 Stimmen (23.136), im prozentualen Vergleich aber mit -7,6 Prozent ĂŒberdurchschnittlich und ist in einem Monat seinen Job als StaatssekretĂ€r los. WĂ€hrend die CDU vor der Wahl in allen Kommunen bei 40 Prozent plus lag (außer Edingen-Neckarhausen mit 39,7 Prozent), hat sie nun alle Kommunen „verloren“ – in keiner einzigen steht noch annĂ€hernd eine 4 vorne. StĂ€rkte Gemeinde ist Laudenbach mit 38,1 Prozent.

Georg Wacker nimmt auf der Oppositionbank Platz

Dann darf er wie die anderen 59 CDU-Abgeordneten Platz auf der Oppositionsbank Platz nehmen. Nach fast 58 Jahren Dauerregierung hat die CDU die Macht in Baden-WĂŒrttemberg verloren. Angesichts der hohen Wahlbeteiligung wiegt der geringe Stimmverlust trotzdem schwer. Herr Wacker konnte ĂŒberhaupt nicht davon profitieren.

Er als Kandidat und die CDU haben ihr Stimmpotenziel vollstĂ€ndig ausgeschöpft. Da gibt es kein vertun – die CDU-WĂ€hler sind geschlossen zur Wahl gegangen. Die mobilisierten WĂ€hler haben BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen mit 26,37 Prozent und SPD mit 25,46 Prozent die absolute Mehrheit im Wahlkreis mit 51,83 Prozent verschafft. DemgegenĂŒber kommen CDU mit 35 Prozent und FDP mit 5,58 Prozent nur auf 40,58 Prozent.

Auch Gerhard Kleinböck behÀlt sein Mandat

Auch Gerhard Kleinböck gewinnt sein Mandat ĂŒber das Zweitmandat. Im Vergleich zum Landesschnitt holt er sogar 2,4 Prozentpunkte mehr (25,5 Prozent). Mit Sckerl zusammen gehört er der kĂŒnftigen Regierungskoalition an.

Aber kann Herr Kleinböck zufrieden sein? Prozentwerte sind immer „Vergleichswerte“. Er kann sich ĂŒber zusĂ€tzliche 2.129 Stimmen (18.284) im Vergleich zur Wahl 2006 freuen. Hier hat er sich also verbessert und ebenfalls von der höheren Wahlbeteiligung profitiert. Im prozentualen Vergleich hat er aber durch die enormen Stimmgewinne der GrĂŒnen in neun Kommunen von -0,4 bis -3 Prozentpunkte Stimmen verloren. Nur in Schriesheim bleibt es bei 22 Prozent.

Und in vier Kommunen sind die GrĂŒnen nun statt der SPD die zweitstĂ€rkste Partei. In Ladenburg und Edingen-Neckarhausen liegen sie nur einen Prozentpunkt oder weniger hier der SPD.

Birgit Arnold ist draußen

Die FDP-Kandidatin Dr. Birgit Arnold verliert 2.042 Stimmen (4.009/6.051) und mit 5,6 Prozent (Land: 5,3 Prozent) auch ihr Mandat und hat gar keinen Grund zur Freude.

Die Linke musste Verluste hinnehmen und kommt nur noch auf 2,8 Prozent. Die Piraten landen einen Achtungserfolg mit 2,3 Prozent.

Der Wahlkreis Weinheim wird kĂŒnftig also nur noch von drei Abgeordneten vertreten, zwei sind Mitglieder der kĂŒnftigen Regierungskoalition.

Die GrĂŒnen gewinnen in jeder Kommune. Durchgehende Verluste fĂŒr die CDU im Wahlkreis. Ebenso fĂŒr die FDP. Die SPD bleibt nur in Dossenheim stabil. Grafik: Rheinneckarblog.de, Quelle: Statistisches Landesamt

 

Dossenheim: Feuerwehr bringt ausgedehnten Wohnungsbrand schnell unter Kontrolle

Guten Tag!

Dossenheim, 25. MĂ€rz 2011. (fw/red) Als die Feuerwehr heute um 11:34 Uhr in der Dossenheimer Bachstraße zu einem Brandeinsatz eintraf, standen KĂŒche und ein Wohnraum bereits im Vollbrand. Die Feuerwehr Dossenheim konnte mit UnterstĂŒtzung der Feuerwehr Schriesheim den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Zwei Anwohner wurden vorsorglich aufgrund des Verdachts auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst behandelt.

Aus bisher noch ungeklĂ€rter Ursache kam es im Erdgeschoss in einem Einfamilienhaus in der Bachstraße zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand.

Beim Eintreffen der Feuerwehr Dossenheim befand sich nach deren Angebe die KĂŒche sowie ein weiterer Wohnraum im EG bereits im Vollbrand

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KĂŒche und Wohnraum standen in einem Haus in der Bachstraße in Flammen.

Flammen schlugen aus den Fenstern und drohten auf die oberen Geschosse sowie den Dachstuhl ĂŒberzugreifen. Die Feuerwehr Dossenheim leitet unverzĂŒglich die BrandbekĂ€mpfung mit drei C-Rohren im Innen- und Außenangriff durch mehrere Atemschutztrupps ein.

Zudem wurde das stark verrauchte GebĂ€ude zur Sicherheit mit der WĂ€rmebildkamera nach Personen abgesucht. Im Rahmen der BrandbekĂ€mpfung wurde der Brandrauch mittels ÜberdruckbelĂŒftung aus dem GebĂ€ude befördert. Im weiteren Verlauf mussten mehrere Brandnester vorwiegend in der Holzbalkendecke mit Stroheinlage abgelöscht werden.

