Freitag, 21. September 2018

Projektgruppe stellt Leitbildentwurf vor

Wird Dossenheim Wir-Gemeinde?

Dossenheim, 27. Juni 2012. (red/cr) Die Zukunftswerkstatt stellt ein Leitbild f√ľr Dossenheim vor. Ziel k√∂nnte eine √∂kologische Wohlf√ľhlgemeinde f√ľr alle Generationen sein.

Die Arbeitsgruppe Leitbild der Zukunftswerkstatt hat in den vergangenen Monaten intensiv an einem Leitbild f√ľr Dossenheim gearbeitet. Peter Wilhelm und Michael Nowag stellten dem Gemeinderat nun die Ergebnisse vor, die im Herbst im Gemeinderat nochmals intensiv Diskutiert werden.

Die Arbeitsgruppe hat die vielen Gedanken auf vier Kernpunkte verdichtet:

  • Dossenheim ist eine Wohngemeinde. Menschen aller Generationen sollen gerne in Dossenheim leben, da auf ihre Bed√ľrfnisse eingegangen wird.
  • Dossenheim m√∂chte eine √∂kologischen Vorbildgemeinde sein. Dies sollte sich durch alternative Energieprojekte zeigen.
  • In Dossenheim soll die ortsans√§ssige Wirtschaft die Chance haben, sich zu entwickeln.
  • In Dossenheim soll eine Ortsmitte geschaffen werden.

Die Gruppe w√ľnscht sich vom Gemeinderat eine „Gespr√§chskultur“. Der Dialog zwischen B√ľrgern und Gemeinderat sollte intensiv betrieben werden.

Die Gemeinder√§te k√∂nnen sich mit den Leits√§tzen identifizieren. B√ľrgermeister Lorenz findet es trotz gro√üer Akzeptanz sehr wichtig, sich intensiv mit dem Leitbild auseinanderzusetzen und zu diskutieren, damit der Gemeinderat auch von dem Leitbild √ľberzeugt ist.

Auch f√ľr Carlo Bonifer (SPD) ist es wichtig, dass nicht nur Plattit√ľden, sondern auch Inhalte gesetzt werden. Unterschreiben des Leitbildes ist leicht, auf den Pr√ľfstand wird der Gemeinderat aber bei den kommenden Entscheidungen gestellt. Die Realisierung wird sicher ein schwieriger Akt.

Kritischer Blick auf die Vaterlandsliebe in Zeiten der EM

Sind Sie noch Patriot? Oder schon Nationalist?

Stolz auf die Fahne? Aufs Vaterland? Patriot? Oder schon Nationalist?

 

Rhein-Neckar, 20. Juni 2012. (red/pro) Fiebern Sie mit der deutschen Nationalelf mit? Reden Sie von Deutschland, Spanien, England, Italien und den anderen L√§ndern als seien dort alle gleich? Verbinden Sie mit „die Italiener“, „die Griechen“, „die…“ irgendwelche „Charaktereigenschaften“? Erh√∂hen Sie Deutschland oder Ihre eigene Nation gegen√ľber gegen√ľber anderen L√§ndern? Dann wird es Zeit, dar√ľber nachzudenken, ob Sie noch ein Patriot oder schon ein Nationalist sind. Und ob „Demokrat“ nicht eine brauchbare Alternative w√§re.

Von Hardy Prothmann

Im Gegensatz zu den Tageszeitungen finden Sie bei uns immer wieder Hinweise auf andere Medien – manchmal, weil diese sehr gut berichten oder sehr schlecht, manchmal, weil sie etwas berichten, was wir f√ľr unsere Leserschaft interessant finden.

Heute empfehlen wir Ihnen ausdr√ľcklich ein sehr interessantes St√ľck von Nikolas Westerhoff in der S√ľddeutschen Zeitung: „Weltoffene Demokraten – eine aussterbende Spezies„. Es liest sich, als w√§re der Text aktuell zur EM und dem damit verbundenen „Nationalstolz“ geschrieben. Der Artikel erschien aber schon vor f√ľnf Jahren – ist aber vermutlich zeitlos.

Patriot vs. Nationalist?

In einer umfangreichen Darstellung stellt der Kollege wissenschaftliche Untersuchungen vor, die den vermeintlich positiven Begriff des „Patrioten“ in Frage stellen. Vielmehr deuten die Untersuchungen darauf hin, dass eine Unterscheidung in den guten Patrioten versus dem schlechten Nationalisten nicht m√∂glich ist:

Doch eine solche Zweiteilung der Menschen in Patrioten und Nationalisten ist politisch motiviert – sie dient dazu, Patriotismus als w√ľnschenswerte Eigenschaft propagieren zu k√∂nnen. Eine empirische Basis f√ľr den Unterschied zwischen Vorzeige- und Schmuddelb√ľrgern gibt es jedoch nicht, wie neueste Untersuchungen zeigen (Wilhelm Heitmeyer: Deutsche Zust√§nde, Folge 5. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2007).

Ab- und Ausgrenzung liegen wohl tief im Menschen verankert und politische Haltungen werden durch Vorbilder, Erziehung un d Wissen vermittelt. Positiv wie negativ.

Stolz ein was auch immer zu sein?

In Zeiten des Nationalstolzes, die besonders deutlich bei Europa- oder Weltmeisterschaften popul√§rer Sportarten wie Fu√üball auftreten, sollte man sich selbst mal pr√ľfen. F√ľhlt man sich als Deutscher, Italiener, Spanier, T√ľrke als „mehr wert“ gegen√ľber anderen Nationen? Ist man besonders stolz aufs eigene Land? Warum? Auf was? Was hat man davon? Was n√ľtzt es, den eigenen Staat zu √ľberh√∂hen? Gibt es einen Status quo oder ist alles im Flu√ü?

Auf dem Weinheimblog hatten wir vor kurzem √ľber schlagende Verbindungen berichtet, die Corps, die sich einmal im Jahr in Weinheim treffen und sich als „Patrioten“ bezeichnen und ihre Vaterlandsliebe sehr hoch halten. Sie grenzen sich gleichzeitig vordergr√ľndig von Nationalisten ab. K√∂nnen Sie das tats√§chlich angesichts der vielen wissenschaftlichen Studien oder l√ľgen sie sich was in die Tasche.

Ich zum Beispiel w√ľrde nie sagen, dass ich stolz bin, ein Deutscher zu sein. Ich bin stolz auf meine eigene Leistung und achte die anderer – egal welcher Nation. Und ich dr√ľcke mein Missfallen aus, wenn ich mit etwas nicht einverstanden bin. Egal ob im eigenen Land oder im Ausland. Egal ob gegen√ľber Deutschen oder Ausl√§ndern.

Tats√§chlich bin ich sehr froh, in diesem Land zu leben. Denn Deutschland ist eine stabile und wehrhafte Demokratie und durch die gelebte Ordnung ein Land, in dem man √ľberwiegend sicher leben, Chancen verwirklichen kann und in dem vor allem eines m√∂glich ist: Eine eigene Meinung zu haben.

Andere Länder Рandere Vorbilder

Ich habe viele L√§nder bereits, deren Vorz√ľge, aber auch Nachteile kennengelernt. Deswegen bin ich ingesamt sehr zufrieden mit meinem Heimatland – obwohl es immer wieder Dinge gibt, die man √§ndern, verbessern oder abschaffen oder neu schaffen muss.