Insgesamt waren von der Feuerwehr Dossenheim vier Fahrzeuge und zwölf Mann im Einsatz. Die Feuerwehr Schriesheim war mit drei Fahrzeugen und elf Mann im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit einem zwei Rettungswagen und vier Mann. Die Polizei sicherte mit zwei Streifenwagen und vier Beamten den Einsatzort. Die Kriminalpolizei nahm Untersuchen zur Brandermittlung auf. Auch BĂŒrgermeister Lorenz war vor Ort.

UnterstĂŒtzt wurde die Dossenheimer Feuerwehr von den Kollegen aus Schriesheim mit drei Fahrzeugen. Ebenfalls im Einsatz war DRK-Ortsverein Dossenheim.

Zwei Anwohner wurden vorsorglich aufgrund des Verdachts auf Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst behandelt.

Weitere Berichte zu FeuerwehreinsĂ€tzen finden Sie, indem Sie in der Suche rechts das Stichwort „Feuerwehr“ (ohne AnfĂŒhrungszeichen) eingeben.

Analyse zur Landtagswahl: Die Farbenlehre der Kommunen im Wahlkreis Weinheim (39)


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 25. MĂ€rz 2011. Geht es nach „The Trend is your friend“ – sieht es fĂŒr die SPD im Wahlkreis Weinheim (39) schlimm aus. Die GrĂŒnen dĂŒrfen sich wie die FDP ĂŒber weitere ZuwĂ€chse freuen und die CDU kann sich ausruhen. Doch das wird nicht so sein. Die Landtagswahl 2011 ist selten spannend und offen. Wir geben einen Überblick ĂŒber die vergangene Wahl und was man daraus fĂŒr die Zukunft die Wahl am Sonntag schließen kann.

Bei der Landtagswahl 2006 war die CDU ist mit 42,6 Prozent (+/-0) stĂ€rkste Partei. Die SPD holte nur noch 27,2 Prozent (-10,7). DrittstĂ€rkste Partei sind BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen mit 12,6 Prozent (+4,4). Dann folgt die FDP mit 10,2 Prozent (+2,8).

Der Überblick aus Sicht der Parteien:

CDU
Schriesheim ist die „neue“ CDU-Hochburg. 45,9 Prozent (+1,2) schaffte die Partei hier als bestes Gesamtergebnis. Danach folgt Laudenbach mit 45,6 Prozent, aber -2,3 Prozentpunkten Verlust. Edingen-Neckarhausen ist die einzige Gemeinde, wo die CDU nicht ĂŒber 40 Prozent kommt: Trotz Zuwachs sind es nur 39,7 Prozent (+2,3).

SPD
In Ilvesheim hat die SPD das beste Ergebnis: 32,9 Prozent (-11,5). Danach folgt Heddesheim mit 31,8 Prozent (-8,3). Zusammen mit Laudenbach (-9,4) sind das die einzigen Gemeinden, in denen die SPD bei der vergangenen Wahl weniger als 10 Prozentpunkte verliert.

BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen
Dossenheim ist die GrĂŒnen-Hochburg. 18,7 Prozent (+4,9) holt die Partei hier. Gefolgt von Schriesheim mit 15,7 Prozent (+5,4) und Ladenburg mit 14,3 Prozent, wo die GrĂŒnen mit +6,3 Prozentpunkten am meisten zulegen.

FDP
In Hirschberg ist die FDP am erfolgreichsten. Auf 13,2 Prozent (+4) folgt Schriesheim mit 12,2 (+5,3), wo sie am meisten zulegt. SchwĂ€chste Gemeinde ist Laudenbach mit 7,8 Prozent, wo sich die FDP hier um 2,8 Prozentpunkte verbessert hat. Nur in Edingen-Neckarhausen verliert die FDP 0,7 Prozentpunkte, bleibt aber mit 11,5 Prozent ĂŒber dem Durchschnitt von 10,2 Prozent im Wahlkreis.

Wollen Sie wissen, wie Sie wĂ€hlen "sollten"? Machen Sie den Test mit dem Wahl-o-mat der Landeszentrale fĂŒr politissche Bildung.

Klarer Verlierer der Landtagswahl 2006 war die SPD, die in Dossenheim (22,3), Hirschberg (22,7) und Schriesheim (22) nur noch knapp ĂŒber der 20 Prozentmarke liegt.

Die GrĂŒnen legten im Vergleich am meisten zu und können in Dosssenheim (18,7), Hirschberg (14,2), Ladenburg (14,3) und Schriesheim (15,7) hingegen hoffen, die 20 Prozentmarke zu erreichen oder zu ĂŒberwinden.

Die FDP hat zwar nach den GrĂŒnen als einzige Partei hinzugewonnen, aber angesichts der Wahlumfragen muss sie Verluste fĂŒrchten. Besonders in Ilvesheim (7,9) konnte sie nur leicht mit 1,3 Prozentpunkten zulegen, in Laudenbach hatte sie zwar das Durchschnittsplus von 2,8 Prozentpunkten erreicht, bleibt aber hier am schwĂ€chsten. Die einzige Kommune, in der die FDP (9,2) knapp vor den GrĂŒnen (9,0) liegt, ist Heddesheim.

Die CDU hat in sechs der zehn Kommunen verloren – kein gutes Omen fĂŒr die bevorstehende Wahl. Zwar sind die Verluste mit -2,3 Prozentpunkten in Laudenbach bis -0,1 Prozentpunkte in Weinheim vergleichsweise niedrig, aber unterm Strich hat die Partei mit insgesamt -3.200 Stimmen nur GlĂŒck gehabt, das Ergebnis von 2001 halten zu können.

Das „GlĂŒck“ lag damals an den verlorenen Stimmen und der geringen Wahlbeteiligung. Die damalige WASG (3,8) (heute mit PDS zu Die Linke fusioniert) hatte zusammen mit den Grauen (1,4) insgesamt 5,2 Prozent der Stimmen auf sich gezogen, die fĂŒr die anderen Partein „verloren“ waren. Die Grauen sind seit 2008 aufgelöst.

Traditionell sind CDU-WĂ€hler bislang immer noch „pflichtbewusster“ beim Wahlgang. Das wirft auch ein anderes Licht auf die leichten Verluste – trotz der Wahldisziplin hat die CDU bereits 2006 „verloren“.

Folgt man den Umfragen zu Gesamtwahl, könnte der CDU-Kandidat Georg Wacker fĂŒnf bis sieben Prozent verlieren, bleibt aber als Gewinner des Direktmandats im Parlament. Die FDP-Kandidatin Birgit Arnold könnte knapp sechs Prozent verlieren – ihr erneuter Einzug ins Parlament wĂ€re damit gefĂ€hrdet.

Gerhard Kleinböck wĂŒrde demnach ebenfalls nochmals rund drei Prozent verlieren, dĂŒrfte aber wieder ins Parlament einziehen.

Der „Wahlsieger“ dĂŒrfte Uli Sckerl werden – geht es nach den Umfragen. Er wĂŒrde große Teile der Verluste der anderen einsammeln und könnte es nahe oder sogar ĂŒber 20 Prozent schaffen.

Die prognostizierten Wahlergebnisse wÀren damit nicht nur im Land, sondern auch im Wahlkreis Weinheim eine Sensation.

Doch das sind alles „Annahmen“ vor der Wahl. Nach der Wahl ist am Sonntag, ab 18:00 Uhr – dann wird ausgezĂ€hlt. 😉

Über 500 Menschen bei Mahnwachen in Rhein-Neckar-Gemeinden

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 22 . MĂ€rz 2011. In mehreren Gemeinden an Bergstraße und Neckar im Wahlkreis 39 haben sich am Montag, den 21. MĂ€rz 20011, insgesamt ĂŒber 500 Menschen versammelt, um fĂŒr die Opfer der Natur-und Atomkatastrophe in Japan und fĂŒr den Atomausstieg in Deutschland eine Mahnwache zu halten. In Mannheim kamen nach Angaben der Polizei 1.500 Menschen zusammen.

Die Mahnwachen wurden von BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen, GrĂŒnen Listen und der SPD veranstaltet. In Edingen-Neckarhausen riefen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dazu auf.

Nach Auskunft der Veranstalter versammelten sich jeweils so viele Menschen wie angegeben in den genannten Gemeinden: Edingen-Neckarhausen 38, Dossenheim 85, Heddesheim 30, Hirschberg 35, Ilvesheim 33, Ladenburg 60, Schriesheim 70, Weinheim 180.

Wir dokumentieren einige der Versammlungen im Bild:

Weinheim: 180 Teilnehmer. Bild: privat

 

Edingen-Neckarhausen: 38 Teilnehmer. Bild: privat

 

Heddesheim: 30 Teilnehmer. Bild. T. Eisele

 

Dossenheim: 85 Teilnehmer. Bild: privat

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

Anmerkung der Redaktion:
Wir haben nicht alle Mahnwachen dokumentieren können. Sofern Sie uns weitere Fotos zur VerfĂŒgung stellen, werden wir den Artikel ergĂ€nzen.

Zahlreiche Mahnwachen fĂŒr die Opfer der Natur- und Atomkatastrophe in Japan

Über 2.000 Atomkraftgegner "spazierten" am Sonntag zum Kernkraftwerk Biblis - zahlreiche "Mahnwachen" sollen die Atomkatastrophe in Japan und eine Abkehr von der Atomenergie thematisieren.

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 21. MĂ€rz 2011. (red) In zahlreichen Gemeinden an Bergstraße und Neckar im Wahlkreis 39 finden am Montag, 21. MĂ€rz 20011, von 18.00 bis 18.30 Uhr Mahnwachen fĂŒr die Opfer der Natur-und Atomkatastrophe in Japan und fĂŒr den Atomausstieg in Deutschland statt.

Die Mahnwachen werden von BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen, GrĂŒnen Listen und der SPD veranstaltet. In Edingen rufen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dazu auf.

  • Dossenheim, Rathausplatz
  • Edingen, Rathausplatz
  • Heddesheim, Fritz-Kessler-Platz
  • Hirschberg, Ehrenmal Leutershausen
  • Ilvesheim, Checyplatz
  • Ladenburg, Marktplatz
  • Schriesheim, Altes Rathaus
  • Weinheim, „Reiterin“/FußgĂ€ngerzone

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

Landtagskandidat Hartmut Schönherr: Was mir sonst wichtig ist-۩

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 25. Februar 2011. Helmut Schönherrr ist Landtagskandidat der Piraten. In seinem Beitrag fĂŒr das rheinneckarblog schreibt er ĂŒber das, „Was mir sonst wichtig ist…“.

Von Hartmut Schönherr

Wissen ist Macht – wenn es allen gehört!