Wenn mich im Ausland jemand fragt, wo ich herkomme, sage ich „Pfalz“. Denn das ist meine unmittelbare Heimt. Dann sage ich Deutschland. Und manchmal erz√§hle ich, dass ich ein „Exil-Ossi“ bin. Meine Eltern stammen aus Rostock und Dresden, ich bin in Ludwigshafen geboren und in der Pfalz aufgewachsen. Heute lebe ich in Nordbaden.

Ich f√ľhle mich als Deutscher nicht durch Fu√üballer vertreten. Es kr√§nkt nicht mehr Ehre, wenn die deutsche Mannschaft verliert oder schlecht spielt. Es hat keinen Einfluss auf meine Meinung oder meine demokratische √úberzeugung gar mein Selbstbewusstsein. Bislang spielt die deutsche Elf gut und ich verfolge gespannt jedes Spiel, weil es mich „unterh√§lt“.

Und gro√üen Respekt zolle ich der spanischen Mannschaft, die insgesamt sehr stark spielt und vor allem sehr fair – ich w√§re froh, wenn sich andere daran orientieren w√ľrden. Denn das verdient Respekt.

 

"Ent"täuschende "Berichterstattung"

Geprothmannt: Bagatell- vs. Kollateralschaden

Bleiben am Ende nur noch Tr√ľmmer? Journalismus war mal ein angesehener Beruf - heute ist das Image besch√§digt. Archivbild

 

Mannheim/Viernheim/Rhein-Neckar, 18. Juni 2012. (red) Es gibt einen Brand, die Feuerwehr l√∂scht diesen schnell. Der Schaden bleibt eigentlich √ľberschaubar und doch nicht. Das „Opfer“ ist das „Scheck In-Center“ in Viernheim. Aber es kommt noch ein weiteres hinzu, dass mit allem gar nichts zu tun hat: Die Bev√∂lkerung. Der Schadensverursacher: Journalisten. Der Schaden: Glaubw√ľrdigkeitsverlust in unbekanntem Ausma√ü.

Von Hardy Prothmann

Der Ruf von Journalisten ist nicht der beste. Vollkommen zurecht. Sie fragen sich jetzt, wieso ein Journalist dem eigenen Berufsstand ein schlechts Zeugnis ausstellt? Die Antwort ist ganz einfach: Nur wenn man sich nach vorne verteidigt, kann man hoffen, weitere Sch√§den zu verhindern. Das ist durchaus egoistisch gedacht. Denn ich und meine Mitarbeiter achten sehr auf bestm√∂gliche Qualit√§t unserer Informationen – egal, ob wir √ľber leichte Themen wie Feste und Aktivit√§ten berichten oder √ľber anspruchsvolle wie Kultur und Wirtschaft oder Politik und Sport.

Ganz klar machen auch seri√∂se Journalisten Fehler. Wenn diese passieren, sollten die Leserinnen und Leser aber dar√ľber informiert werden. Doch das tun die meisten Medien nicht. Auch klar: Wenn wir einen Rechtschreibfehler entdecken oder auf Fehler hingewiesen werden, verbessern wir den auch ohne eine Korrekturmeldung, wenn es sich um eine Bagatelle handelt. Berichte mit kapitalen Fehlern legen wir in der Kategorie „Korrektur“ ab, damit Leserinnen und Leser sofort und ohne lange Suche eine zun√§chst fehlerhafte Berichterstattung sowie die Korrektur finden k√∂nnen. Auf dem Heddesheimblog sind dort seit dem Start vor drei Jahren „nur“ acht von √ľber 2.500 Berichten als fehlerhaft gekennzeichnet. Wir √§rgern uns √ľber jeden Fehler und haben diese korrigiert.

Falscher Eindruck vermittelt

Der Mannheimer Morgen hat aktuell √ľber einen Brand im Viernheimer Scheck In-Center „berichtet“. Der „Bericht“ ist mit dem K√ľrzel „bhr“ gekennzeichnet. Der unbedarfte Leser denkt jetzt: „Ok, jemand, dessen Namen mit bhr abgek√ľrzt wird, war vor Ort oder nach sich zumindest telefonisch oder auf anderem Weg die Informationen besorgt, gepr√ľft und dann seinen Bericht verfasst.“ Doch dieser naheliegende Gedanke ist in diesem Fall und leider viel zu oft ein Fehler. Denn kein Journalist des MM war vor Ort und es wurde auch sonst nichts recherchiert.

Tats√§chlich wurde also keine „journalistische Leistung“ erbracht. Durch das geschickte Setzen von An- und Abf√ľhrungszeichen liest sich der Text, als habe „bhr“ mit dem Pressesprecher der Feuerwehr Viernheim gesprochen, denn er zitiert ihn ja „w√∂rtlich“. Tats√§chlich ist dieser Eindruck aber eine T√§uschung. Auf Nachfrage best√§tigte uns der Pressesprecher Andreas Schmidt, dass er mit niemandem vom MM in dieser Sache gesprochen hat:

Die haben automatisch eine email mit dem Pressetext bekommen, wie alle Redaktionen, die das wollen.

Ist die Nachricht aber falsch? Ja und nein. Sie erweckt den falschen Eindruck, als habe der Journalist mit dem Pressesprecher gesprochen. Und sie erweckt den Eindruck, der Journalist habe selbst√§ndig recherchiert und den Bericht selbst verfasst. Die Fakten sind aus Sicht der Feuerwehr sicher zutreffend. Die Mutma√üung √ľber die Schadensh√∂he ist es nicht.

Die Originalmeldung der Feuerwehr. Quelle: FFW Viernheim

 

Die geguttenbergte Version im Mannheimer Morgen. Quelle: SHM

Geguttenbergter Journalismus ist Betrug am Leser

Diese Form „journalistischer“ Arbeit ist g√§ngig in vielen Redaktionen: Bei Zeitungen, Magazinen, im Radio und Fernsehen und im Internet. Man nimmt frei zug√§ngliche Informationen, „etikettiert“ sie ein wenig um und schon hat man einen „eigenen“ redaktionellen Bericht. Das ist und bleibt Betrug am Leser.

Sie fragen sich, warum das passiert? Warum andere Redaktionen so verfahren? Warum es nicht alle ehrlich und transparent wie wir mit unseren Blogs berichten? Fragen Sie die Redaktion Ihres Vertrauens. Ich versichere Ihnen, man wird Sie nicht sonderlich ernst nehmen. Erst, wenn Sie das Abo k√ľndigen wollen.

Wir tun das, was eigentlich eigentlich selbstverst√§ndlich sein sollte. Wir benennen n√§mlich immer deutlich die Quelle, wie auch in diesem Fall ist der Text mit „Information der Feuerwehr Viernheim“ klar gekennzeichnet worden. Das hat mehrere Gr√ľnde. Der wichtigste: Wir respektieren die Arbeit von anderen. Wir schm√ľcken uns nicht mit „fremden Federn“. Der n√§chste Grund ist: Wo bei uns „Redaktion“ draufsteht, ist auch Redaktion drin. Daf√ľr sind wir verantwortlich. Und ein ebenfalls sehr wichtiger Grund ist: Wir k√∂nnen nur daf√ľr einstehen, was wir selbst recherchiert haben. Wir wollen uns weder fremde Inhalte aneignen, noch darin enthaltene Fehler.

Der Einsatzbericht der Feuerwehr beispielsweise ist √ľberwiegend korrekt – hat aber den Eindruck eines gro√üen Schadens hinterlassen. Viele Kunden blieben heute deswegen dem Markt fern. Wir haben die Meldung ebenso gebracht, waren aber bis 14:00 Uhr das einzige Medium, das einen Reporter vor Ort hatte, um sich ein Bild zu machen und haben danach umgehend berichtet, dass es f√ľr Kunden keine Einschr√§nkungen gibt und der Schaden eher √ľberschaubar ist.