Neulich habe ich in der taz die Ausschreibung zum Medienkongress der Zeitung in Berlin am 8. und 9. MĂ€rz 2011 gefunden. Da ist auf einem Podium zum Thema „Lokaljournalismus“ auch Hardy Prothmann mit dabei, von dem ich gerade die Einladung erhalten habe, einen Text ĂŒber „Was mir sonst wichtig ist“ zu schreiben.

SelbstverstĂ€ndlich ohne Honorar, denn es ist Wahlkampf, ich trete im Wahlkreis 39 fĂŒr die Piratenpartei an und damit beginnt eine besondere GeschĂ€ftsbeziehung: Hardy Prothmann bekommt einen Beitrag fĂŒr sein Blog, ich bekomme eine Plattform fĂŒr Wahlkampfbotschaften. Und wenn es gutgeht, passiert noch mehr.

Auch ohne Wahlkampf sieht es mit Honoraren in Blogs bekanntlich nicht so gut aus. Oder, um es etwas spitz zu formulieren: „Mit dem Bloggen ist der Spitzweg-Poet im Journalismus angekommen“ (aus einem Beitrag von mir in der letzten Ausgabe von „Novo Argumente“ – „http://www.novo-argumente.com'“).

Der Spitzweg-Poet, das ist der arme Dichter ohne festes Dach ĂŒber dem Kopf, der nur aus Leidenschaft schreibt, „umsonst und draußen“ sozusagen, ein Idealist.

Kandidat der Piraten: Hartmut Schönherr. Bild: privat

Wie es aussieht, steckt inzwischen ein Großteil der Arbeitswelt voll solcher „Idealisten“. Die neue Arbeitswelt aus Generation Praktikum, Ehrenamt, Selbstausbeutung, honorarfreier SelbstbestĂ€tigung, unterbezahltem Freelance und 1-Euro-Jobs wĂ€chst in schlechter Symbiose an der „alten“, wo es noch solide Festanstellungen und – mit abnehmender Tendenz – ausreichende Rentenzahlungen gibt.

Und keine Partei hat ein Konzept dafĂŒr, wie eine Arbeits- und Sozialpolitik im 21. Jahrhundert aussehen soll. Zwischen dem Bismarckschen Staatsdienerjob fĂŒr alle und der Freiheit eines neuen Ellbogenkapitalismus zeigen sich nur zaghafte AnsĂ€tze einer langfristig tragfĂ€higen Arbeits- und Sozialpolitik, die der industriellen ProduktivitĂ€t ebenso gerecht wird wie unterschiedlichen Lebensstilen und dem ganzheitlichen Überleben des Ökosystems Erde.

Wie auch, will doch jede Partei zunĂ€chst einmal die eigene Klientel versorgt sehen und Wahlen gewinnen. Und so „sichern“ wir unser Rentensystem nach dem anrĂŒchigen Systemspiel-Prinzip: Unten mĂŒssen einfach immer weiter Einzahler nachkommen.

Unsere Kultur und unsere Lebensstile haben sich als frisches Gehirn des weiterschreitenden „homo sapiens“ von unserer dinosaurierhaften Arbeitswelt lĂ€ngst weit entfernt – dieses urpolitische Problem sehe ich „unter“ den „großen Themen“.

„Unter“ im Sinne von tiefer liegend, grundlegend oder eben auch grunderschĂŒtternd. Stuttgart 21 etwa ruht auf diesem Grund als ein gigantisches Subventionsprogramm, das dafĂŒr sorgen soll, das Gegrummel im Untergrund zuzudecken, nochmal fĂŒr ein paar Jahre, nochmal Aufschub zu leisten fĂŒr das alte Politik- und Wirtschaftsmodell im „MusterlĂ€ndle“ dieses Modells.

Einzig die Piratenpartei, die noch keine Klientel versorgen muss und die von ihrer Mitgliederzusammensetzung her am ehesten dem Arbeits- und Lebensstil des 21. Jahrhunderts existentiell nahe ist, bemĂŒht sich um neue Konzepte und wagt es zum Beispiel, den Abschied vom Berufsbeamtentum im Bildungsbereich in ihrem Wahlprogramm Baden-WĂŒrttemberg zu fordern.

Aber nicht, um die Lehrenden ins Prekariat zu entlassen, sondern fĂŒr ein lebendiges, flexibles Bildungssystem und gerechte Entlohnungen in diesem Bereich fĂŒr alle Beteiligten (und nebenbei die StĂ€rkung der gesetzlichen Krankenkassen und die EntbĂŒrokratisierung). Und fĂŒr Leiharbeiter erwarten wir eine höhere Entlohnung zur Honorierung von Risiko und FlexibilitĂ€t – wie sie fĂŒr Leihmanager lĂ€ngst Usus ist.

Ich muss bekennen, ich weiß nicht, was Hardy Prothmann mit den politischen Themen, die „sonst gerne vergessen werden“ im Unterschied zu den „großen Themen“ meint.

Alle „kleinen“ die mir einfallen haben mit den „großen“ zu tun. Zum Beispiel erinnere ich mich an eine alte Dame in der Bahn von Dossenheim nach Heidelberg, die sich ĂŒber einen ausgedĂŒnnten Fahrplan beschwerte: „Die Verkehrspolitik machen Leute, die sowieso nur im Dienstwagen unterwegs sind.“

MobilitĂ€t durch ÖPNV betrifft auch Jugendliche ohne FĂŒhrerschein oder mit der Vernunft, bei der Partytour auf das Auto zu verzichten. Betrifft eine Gesellschaft, die aus GrĂŒnden der KrisenstabilitĂ€t mehrere Verkehrssysteme funktionsfĂ€hig erhalten muss.