Au√üerdem konnten wir recherchieren, dass in diesem Fall wohl eine „Klarstellung“ in der morgigen Ausgabe der Zeitung folgen soll – man darf gespannt sein. Denn die Scheck In-L√§den geh√∂ren zur Edeka-Gruppe. Und dort ist man „not amused“ √ľber den scheinbar redaktionellen Bericht im Mannheimer Morgen. Die Edeka selbst ist ein sehr gro√üer Kunde der Zeitung und d√ľrfte pro Jahr Anzeigen im Wert von einigen Millionen Euro bei der Zeitung schalten. Ich versichere Ihnen, dass man bei der Zeitung in diesem Fall den √Ąrger sehr ernst nimmt. Aber nicht, weil man „journalistisch“ besser oder wenigstens „korrekt“ arbeiten will, sondern um den Umsatz nicht zu gef√§hrden.

Bagatell- vs. Kollateralschaden

Nach dem Brand ist im Scheck In – anders als im Feuerwehrbericht gemutma√üt – nur ein „Bagatellschaden“ entstanden. Dieser Schaden wurde unn√∂tig durch Umsatzausf√§lle f√ľr das Unternehmen vergr√∂√üert. Der gro√üe Kollateralschaden entsteht aber durch den allt√§glichen Guttenberg-Journalismus, bei dem nach Lust und Laune geklaut und abgekupfert, umetikettiert und abgeschrieben wird. Sie halten diesen „Fall“ f√ľr eine Bagatelle? Ist er nicht, weil er nur ein Beispiel f√ľr eine systematische T√§uschung vieler Mediennutzer ist. (Haben Sie die „Jogi“-F√§lschung bei der EM mitbekommen? Das ZDF zeigte eine „Live-Berichterstattung“, in die Aufnahmen hineingeschnitten wurden, die vor dem Spiel, also nicht „live“ entstanden sind. Das hat zu heftiger Kritik gef√ľhrt. FAZ: „Die Regie spielt falsch„)

Einen Brandschaden kann man beseitigen – eine besch√§digte Glaubw√ľrdigkeit ist nur schwer wieder zu bereinigen.

Darunter leiden aber nicht nur die Schummler, sondern auch alle, die sich gr√∂√üte M√ľhe geben, einen herausragende oder zumindest ehrlichen Journalismus zu bieten. Leider tun das immer weniger und der f√ľr die Gesellschaft und Demokratie so wichtige Journalismus verliert weiter an Ansehen. Da k√∂nnen sich Politiker und Journalisten die Hand geben – aber es gibt auch in der Politik „anst√§ndige“ Leute.

Die Leserinnen und Leser können ebenso wie Unternehmen aber deutlich machen, ob sie Qualität wollen oder nicht.

Bei einer Wahl macht macht das mit einer Stimme. Im Markt hat man auch Macht: Minderwertige Produkte kann man abbestellen oder muss sie nicht kaufen. Und Werbung kann man im glaubw√ľrdigen Umfeld schalten, wo sie auch am besten wirkt.

Weitere Informationen:

Wie aus einer gemeindlichen Pressemitteilung ein Redakteursbericht wird, lesen Sie hier: „Ist der Mannheimer Morgen ein Sanierungsfall?

Wie die RNZ einen PR-Text eines Politikers zu einem Redakteursbericht macht, lesen Sie hier: „Nachgefragt: Wie wird aus einer politischen PR-Meldung ein redaktioneller Text in der RNZ?

In Sachen Guttenberg war die mediale Emp√∂rung gro√ü. Dabei sind viele Medien selbst sehr erfahren in Plagiaten. „Plagiator-Formel: Dreist, dreister, Journalist ‚Äď wie Tageszeitungen tagt√§glich ‚Äúbeschei√üen‚ÄĚ

Ein unabh√§ngiger Reporter berichtet √ľber eine SPD-Hauptversammlung. Weit gefehlt. Der Reporter ist selbst Mitglied im Ortsverein. „Was von der Berichterstattung der RNZ unter dem K√ľrzel ‚Äústu‚ÄĚ zu halten ist

Auch wir machen Fehler – und reagieren angemessen: „Urheberrecht vermutlich missachtet

 

Anm. d. Red.: Um Missverst√§ndnissen vorzubeugen: Die Freiwillige Feuerwehr wird ausdr√ľcklich nicht kritisiert. Die hat wie so oft ihren Job gemacht und einen gr√∂√üeren Schaden verhindert.

Leistungsschutzrecht: ‚ÄúKonjunkturprogramm f√ľr Rechtsanw√§lte‚ÄĚ

Bedrohen die Presseverlage die Meinungsfreiheit?

Komplizierte Materie, von vielen noch nicht „wahrgenommen“ – aber m√∂glicherweise ein Gesetz, das enorme Sch√§den verursachen wird.

 

Mannheim, 16. Juni 2012. (red) Die Lobbyisten der Presseverlagsh√§user haben ein Etappenziel erreicht. Am 13. Juni 2012 wurde ein ‚ÄúReferentenentwurf‚ÄĚ f√ľr ein neues Leistungsschutzrecht vorgelegt, das katastrophale Folgen haben k√∂nnte ‚Äď absurderweise auch f√ľr die Verlagsh√§user selbst. Kritiker bef√ľrchten Abmahnwellen und gravierende Beschr√§nkungen der Meinungs- und Informationsfreiheit. Und das nur, weil das Monopolgesch√§ft der Presseverlage bedroht ist und durch neue Monopole ersetzt werden soll. Der gesamtgesellschaftliche Schaden k√∂nnte enorm sein.

Von Hardy Prothmann

Man muss kein Jurist sein, um zu verstehen, dass selbst Juristen nicht genau wissen, welche negativen Folgen das geplante Leistungsschutzrecht (LSR) f√ľr die Gesellschaft mit sich bringen wird. Denn der Referentenentwurf ist zu schwammig formuliert – kritisieren zahlreiche und nahmhafte Experten. Und eine Folge dieser Ungenauigkeiten w√ľrde vermutlich eine gigantische Abmahnwelle sein, weil erst √ľber Prozesse die ‚ÄúDeutung‚ÄĚ gerichtlich gekl√§rt werden m√ľsste.

Der auf Urheber-, Marken-, Datenschutz- und Persönlichkeitsrecht spezialisierte Dr. Till Kreutzer hat sich bei iRights.info, einem Informationsangebot zum Urheberrecht in der digitalen Welt, in einem umfassenden Beitrag zum Thema geäußert. Er stellt fest:

Der Referentenentwurf l√§sst offen, durch welche Arten von Nutzungshandlungen in das neue LSR eingegriffen werden soll. Hier hei√üt es nur, dass der Presseverleger vor ungenehmigten ‚Äě√∂ffentlichen Zug√§nglichmachungen‚Äú von Presseerzeugnissen oder Teilen derselben gesch√ľtzt wird.

Der Jurist und Grimme-Preisträger Udo Vetter sieht wie andere Juristen auch eine absehbare Folge:

Das Papier ist ein Konjunkturprogramm f√ľr Rechtsanw√§lte.

Doch eigentlich sollte das Leistungsschutzrecht ein Konjunkturprogramm f√ľr Verlage sein. Die behaupten, √ľber das Internet w√ľrden deren verlegerische Leistungen zigfach unentgeltlich von anderen verwertet und damit entstehe den Verlagen ein immenser Schaden. Valide Belege f√ľr diese Aussage gibt es keine. Ein Argumentation hingegen schon am Beispiel von Suchmaschinen wie Google: Diese Suchmaschinen indexieren Links. Auch zu Verlagsangeboten wie Artikeln beispielsweise und bieten zur Orientierung kleine Ausz√ľge, so genannte ‚ÄúSnippets‚ÄĚ, also Textausz√ľge (Schnipsel) an, damit man die angezeigten Links einordnen kann.

Sollte dieser Entwurf zum Gesetz werden, m√ľssen alle, die irgendwie gewerblich t√§tig sind, k√ľnftig sehr genau aufpassen, was sie „der Presse entnehmen“. Kleinste Wortschnipsel, eventuell sogar nur Links k√∂nnten teure juristische Abmahnungen zur Folge haben. Gesch√§ftsleute k√∂nnten nicht ohne Risiko beispielsweise bei Facebook einen Link zu einem Presseartikel posten.

Google w√ľrde vermutlich die Indexierung von Zeitungen und presse√§hnlichen Erzeugnissen (wie dieses Blog) abschalten – die Folge: Viele Informationen k√∂nnten nicht mehr gefunden werden.

Zum Hintergrund: Die Digitalisierung der Medien setzt den Zeitungsh√§usern extrem zu. Mit Entstehung des Internets wurden hier durchg√§ngig massive Fehler gemacht. Die Zeitungen haben die „Kostenlos-Kultur“ erst mit geschaffen, in dem sie Informationen kostenfrei ins Netz gestellt haben. Sp√§ter lamentierte man, dass jedermann kostenlos zugreift. Die L√∂sung ist ganz einfach: Per einfachem Code k√∂nnen Verlagsh√§user ihre Angebote gegen√ľber Suchmaschinen unsichtbar machen¬† – doch kein Verlag nutzt das. Die Angebote k√∂nnen hinter so genannten „Pay-Walls“ verschwinden. Man m√ľsste dann erst zahlen, bevor man die Inhalte nutzen kann. Kaum ein Verlag tut das, weil man massive Einbr√ľcke bei den Zugriffszahlen f√ľrchtet.

Die Verlage wollen also, dass man die Angebote nutzt und nun gesetzlich eine Art „Zwangslizenz“ erwirken – der Einfluss des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger auf die Bundesregierung ist gro√ü. Stehen doch immerhin sehr viele m√§chtige Zeitungen dahinter, die gut oder schlecht √ľber die Bundesregierung und einzelne Abgeordnete berichten k√∂nnen.

Zahlreiche Experten warnen dringend vor diesem angestrebten Gesetz – nun ist dieses einen offiziellen Schritt weiter.

Einen ausf√ľhrlicheren Artikel lesen Sie dazu beim lokaljournalistischen Netzwerk-Portal istlokal.de.

In eigener Sache: Gro√üe Aufmerksamkeit f√ľr "kleine" Angebote

„Der Klassiker Heddesheimblog…“

Hervorragende intellektuelle Debatten und Diskurse gibt es beim Deutschlandfunk und Deutschlandradio. Quelle: Dradio

 

Rhein-Neckar, 13. Mai 2012. (red) Aktuell hat Professor Martin Welker beim Deutschlandfunk einen kritischen Beitrag zum Journalismus ver√∂ffentlicht. Welker ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft f√ľr Online-Forschung und Vertretungsprofessor f√ľr Journalistik an der Universit√§t Leipzig. Der Experte bezeichnet das erst drei Jahre alte Heddesheimblog als „Klassiker“ des internetbasierten Graswurzeljournalismus. Das Heddesheimblog ist die Keimzelle unseres Netzwerkes.

Von Hardy Prothmann

Ich kenne Herrn Professor Welker nicht pers√∂nlich, wei√ü aber, wer er ist: „Von 2000 bis 2004 arbeitete Welker als Projektleiter beim Think Tank MFG Medienentwicklung Baden-W√ľrttemberg. Von 2008 bis 2010 hatte er die Professur f√ľr Journalistik an der Macromedia Hochschule f√ľr Medien und Kommunikation in M√ľnchen inne. Er forscht zu den Themen Journalismus, Rechercheprozesse, Partizipation, Strukturwandel der √Ėffentlichkeit, Berufsfeldforschung und Online-Forschung.“ So steht es in seiner Biographie.

In seinem lesenswerten Beitrag „Ein verl√§ssliches Gegengift gegen die Gro√üpublizistik“ f√ľr den renommierten Deutschlandfunk/Deutschlandradio (√ľbrigens zwei der besten und letzten hochprofessionellen journalistischen H√∂rfunk-Angebote in Deutschland, f√ľr die ich selbst gearbeitet habe, die ich unabh√§ngig davon pers√∂nlich als H√∂rer sehr sch√§tze und gerne empfehle) nennt er das Heddesheimblog einen „Klassiker“.

Heddesheimblog – ein Klassiker?

Da musste ich spontan laut lachen. Ein „Klassiker“? Mit dem Heddesheimblog haben wir unser Netzwerk begonnen. Vor drei Jahren! K√∂nnen wir da schon Klassiker sein? Wohl kaum und irgendwie doch, weil „im Internet doch alles sehr schnell geht“. Ist das so? Ja und Nein.

Ich habe mich sehr dar√ľber gefreut, dass neben dem Heddesheimblog auch die Tegernseer Stimme genannt wird, sowie Regensburg-Digital, die Prenzlauer Berg Nachrichten sowie altona.info. Auch das sind Redaktionen, deren Arbeit ich sehr sch√§tze. Und die genannten sind alle bis auf altona.info Mitglied im Netzwerk istlokal.de, das ich zusammen mit Kollegen Anfang 2011 gegr√ľndet habe.

"Verlässliche Gegengifte gegen die Großpublizistik" - hyperlokale Blogs. Quelle: Dradio

 

Alle Angebote machen Lokaljournalismus. Alle diese neuen Angebote basieren nicht auf 60 Jahre alten Linzenzmodellen wie das bei Tageszeitungen der Fall ist. Alle sind neu und das „Heddesheimblog“ ist allein deswegen ein „Klassiker“, weil es vor drei Jahren eines der ersten professionell-journalistischen Angebote war und durch eine konsequent kritische Berichterstattung schnell bekannt und schnell zum „Vorbild“ empor gehoben wurde. Nat√ľrlich wurde auch viel kritisiert. Beides ist gut – denn es belebt die Debatte um Qualit√§tstandards im Journalismus.

Vorbildstatus

Mit dem „Vorbild-Status“ kamen also auch viele Fragen und Kritiken. Ganz klar machen wir auch Fehler. Und die machen wir transparent. Als eines von ganz wenigen Medienangeboten haben wir daf√ľr eine „Korrekturspalte“ – bis heute haben wir insgesamt acht Artikel von 2.500 „korrigiert“.

Eine der h√§ufigsten Fragen ist, wie man diese Arbeit, in der viel Herzblut steckt, eine demokratische √úberzeugung und noch mehr Arbeit, finanziert. Alle genannten Angebote sind f√ľr die Nutzer kostenlos und alle streben eine Finanzierung √ľber Werbung an. Dieses Gesch√§ftsmodell entwickelt sich zunehmend, weil Unternehmen erkennen, dass Online-Werbung wirkungsvoll ist, g√ľnstiger und effektiver als die klassische Print-Werbung.