Als ich das erste Mal auf einer Reise in meinen Wahlkreis am Haltepunkt Hirschberg-Heddesheim ausstieg, fĂŒhlte ich mich auf seltsame Weise zuhause. Zuhause in meiner zweiten Heimat, LĂ€ndern des ehemaligen Ostblocks, in denen ich ĂŒber Jahre gearbeitet habe fĂŒr den Deutschen Akademischen Austauschdienst und verschiedene Hochschulen.

Wie fĂŒhlen sich Hirschberger, die dort aussteigen und dann vielleicht ĂŒber den Feldweg an der MĂŒlldeponie vorbei nach Hause gehen? Wie angesichts der Milliarden, die nun in Stuttgart („großes Thema“) verbuddelt werden?

Was ist das fĂŒr ein Musterland, in welchem manche Bahnhaltepunkte an die exsowjetische Provinz erinnern und manche mit Villen besetzte BerghĂ€nge an die Baupolitik in LĂ€ndern, in denen BebauungsplĂ€ne von der Mafia gemacht werden?

Abmahnwahn im Internet, ACTA, Leistungsschutzrecht fĂŒr Snippets, ungebremster FlĂ€chenverbrauch in den Kommunen, vergiftete Bussarde im Rheintal, hoch subventionierter Artenschwund in der Landwirtschaft – alles „kleine Themen“ die auf eines angewiesen sind: PublizitĂ€t, differenzierte Informationen. Wahlkampf ist damit nicht zu machen. Das ist Sache zĂ€her politischer Arbeit. AntrĂ€ge ausarbeiten, Ausschussarbeit, juristische Abgleichungen. Hier muss noch transparenter und bĂŒrgernĂ€her informiert werden. Welche Partei hat welche AntrĂ€ge gestellt, von wem wurden sie im Vorfeld verwĂ€ssert, welche juristischen Probleme gab es, welche Lobbyarbeit? Kein auf die Schnelle interessantes Feld fĂŒr die Berichterstattung. Abgeordnetenwatch und Lobbywatch sind erste Schritte dazu, hier zu informieren, es ist noch viel zu tun – auch von Seiten der Parlamente.

Als der Buchdruck mit beweglichen Lettern florierte, kam die Reformation. Und mit zahlreichen Zensurattacken versuchten Teile der Amtskirche, den neuen Geist in der Flasche zu halten bzw. die BĂŒcher im Kloster und die GlĂ€ubigen bei der alleinseligmachenden Kirche. Als das Internet florierte ….

Und damit bin ich wieder bei diesem Blog. Hardy Prothmann und andere sind die Flugschriftendrucker des Internetzeitalters. Aber die Reformatoren sitzen auch woanders. In den neuen BĂŒrgerbewegungen, in manchem Firmenmanagement und in den politischen Parteien. Aber nur in einer Partei haben sie die Mehrheit.

Was mir sonst wichtig ist?

Lebensstilgerechtigkeit als ErgÀnzung zur Generationengerechtigkeit. Eine arten- und strukturenreiche Kulturlandschaft, die nicht nur der Gemeindekasse, sondern auch der Seele gut tut.

Freie und bĂŒrgernahe Informationen im Umwelt- und Verbraucherschutz und in anderen gesellschaftlich relevanten Bereichen wie Bauplanung und Subventionen.

Bildung, die Erfahrungen zulĂ€sst und Wege eröffnet, nicht trichtert. Kinder wollen lernen, hindern wir sie nicht daran! Denn Wissen ist Macht – wenn es allen gehört.

http://ltw.piraten-bw.de/Person/Hartmut-Schönherr

Anmerkung der Redaktion:
Dieser Text ist in der Reihe „Was mir sonst wichtig ist…“ erschienen. Wir haben die Landtagskandidaten von CDU, BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen, SPD, FDP, Die Linke und die Piratenpartei ums Mitmachen gebeten. Die vier etablierten Parteien haben wir selbstverstĂ€ndlich eingeladen, die Parteien Die Linke und Piratenpartei wegen ihrer zumindest wahrnehmbaren „PopularitĂ€t“.
Das ist eine subjektive Auswahl.
Die Kandidaten haben die Möglichkeit sich und ihre Politik abseits der „großen“ Wahlkampfthemen zu prĂ€sentieren – kostenfrei und ohne redaktionelle Bearbeitung, also ebenfalls ganz subjektiv.

Der Text war fĂŒr den 25. Februar 2011 zur Veröffentlichung vorgesehen – aufgrund eines falschen Datumseintrags ist er aber erst am 26. Februar 2011 erschienen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Wir haben den Beitrag rĂŒckdatiert, weil er in der Reihe der FreitagsbeitrĂ€ge der Kandidaten erscheint.

Kreiswahlausschuss lÀsst alle WahlvorschlÀge zu

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 02. Februar 2011. (pm) Im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises laufen die Vorbereitungen zur Landtagswahl am 27. MĂ€rz 2011 auf Hochtouren. Am Dienstag, den 01. Februar, tagte unter Vorsitz des stellvertretenden Kreiswahlleiters, Frank GrĂŒnewald, der Kreiswahlausschuss. Alle 38 WahlvorschlĂ€ge wurden zugelassen, darunter ein „Einzelbewerber“. Insgesamt treten landesweit siebzehn Parteien an, neun davon im Rhein-Neckar-Kreis.