Die W√§hrung, die die Macher der „hyperlokalen Angebote“ verkaufen, ist Aufmerksamkeit. Sozusagen ein „Klassiker“. Und vor allem Glaubw√ľrdigkeit. Und das mit zunehmendem Erfolg.

Tageszeitungen verlieren dramatisch an Auflage und Werbeumsätzen, weil sie jahrzehntelang ihr Monopol gemolken haben und ihren Kunden, den Lesern und Werbepartnern kaum entgegen gekommen sind. Die Innovationsbereitschaft deutscher Tageszeitungen geht gegen Null.

Vor rund zehn Jahren setzte eine Erosion ein, die in einer „Medienkrise“ gipfelte. Die so geannnten „Rubrikenm√§rkte“, Auto, Immobilien, Stellenanzeigen, wanderten ins Internet ab. Herbe Verluste f√ľr die Zeitungen waren die Folge.

Statt sich zu √∂ffnen, mauerte man. Es galt das gewohnte Ziel von 20-30 Prozent Umsatzrendite zu halten. Gewinne, die f√ľr den Gro√üteil der Wirtschaft „phantastisch“ anmuten.

Das Internet hat diese „Blase“ zerst√∂rt. Vor allem den Zeitungen, die mit ihren Nachkriegslizenzen solche zum „Geld drucken“ hatten, straucheln. In den kommenden Jahren wird es dramatische Ver√§nderungen im Zeitungsmarkt geben.

Klassisch-modern oder modern-klassisch?

Neue Angebote wie unsere Ortsblogs glauben ganz „klassisch“ an guten Journalismus und den Werbemarkt. Wie die Tegernseer Stimme oder die Prenzlauer Berg Nachrichten bedienen wir eine lokale interessierte √Ėffentlichkeit. Mit kritischem Journalismus. Auch in Altona oder Regensburg. Die Menschen interessieren sich und sch√§tzen unabh√§ngigen, kritischen Journalismus – insofern sind wir alle „Klassiker“. Wir bedienen klassische Interessen. Aber unabh√§ngig, neugierig, unbequem.

Ganz klar wollen wir ein „Gesch√§ft“ machen. Unsere Arbeit und die der Mitarbeiter muss bezahlt werden. Wir bieten aber im Gegensatz zu den Monopolmedien faire Preise und moderne Anzeigenformen an.

Und wer wei√ü? Professor Martin Welker blickt in seinem Beitrag zur√ľck – verweist vollkommen zu Recht auf die fr√ľhen Anf√§nge des alten Systems. Auch Zeitungen haben „klein“ angefangen, sich entwickelt und wurden irgendwann fett.

F√ľr die √ľberschaubaren kommenden Jahre kann man das f√ľr die neuen hyperlokalen Angebote vermutlich nicht annehmen. Wir werden uns unsere Stellung im Markt weiter erobern m√ľssen, k√§mpfen dabei vermutlich oft ums √úberleben. So wie andere Branchen auch.

Unabhängige Berichterstattung

Wir stellen uns dabei markwirtschaftlich einem Wettbewerb und nehmen die Herausforderungen an. Im Gegensatz zu „Katzenfutter“-Herstellern wirken wir aber unmittelbar am Herz-Kreislauf-System der Demokratie mit.

Wir setzen Artikel 5 des Grundgesetzes um und erm√∂glichen B√ľrgerinnen und B√ľrgern, sich ungehindert aus √∂ffentlichen Quellen zu informieren und sich eine Meinung zu bilden.

Beitr√§ge wie von Herrn Professor Welker zeigen, dass diese an der √Ėffentlichkeit, dem Gemeinwesen und Gemeinwohl interessierte Arbeit (trotz oder gerade wegen der daf√ľr notwendigen Kritik) wichtig, irgendwie klassisch und doch innovativ ist. Und sie ist vor allem wertvoll – weil der kritische Blick auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft immer geeigneter ist, Werte zu erhalten und zu entwickeln, als eine unkritische Hofberichterstattung.

Das moderne Internetzeitalter hat journalistisch eine „klassische“ Reanimation ausgel√∂st: Back to the roots, zur√ľck zu den Anf√§ngen, Graswurzel-Journalismus w√§chst wieder neu.

Und ganz ehrlich? Das wurde auch Zeit!

Rhein-Neckar-Kreis: Umweltverbände fordern die Bevölkerung zum mitmachen auf

Offenlage des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar 2020

Einheitlicher Regionalplan Rhein-Neckar 2020

 

Rhein-Neckar-Kreis, 13. Juni 2012. (red/cr) Seit dem 11. Juni liegt der Regionalplan Rhein-Neckar 2020 √∂ffentlich aus. Nun rufen die Umweltverb√§nde BUND, NABU und das Umweltforum Mannheim die Bev√∂lkerung auf, sich mit Anregungen und Kommentaren zu beteiligen. Die Verb√§nde k√§mpfen f√ľr ein nachhaltiges Planungskonzept in der Region.

Vom 11. Juni bis zum 20. August wird der einheitliche Regionalplan Rhein-Neckar 2020 offengelegt. Der Regionalplan bildet die rechtliche Grundlage f√ľr die r√§umliche Entwicklung der Region. Das schlie√üt vor allem Wohn- und Gewerbegebiete ein, umfasst aber auch das Stra√üen- und Schienennetz.

Abkehr vom motorisierten Individualverkehr

Da Nutzungsm√∂glichkeiten bereits im Regionalplan festgeschrieben werden, sehen die Umweltverb√§nde BUND, NABU und das Umweltforum Mannheim schon dort die Gelegenheit fr√ľhzeitig Impulse f√ľr k√ľnftige Projekte zu geben oder dagegen zu intervenieren. Gemeinsam haben sie ein f√ľnf Punkte umfassendes Positionspapier vorgelegt.

Darin fordern sie eine nachhaltige und zukunftsf√§hige Regionalentwicklung. Unter anderem m√∂chten die Verb√§nde Vorrangsfl√§chen f√ľr den Natur- und Umweltschutz. F√ľr eine klimafreundliche Mobilit√§t verlangen sie eine gute Vernetzung des √∂ffentlichen Personennahverkehrs, sowie gut ausgebaute Rad- und Fu√üwege. Im Strombereich wird f√ľr die Metropolregion eine Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis zum Jahr 2030 gefordert.

Beteiligung der √Ėffentlichkeit

Deshalb fordern sie die Bev√∂lkerung auf, sich mit Anregungen und Kommentaren einzubringen. Diese k√∂nnen bis zum 03. September schriftlich,¬†elektronisch oder per email (einheitlicher.regionalplan@vrrn.de ) an den Verband Region Rhein-Neckar gerichtet werden. Dar√ľber hinaus ist eine Einsichtnahme an folgenden Stellen zu den jeweils orts√ľblichen Dienstzeiten m√∂glich:

  • in der Gesch√§ftsstelle des Verbandes Region Rhein-Neckar, P7 20-21, 4. OG,¬†68161 Mannheim
  • in den Dienstr√§umen der Kreisverwaltungen und Landrats√§mter
  • Bad D√ľrkheim, Informations-Counter im Foyer, Philipp-Fauth-Stra√üe 11,67098 Bad D√ľrkheim
  • Bergstra√üe, B√ľrgerb√ľro, Graben 15, 64646 Heppenheim
  • Germersheim, Hauptgeb√§ude ‚Äď Information, Luitpoldplatz 1, 76726 Germersheim
  • Neckar-Odenwald-Kreis, Raum Nr. 2.110, Renzstra√üe 7, 74821 Mosbach
  • Rhein-Neckar-Kreis, Baurechtsamt, Zimmer 419, Kurpfalzring 106, 69123 Heidelberg-Pfaffengrund
  • Rhein-Pfalz-Kreis, Kreishaus, Raum C 419¬†(im¬†4. OG),¬†Europaplatz 5, 67063 Ludwigshafen
  • S√ľdliche Weinstra√üe, Untere Landesplanungsbeh√∂rde, Zimmer 311, An der Kreuzm√ľhle 2, 76829 Landau

sowie bei den Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte bzw. Stadtkreise

  • Frankenthal (Pfalz), Verwaltungsgeb√§ude Neumayerring 72, Zimmer 321, 67227 Frankenthal (Pfalz)
  • Heidelberg, Technisches B√ľrgeramt, Prinz Carl, Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg
  • Landau in der Pfalz, Stadtbauamt Landau, B√ľrgerb√ľro, Zimmer 2, K√∂nigstra√üe 21, 76829 Landau
  • Ludwigshafen am Rhein, Rathaus, Rathausplatz 20, 67059 Ludwigshafen
  • Mannheim, Beratungszentrum Bauen und Umwelt, Collinistra√üe 1, 68161 Mannheim
  • Neustadt an der Weinstra√üe, Stadthaus I, Foyer vor Zimmer 104, Marktplatz 1, 67433 Neustadt a.d.W.
  • Speyer, Abt. Stadtplanung, 3. OG, Zimmer 301, Maximilianstr. 100, 67346 Speyer
  • Worms, Rathaus am Marktplatz, Abt. 6.1 Stadtplanung und Bauaufsicht, 1. OG, Raum 133, 67547 Worms
Dossenheim beauftragt EnBW mit Betriebsf√ľhrung der Stra√üenbeleuchtung

Auf weitere vier Jahre gute Zusammenarbeit

B√ľrgermeister Lorenz, Bauamtsleiter Ullrich und EnBW-Kommunalberater Parstorfer (v.l.) bei der Unterzeichnung des Betriebsf√ľhrungsvertrags.

Dossenheim, 29. Mai 2012. (red/cr) Am 31. Mai 2012 geht das Leitungsnetz der Stra√üenbeleuchtung in den Besitz der Gemeinde Dossenheim √ľber. F√ľr die Wartung hat B√ľrgermeister Lorenz mit der EnBW einen Betriebsf√ľhrungsvertrag √ľber vier Jahre abgeschlossen.

Von Christian Ruser

B√ľrgermeister Lorenz m√∂chte auch die n√§chsten vier Jahre mit der EnBW zusammenarbeiten. Zu dieser √úberzeugung waren er und der Gemeinderat gekommen. In der Vergangenheit hatte die EnBW das Leitungsnetz betrieben und die Wartung √ľbernommen. Mit dem √úbergang des Beleuchtungsnetzes in den Besitz der Gemeinde ist diese daf√ľr verantwortlich.

Wie in vielen Nachbargemeinde wurde √ľberlegt, ob der Netzbetrieb durch den Bauhof √ľbernommen werden solle, da defekte Birnen durch diesen bereits ausgetauscht werden. In den Leistungen der EnBW wird eine¬†24-st√ľndige St√∂rungsannahme sowie die Plandokumentation und -auskunft gew√§hrleistet.

Defekte Straßenlaternen lassen sich schneller lokalisieren durch individuelle Nummern.

F√ľr B√ľrgermeister Lorenz ist die Entscheidung f√ľr die EnBW ganz einfach zu erkl√§ren. Die EnBW hat kompetentes und geschultes Personal, die Karten des Leitungsnetzes und das technische Wartungsger√§t. die j√§hrlichen Kosten von etwa 13.000 Euro sind im Vergleich zum Aufwand, den die Gemeinde im Eigenbetrieb leisten m√ľsste, gering.

F√ľr die B√ľrger √§ndert sich somit nichts. Im Falle eines Ausfalls der Stra√üenbeleuchtung kann dies weiterhin bei der St√∂rungshotline der EnBW unter der Nummer 0800 3629-477 gemeldet werden.

B√ľrgern, die eine defekte Stra√üenlaterne melden wollen, r√§t EnBW-Mitarbeiter Parstorfer die Laternennummer bei der St√∂rungsstelle mit durchzugeben. Die Nummer ist auf jeder Laterne auf etwa zwei Metern H√∂he angebracht. So kann die EnBW die Fehlerquelle schnell eingrenzen und sie beheben.

 

 

 

39 Prozent Wahlbeteiligung bei Jugendgemeinderatswahl

Losen um Platz 22

Dossenheim, 29. Mai 2012. (red/cr) In der vergangenen Woche durften sich die Dossenheimer Jugendlichen zwischen zw√∂lf und neunzehn Jahren einen neuen Jugendgemeinderat w√§hlen. Wahllokale¬† wurden von der Jugendsozialarbeit in der Kurpfalzschule, dem Bauwagen am OEG-Bahnhof und im Jugendb√ľro eingerichtet.

Aus 51 Kandidaten konnten die 22 Jugendgemeinder√§te gew√§hlt werden. Mit der Wahlbeteiligung sind die beiden Jugendsozialarbeiter, Jo Bader und Silvia Kohler, sehr zufrieden. Mit 39 Prozent Wahlbeteiligung ist dies das gr√∂√üte Interesse seit Bestehen der Wahlen √ľberhaupt.

Die Zusammensetzung ist gut ausgewogen. Sowohl M√§dchen und Jungen,¬† als auch j√ľngere und √§ltere Jugendliche sind gleichm√§√üig vertreten.

Die neuen Jugendgemeinderäte:

      1. Ahrens, Mario  (137 Stimmen)
      2. Mieger, Hannah (118 Stimmen)
      3. Pfisterer, Jan  (97 Stimmen)
      4. Pahl, Vanessa (97 Stimmen)
      5. Mieger, Eva (95 Stimmen)
      6. Habenicht, Ines (94 Stimmen)
      7. Heinicke, Simon (93 Stimmen)
      8. Groß, Vera (90 Stimmen)
      9. Weickart, Svenja (88 Stimmen)
      10. Domingos da Silva, Kete-Kete (87 Stimmen)
      11. Koch, Lilli (87 Stimmen)
      12. Arndt, Maren (78 Stimmen)
      13. Weickart, Simon (76 Stimmen)
      14. Stammler, Melanie (70 Stimmen)
      15. Fischer, Christoph (69 Stimmen)
      16. Sommer, Jose (68 Stimmen)
      17. Harder, Gregor (67 Stimmen)
      18. Ducati, Sören (63 Stimmen)
      19. Bader, Katharina (62 Stimmen)
      20. Goldner, Simon (61 Stimmen)
      21. Ruland, Nicole (61 Stimmen)

Drei Kandidaten hoffen auf den letzten freien Platz

Die drei Kandidaten Maximilian Brill, Lukas Gnilka und Florian Werle kämpfen um Platz 22, da auf sie jeweils 60 Stimmen abgegeben wurden. Wer von ihnen in den Rat einziehen wird, entscheidet das Los. Mit einem Ergebnis ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

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Kommunale Vertretung will Transparenz verhindern

St√§dtetag Baden-W√ľrttemberg zeigt abgeordnetenwatch.de an

Was bitte soll hier gesch√ľtzt werden? F√ľr Bruchsal gibt es bereits eine Seite bei abgeordnetenwatch.de und anscheinend sind die "Freizeitpolitiker" bereit, mitzumachen. Der St√§dtetag sieht das anders und hat die NGO angezeigt.