Wir dokumentieren alle Wahlkreise im Rhein-Neckar-Kreis. FĂŒr unsere Lokalblogs in Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg und Weinheim ist der Wahlkreis 39 ausschlaggebend.

Kopf- an Kopfrennen, sofern die Umfragen zutreffen zwischen CDU/FDP und BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen/SPD. Quelle: LZPB BW

Information des Landratsamts Rhein-Neckar:

„Baden-WĂŒrttemberg hat insgesamt 70 Wahlkreise, der Rhein-Neckar-Kreiswahlausschuss ist zustĂ€ndig fĂŒr gleich vier Wahlkreise*, nĂ€mlich Nr. 37 Wiesloch, Nr. 39 Weinheim, Nr. 40 Schwetzingen und Nr. 41 Sinsheim. Die Mitglieder des Wahlausschusses, also der Vorsitzende sowie Vertreter der derzeitigen Landtagsparteien, und zwar je zwei Mitglieder fĂŒr CDU und SPD, je einer fĂŒr die GrĂŒnen und die FDP, mussten vor allem die eingereichten WahlvorschlĂ€ge auf ihre ZulĂ€ssigkeit prĂŒfen und stellten fest, dass alle WahlvorschlĂ€ge fristgerecht eingereicht waren. Insgesamt waren 38 WahlvorschlĂ€ge eingegangen, darunter auch, was seltener vorkommt, ein Einzelbewerber im Wahlkreis Wiesloch.

In den vier Wahlkreisen sind insgesamt 394.000 Wahlberechtigte zum Urnengang aufgerufen, davon in Nr. 37 Wiesloch rund 97.000, in Nr. 39 Weinheim 106.000, in Nr. 40 Schwetzingen 92.000 und in Nr. 41 Sinsheim 99.000. Sie entscheiden, wer in den kommenden fĂŒnf Jahren den jeweiligen Wahlkreis im Landtag vertritt. Landesweit treten 17 Parteien an, um die Gunst der WĂ€hler in den Rhein-Neckar-Wahlkreisen werben neun in allen vier, eine weitere und ein Einzelbewerber zusĂ€tzlich in Wiesloch.

(Die Reihenfolge auf dem Stimmzettel gibt der Landeswahlleiter vor):

Wahlkreis Nr. 37 Wiesloch

1. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Klein, Karl
BĂŒrgermeister, Landtagsabgeordneter, MĂŒhlhausen

Ersatzbewerber: Sauer, Theo,
Rechtsanwalt, Dielheim

2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

JÀckel, Hansjörg
Diplombetriebswirt, Nußloch

Ersatzbewerberin: do Nascimento Ohlsen, Francisca Geralda
Diplomagraringenieurin, Wiesloch

3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Dr. Schmidt-Eisenlohr, Kai
Projektmanager, Wiesloch

Ersatzbewerber: FrĂŒhwirt, Ralf
Dozent, Leimen

4. Freie Demokratische Partei (FDP)

Felden, Claudia
Diplomwirtschaftsmathematikerin, Leimen

Ersatzbewerber: Eger, Alexander
BĂŒrgermeister, St. Leon-Rot

6. BÜNDNIS fĂŒr Innovation und Gerechtigkeit (BIG)

Yaman-Toprak, NilgĂŒn
SelbstÀndige EU-Beraterin, Wiesloch

8. DIE LINKE (DIE LINKE)

Dr. Wunder, Edgar
Sozialwissenschaftler, Edingen-Neckarhausen

Ersatzbewerber: Rittler, Siegfried
Kraftfahrer, Nußloch

9. DIE REPUBLIKANER (REP)

Rexhaus, Hermann
Staatlich geprĂŒfter Techniker, Leimen

Ersatzbewerberin: Johnson, Sabine
Diplomingenieurin, Stuttgart

11. Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
Jaeschke, Jan
Angestellter, Weinheim

Ersatzbewerber: ZĂŒhlke, Marc
Arbeiter, Wernau (Neckar)

12. Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp)

Zimmerer, Johannes
Fachinformatiker, Rauenberg

Ersatzbewerberin: Dr. Hofmeister, Susanne
Ärztin, Heidelberg

14. Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)

De Silva Jayasinghe, Robin
Softwareentwickler, Rauenberg

Ersatzbewerberin: Kaiser, Anja
Studentin, Heidelberg

16. Einzelbewerber

Nikolajewski, Wilhelm
Diplomingenieur, Wilhelmsfeld

Wahlkreis Nr. 39 Weinheim

1. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Wacker, Georg
StaatssekretÀr, Landtagsabgeordneter, Schriesheim

Ersatzbewerberin: EitenmĂŒller, Christina
GeschĂ€ftsfĂŒhrende Schulleiterin, Weinheim

2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Kleinböck, Gerhard
Landtagsabgeordneter, Berufsschullehrer, Ladenburg

Ersatzbewerber: Cuny, Sebastian
SelbstÀndiger PR-Berater, Schriesheim

3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Sckerl, Hans-Ulrich
Landtagsabgeordneter, Weinheim