 

Rhein-Neckar/Stuttgart/Hamburg, 25. Mai 2012. (red) Der St√§dtetag Baden-W√ľrttemberg hat in Vertretung seiner Mitglieder, 180 St√§dte und Gemeinden des Landes, das unabh√§ngige NGO-Portal abgeordnetenwatch.de beim Hamburger Datenschutzbeauftragten angezeigt. Nach Angaben von abgeordnetenwatch erfolgte die Anzeige kurz nach dem Start von Seiten f√ľr Baden-W√ľrttemberg. Aus anderen Bundesl√§ndern gab es keinen Widerstand. Der St√§dtetag will verhindern, dass Daten kommunaler Politiker ver√∂ffentlicht werden. Tats√§chlich darf man vermuten, dass Transparenz verhindert werden soll.

Von Hardy Prothmann

Es ist ein Skandal erster G√ľte und macht einfach nur fassungslos, wie sich der kommunale Spitzenverband „St√§dtetag“ auff√ľhrt. Besonders interessant ist die Herabstufung der ehrenamtlich t√§tigen Gemeinder√§te zu „Freizeitpolitikern“.

Dokumentation der Anzeige:

Der St√§dtetag Baden-W√ľrttemberg macht im Wesentlichen geltend, dass die Ver√∂ffentlichung personenbezogener Informationen auf der von Ihrem Verein betriebene Internetplattform http://www.abgeordnetenwatch.de datenschutzrechtlich unzul√§ssig sei bzw. die schutzw√ľrdigen Interessen der Mitglieder der kommunalen Volksvertretungen h√∂her zu gewichten sind, als die durch die Plattform erzeugte Transparenz die T√§tigkeit der kommunalen Einrichtungen. Nach Auffassung des St√§dtetages sei eine Nennung der Mitglieder nur zul√§ssig, wenn dies nicht gegen den Willen der Betroffen erfolgt. Es handele sich bei diesen Mitgliedern, anders als bei Mitgliedern der Landesparlamente oder des Bundestages, um Freizeitpolitiker. Sie seien daher schutzw√ľrdiger als Berufspolitiker und unterl√§gen nicht denselben Transparenzanforderungen, wie dies bei den Volksvertretungen auf Landes- bzw. Bundesebene der Fall sei.

Sicher erhalten die Gemeinde- und Stadtr√§te nur eine Aufwandsentsch√§digung und gehen sonst anderen Berufen nach – oder sind oft auch schon Rentner. Tats√§chlich werben sie im Vorfeld von Kommunalwahlen mit ihrem Namen und Fotos f√ľr sich, treten bei √∂ffentlichen Veranstaltungen h√§ufig als Vertreter von Parteien vor Ort auf, Medien zitieren die Gemeinder√§te regelm√§√üig und auf den Homepages vieler Gemeinden sind Fotos und Kontaktdaten der Gemeindratsmitglieder ver√∂ffentlicht.

Der St√§dtetag, der mehr oder weniger ein B√ľrgermeisterverein ist und deren Interessen vertritt, hat vielleicht noch nicht bemerkt, dass Gemeinder√§te Jahr f√ľr Jahr √ľber Millionensummen entscheiden, alle Haushalte zusammengenommen √ľber mehrere Milliarden Euro √∂ffentlicher Steuergelder. Die Hauptaufgabe der Gemeinder√§te ist die Entscheidung √ľber die Mittelverwendung des Haushalts.

Schutzw√ľrdige Daten?

Die Daten, die abgeordnetenwatch.de erfasst und ver√∂ffentlicht unterscheiden sich nicht wesentlich von den Daten, die man selbst recherchieren kann und die in den meisten F√§llen von den Gemeinder√§ten freiwillig ver√∂ffentlicht werden. Es gibt allerdings einen Unterschied zu Gemeindeseiten: Man kann den Politikern Fragen stellen und dann schauen, ob und wie diese beantwortet werden. Dadurch wird Transparenz erzeugt und die √Ėffentlichkeit erh√§lt wesentliche Informationen zur freien Meinungsbildung.

Wer im Jahre 2012 nicht bereit ist, sich den Fragen der Bev√∂lkerung zu stellen, der sollte auch nicht bereit sein, sich als Kommunalpolitiker w√§hlen zu lassen. Denn als Gemeinderat trifft man keine „Privatentscheidungen“, sondern wirkt an der Gestaltung des √∂ffentlichen Lebens und der Infrastruktur einer Kommune aktiv mit. Man wird als Person und nicht als „Neutrum“ gew√§hlt.

Dialog vs. Politikverdruss

Der Politikverdruss ist h√§ufig schon so gro√ü, dass viele B√ľrger die Gemeinderatssitzungen nicht mehr besuchen. Allzu h√§ufig handelt es sich um „Closed-Shops“ – wichtige Entscheidungen sind schon vorher ausgekl√ľngelt worden. Echte Debatten finden kaum statt. Und statt sich Fragen der √Ėffentlichkeit zu stellen, will der St√§dtetag nun erreichen, dass dieses b√ľrgerferne System so gut es geht gesch√ľtzt bleibt.

Ein Beispiel: In Heddesheim hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Joseph Doll unsere Redaktion √ľber einen Heidelberger Anwalt, der h√§ufig f√ľr Gemeinden t√§tig ist, abmahnen lassen. Der Grund: Wir sollten Aussagen unterlassen. Das haben wir nicht gemacht, sondern reihenweise Aussagen erneut ver√∂ffentlicht, weil sie wesentlich f√ľr die Meinungsbildung sind.

Wir haben geantwortet, dass wir das gerne gerichtlich feststellen lassen, ob ein CDU-Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender ein Foto von sich auf einer √∂ffentlichen Veranstaltung per Abmahnung verhindern kann. Wir haben dann nichts mehr vom Anwaltsb√ľro geh√∂rt.

Es ist absolut unverst√§ndlich, wenn Gemeinder√§te einerseits voller Stolz √ľber ihr Amt gerne bei Festen oder anderen Anl√§ssen auftreten und sicher auch die ein oder andere Verg√ľnstigung in Anspruch nehmen und andererseits verlangen, dass sie ansonsten Privatpersonen mit hohen schutzw√ľrdigen Interessen sind und sie sich einem Dialog verweigern.

Der Gemeinderat ist das Hauptorgan der Gemeinde. Hier wird √ľber Wohl und Wehe der Kommunen entschieden. Und gew√§hlte Vertreter dieser Gremien t√§ten gut daran, endlich zu verstehen, dass sie auch w√§hrend der Amtszeit der √Ėffentlichkeit gegen√ľber verpflichtet sind und sich mit den B√ľrgern austauschen und nicht nur, wenn Kommunalwahl ist.