Ersatzbewerberin: Dreier, Ingrid
Kindergartenleiterin, Ladenburg

4. Freie Demokratische Partei (FDP)

Dr. Arnold, Birgit
Historikerin, Schrieheim

Ersatzbewerberin: KrĂŒger, Susanne-Beate
RechtsanwÀltin, Weinheim

8. DIE LINKE (DIE LINKE)

Hördt, Matthias
Fachinformatiker, Weinheim

Ersatzbewerber: GrÀser, Detlef
Diplompsychologe, Schriesheim

9. DIE REPUBLIKANER (REP)

Rey, Michaela
Hausfrau, Mannheim

Ersatzbewerber: Werle, Rudolf
Kraftfahrzeugmechaniker, Bruchsal

11. Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

Jaeschke, Jan
Angestellter, Weinheim

Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp)

Karl, Helmut
Kaufmann, Heidelberg

Ersatzbewerber: Fest, Ludger
Bibliothekar, Mannheim

14. Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)

Dr. Schönherr, Hartmut
Journalist, Bruchsal

Ersatzbewerber: Worret, Martin
IT-Berater, Heidelberg

Wahlkreis Nr. 40 Schwetzingen

1. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Stratthaus, Gerhard
Landtagsabgeordneter, BrĂŒhl

Ersatzbewerber: Birkenmaier, Thomas
Diplomgeograph, Neulußheim

2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

GrĂŒnstein, Rosa
Landtagsabgeordnete, Altlußheim

Ersatzbewerberin: Schmidt, Renate
HeilpÀdagogin, Eppelheim

3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Kern, Manfred
Steuerberater, Schwetzingen

Ersatzbewerberin: GrĂŒning, Ulrike
Diplominformatikerin, BrĂŒhl

4. Freie Demokratische Partei (FDP)

Gelb, Michael
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hockenheim

Ersatzbewerber: Köcher-Hohn, Frank
Rettungsassistent, Hockenheim

8. DIE LINKE (DIE LINKE)

StĂŒrtz, Heinrich
Jurist, Heidelberg

Ersatzbewerber: Pustal, Martin
Servicetechniker, Altlußheim

9. DIE REPUBLIKANER (REP)

Weih, Timo
Elektroinstallateur, Bruchsal

Ersatzbewerber: Halbroth, Fredy
Maschinenschlosser, Mannheim

11. Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

Schrade, René
Industriemechaniker, Esslingen

Ersatzbewerber: Hummel, Benedikt
SchĂŒler, Hardheim

12. Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp)

Schlörholz, Matthias
Chemiker, Plankstadt

Ersatzbewerber: Weinmann, Karl-Martin
Krankenpfleger, Heidelberg

14. Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)

Kleiser, Michael
Softwareentwickler, Karlsruhe

Ersatzbewerber: Weiser, Gernot
Computertechniker, Gerlingen

Wahlkreis Nr. 41 Sinsheim

1. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Brunnemer, Elke
Landtagsabgeordnete, OberstudienrÀtin, Sinsheim

Ersatzbewerber: Dr. SchĂŒtte, Albrecht,
Diplomphysiker, Bammental

2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Funk, Thomas
Schulungsreferent, Sinsheim

Ersatzbewerber: Zimmermann, Guntram
BĂŒrgermeister, Spechbach

3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Schneidewind-Hartnagel, Charlotte
Diplombetriebswirtin, Eberbach

Ersatzbewerber: Seitz, Stefan
Werkzeugmacher, Sinsheim

4. Freie Demokratische Partei (FDP)

Tzschaschel, Hendrik
Konrektor, Dossenheim

Ersatzbewerber: Löb, Sebastian
Handelsmakler, Eberbach

8. DIE LINKE (DIE LINKE)

Rehm, Christoph
Politikwissenschaftler, Heidelberg

Ersatzbewerberin: FlĂŒhr, Renate
BĂŒrokauffrau, Sinsheim

9. DIE REPUBLIKANER (REP)

Neumann, Gerald
Tiefbauer, Oberhausen-Rheinhausen

Ersatzbewerber: Herbold, Peter
Kraftfahrzeugmechaniker, NeckargemĂŒnd

11. Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

Trautenberger, Sascha
Mediengestalter, Plankstadt

Ersatzbewerber: Louis, Klaus
Elektroniker, Königsfeld

12. Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp)

Fellhauer, Michael Walter
WerbemittelhÀndler, Sinsheim

Ersatzbewerber: Fischer, Klaus
Werbeberater i. R., Sinsheim

14. Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)

Landwehr, Rafael
Praktikant, Sinsheim

Ersatzbewerber: Reinwald, Stephan
Student, Mannheim

Die Feststellung des endgĂŒltigen Wahlergebnisses fĂŒr die vier Wahlkreise durch den Kreiswahlausschuss findet am Donnerstag, 31. MĂ€rz 2011, statt.

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* Gemeinden der Wahlkreise
37 Wiesloch
Gemeinden Dielheim, Leimen, Malsch, MĂŒhlhausen, Nußloch, Rauenberg, Sandhausen, St. Leon-Rot, Walldorf und Wiesloch

39 Weinheim
Gemeinden Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hemsbach, Hirschberg an der Bergstraße, Ilvesheim, Ladenburg, Laudenbach, Schriesheim und Weinheim

40 Schwetzingen
Gemeinden Altlußheim, BrĂŒhl, Eppelheim, Hockenheim, Ketsch, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt, Reilingen und Schwetzingen

41 Sinsheim
Gemeinden Angelbachtal, Bammental, Eberbach, Epfenbach, Eschelbronn, Gaiberg, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach, Helmstadt-Bargen, Lobbach, Mauer, Meckesheim, Neckarbischofsheim, NeckargemĂŒnd, Neidenstein, Reichartshausen, Schönau, Schönbrunn, Sinsheim, Spechbach, Waibstadt, Wiesenbach, Wilhelmsfeld und Zuzenhausen

+++ Wulff tritt zurĂŒck +++ BundesprĂ€sident gibt Amt auf +++ Merkel schweigt +++ Maschmayer will neue Talente fördern +++

Rhein-Neckar/Berlin, 04. Dezember 2012. Heute Abend hat Bundespräsident Christian Wulff (CDU) den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF ein Interview unter dem Titel „Bundespräsident Wulff stellt sich“ gegeben. Das ist der vorerst makaberste Höhepunkt in der mittlerweile mehr als unappetitlichen Affäre Wulff. Denn ein Staatsoberhaupt stellt sich nicht. Ein Bundespräsident gibt keine Rechtfertigungsinterviews oder macht sonstige Kinkerlitzchen. Der Bundespräsident repräsentiert das deutsche Volk und Christian Wulff macht uns schämen.

Von Hardy Prothmann

Die Details der Geschmacklosigkeit dieses Auftritts sind so zahlreich, dass man nicht ins Detail gehen muss.

Der noch amtierende Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hat sich um Kopf und Kragen geredet und man muss befürchten, dass er selbst diese öffentliche Pein als Bestätigung seiner selbst sehen wird.

Herr Wulff glaubt tatsächlich, dass ein solcher Satz Verständnis erzeugt:

Ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, in dem man sich nicht von Freunden Geld leihen kann.

Klar, das versteht jeder, der sich mal Geld in der Kneipe leiht oder ein paar hundert Euro für eine „Investition“ oder sogar ein paar tausend, wobei das nur wirklich gute Freude locker machen (können). Jeder ist froh, wenn er solche Freunde hat. Bei den meisten reicht es nur für die Kneipe. Wenn überhaupt.

Worüber Herr Wulff spricht, über Freundschaft und Geld, sind in seinem Fall zinsgünstigste 500.000 Euro. Das Deutschland und die Freunde eines Herrn Wulff sind sehr unterschiedlich zur Lebenssituation der allermeisten Deutschen.

Man stelle sich die Angestellten, Arbeiter, Aushilfen vor, die eineinhalb Jahre nach Antritt des Jobs im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vor einem Millionenpublikum feststellen, „dass man keine Karenzzeit“ hatte, sondern ins kalte Wasser geworfen worden ist:

Hey, Chef, sorry, wir sind doch alle Menschen – niemand hat mich auf den Fließbandjob vorbereitet.

Immerhin hat Herr Wulff seinen „Fehler“, die Pressefreiheit zu bedrohen, eingestanden. Vermutlich denkt er, damit sei das Thema „abgehakt“. Protokollnotiz: „Entschuldigung abgehakt“ – nächstes Thema.

Ist das so? Beim besten Willen nicht. Der Bundespräsident ist das Protokoll. Er ist der Repräsentant unsere Staates, unserer Verfassung. Und ein Bundespräsident verletzt das nicht und sagt hinterher „Tschuldigung“, muss das noch lernen.

Das ist nicht mehr nur „peinlich“, das ist peinigend.

Der Vorgänger Horst Köhler hat aus seiner Perspektive heraus gedacht, dass Wirtschaftskriege legitim seien. Als er belehrt wurde, dass er mit solchen Äußerungen gegen die Verfassung, also die innere Verfasstheit, die innere Haltung des Staatswesens verstößt, hat er den „Kindergarten“ sofort und konsequent verlassen. Der Mann war Unternehmer und hat entschieden. Das ist zu respektieren.

Christian Wulff ist Berufspolitiker und taktiert. Das ist nicht zu respektieren. Aber aus seiner Sicht ist das der Normalzustand und es ist zu befürchten, dass er die Aufmerksamkeit auch ein wenig genießt, denn die vergangenen eineinhalb Jahre registrierte kaum jemand, wo er sich gerade wieder hat fotografieren lassen.

Und hier kommt der große Schaden ins Spiel. Nicht für Wulff – der hat sich selbst den größtmöglichen Schaden zugefügt. Sondern für das Amt, die Verfassung, die Verfassheit der Deutschen. Für die große Frage, ob eigentlich alles geht, wenn man nur dreist genug ist.

Der Bundespräsident Christian Wulff schickt sich an, durch sein „Vorbild“ dem deutschen Volk und seinem Staatswesen den größtmöglichen Schaden zuzufügen – aus purer Eitelkeit -, weil er gerne fünf Jahre im Amt sein möchte. Egal, was ist. Das will er aussitzen.

Sollte Christian Wulff (CDU) damit durchkommen, wird er als historisches Beispiel in der Geschichte als der Bundespräsident gewürdigt werden müssen, der die Bundesrepublik Deutschland offiziell in eine Bananenrepublik überführt hat.

Es gibt viele, die glauben, dass Deutschland längst nicht mehr weit weg ist von Frankreich oder Italien. Christian Wulff schickt sich an, den Beweis zu führen, dass er es mit Sarkozy und Berlusconi aufnehmen kann.

Leider fehlt ihm auch dafür jegliches Format.

Am Ende wird er verlangen, dass man ihm auch noch dafür dankbar sein muss.

Das aber ist das grundlegende Missverständnis der allermeisten deutschen Politiker in diesem Land: Nicht die Menschen müssen dankbar sein, einen dieser „Amtsinhaber“ zu haben, sondern die „Amtsinhaber“ müssten froh und willens sein, dass sie die vertrauensvolle Verantwortung übernehmen dürfen.

Doch das ist zu theoretisch wie einen vom Schlage Wulff.