Wir werden abgeordnetenwatch.de dabei unterst√ľtzen, schnellstm√∂glich auf f√ľr die Gemeinden in Nordbaden diesen Service anbieten zu k√∂nnen. Wer uns dabei unterst√ľtzen m√∂chte, kann uns schreiben: redaktion(at)rheinneckarblog.de

Hintergrund:

abgeordnetenwatch.de

abgeordnetenwatch.de ist der direkte Draht von B√ľrgerinnen und B√ľrgern zu den Abgeordneten und Kandidierenden. „B√ľrger fragen – Politiker antworten“ ist der Kern des Portals. Der √∂ffentliche Dialog schafft Transparenz und sorgt f√ľr eine Verbindlichkeit in den Aussagen der Politiker. Denn alles ist auch Jahre sp√§ter noch nachlesbar. Daneben werden auf abgeordnetenwatch.de das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten und ihre Nebent√§tigkeiten √∂ffentlich. Mit monatlich fast 400.000 Besucherinnen und Besuchern sowie gut 4 Mio. Seitenabrufen ist abgeordnetenwatch.de das gr√∂√üte politische Dialogportal Deutschlands. (Quelle: abgeordnetenwatch.de)

Städtetag

Der St√§dtetag Baden-W√ľrttemberg ist ein kommunaler Spitzenverband, dem 180 St√§dte des Landes Baden-W√ľrttemberg mit insgesamt rund 6,3 Millionen Einwohnern angeh√∂ren. Mitglieder sind au√üerdem der Kommunalverband f√ľr Jugend und Soziales Baden-W√ľrttemberg, die badenova AG & Co. KG., der badische Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV), die W√ľrttembergische Gemeinde-Versicherung a.G. (WGV) und der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU). Der St√§dtetag ist privatrechtlich als eingetragener Verein organisiert. Er ist unabh√§ngig von staatlicher Aufsicht und staatlichen Einfl√ľssen, Zusch√ľsse werden nicht gew√§hrt. Der St√§dtetag ist Mitglied und Landesverband des Deutschen St√§dtetages. Der St√§dtetag Baden-W√ľrttemberg hat eine Gesch√§ftsstelle mit Sitz in Stuttgart. (Quelle: Wikipedia)

Streife im Quadrat

Mannheim, 25. Mai 2012 (red/pol) Die Polizei Mannheim sucht Nachwuchskr√§fte. Einen besonderen Schwerpunkt m√∂chte man auf Bewerber mit Migrationshintergrund legen. Besonders f√ľr die Quadratestatt mit ihrer multikulturellen Bev√∂lkerung, k√∂nnen diese Bewerber von Vorteil sein.

Information der Polizei Mannheim:

„Mit einem eigenen Internetauftritt und weiteren technischen Neuheiten ist das Polizeipr√§sidium Mannheim auf Nachwuchssuche.
Unter www.streife-im-quadrat.de wurde ein attraktives Informationsangebot erstellt, das direkt auf den Kreis der Berufsinteressenten zugeschnitten ist.
Ein besonderes Augenmerk legt die Internetseite auf die Suche nach Bewerbern mit ausl√§ndischen Wurzeln. „Wir sind eine offene Polizei und wollen den Vorteil einer kulturellen Vielfalt f√ľr die Arbeit der Polizei nutzen. Durch den hohen Anteil von Einwohnern mit Migrationshintergrund in Mannheim haben wir gute Chancen, geeignete Bewerberinnen und Bewerber f√ľr uns zu gewinnen‚Äú, antwortet Projektleiter Joachim Scholl, Leiter des Polizeireviers Mannheim-Innenstadt.
Damit die Web-Site gut frequentiert wird, wurde auf allen Streifenwagen des Polizeipräsidiums ein QR-Code angebracht. Am Polizeiberuf interessierte Jugendliche können so mit ihrem Smartphone den Wegweiser zur neu gestalteten Internetseite einlesen.
‚ÄěWir haben sehr viele Kolleginnen und Kollegen gewinnen k√∂nnen, die sich bereit erkl√§rt haben, bei dieser Nachwuchskampagne aktiv mitzuwirken.
Wichtig ist uns der Bezug zu Mannheim, was durch die Wahl des Logos und die Motive der erstellten Fotos und Videos deutlich zum Ausdruck gebracht wird“, betont Polizeipräsidentin Caren Denner.
Das Internetangebot unter www.streife-im-quadrat.de beinhaltet neben einem Einstellungscheck auch aktuelle Termine zu Informationsveranstaltungen und Bewerbertrainings. „Zu fast allen Fragen rund um das Thema Ausbildung bei der Polizei k√∂nnen wir auf unserer Seite eine Antwort pr√§sentieren“, so Projektmitglied Michael Schwenk.
Zur Steigerung der Chancen bei der Einstellungspr√ľfung wurden eigens f√ľr die Berufsinteressenten Videos zum sportlichen Auswahltest der Polizei produziert und online gestellt. ‚ÄěWir wollen unseren potentiellen Nachwuchs optimal auf die Tests vorbereiten und haben hierf√ľr spezielle Trainings in unserem Beratungsangebot.
So lernen wir unsere zuk√ľnftigen Auszubildenden bereits fr√ľhzeitig kennen und k√∂nnen uns ein Bild √ľber ihren Fitnesszustand machen.‚Äú erl√§utert Einstellungsberaterin Bianca Erbs.
In dem noch bis Ende 2012 laufenden Projekt sollen in Kooperation mit Institutionen und Vereinen sowie dem Migrationsbeirat der Stadt Mannheim au√üerdem Aktionsveranstaltungen durchgef√ľhrt werden, mit dem Ziel, qualifizierten Nachwuchs zu finden.
Interessierte sind herzlich eingeladen, die Internetseite unter www.streife-im-quadrat.de zu besuchen.“
Gemeinderat beauftragt KliBa

Dossenheim will Klimaschutzkonzept

Dossenheim, 24. Mai 2012. (red/cr) Um in Zukunft gezielter Klimaschutzma√ünahmen ergreifen zu k√∂nnen, beauftragt der Gemeinderat die Klimaschutz- und Energieberatungsagentur (KliBA) ein Konzept zu erstellen. Dort sollen auch konkrete Energiesparm√∂glichkeit f√ľr kommunale Liegenschaften ber√ľcksichtigt werden. [Weiterlesen…]

Gemeinde unterst√ľtzt neue Kindertagesst√§tte

Dreikäsehoch in der Anne-Frank-Straße

Dossenheim, 24. Mai 2012. (red/cr) Gemeinderat genehmigt Bauvorhaben in der  Anne-Frank-Straße. Bald entsteht dort eine Einrichtung zur Kleinkindbetreuung mit mindestens 30 Plätzen.

Eigentlich waren alle mit dem Verkauf des Grundst√ľcks in der Anne-Frank-Stra√üe 36 an die Dreik√§sehoch GmbH einverstanden. Der GmbH m√∂chte dort eine Einrichtung zur Kleinkinderbetreuung bauen. Trotz allgemeinem Einverst√§ndnis, dass dieses Projekt notwendig ist, um dem Betreuungsbedarf gerecht zu werden, gab es von einigen Fraktionen Kritik. Besonders B√ľndnis90 / Die Gr√ľnen und die Freien W√§hler f√ľhlten sich im Vorfeld zu wenig informiert.

Da es der Gemeinde sehr wichtig ist, die Kleinkinderbetreuung auf 80 Prozent auszuweiten, stimmte der Gemeinderat der Zusammenarbeit mit der Dreik√§sehoch GmbH zu. Die Gemeinde ist bereit eine B√ľrgschaft zu √ľbernehmen.

Au√üerdem stimmt der Gemeinderat dem Verkauf des Grundst√ľcks an die Dreik√§sehoch GmbH zu. Im Kaufvertrag wird festgelegt, dass auf dem Grundst√ľck f√ľr die n√§chsten 25 Jahre mindestens 30 Pl√§tze f√ľr Kleinkindbetreuung vorgehalten werden m√ľssen.

Katholikentag: Bringt Mannheim die Reformer voran?

Geprothmannt: Der Aufbruch der ängstlich Selbstbewussten

Mannheim/Rhein-Neckar, 21. Mai 2012. (red) Das Alternativprogramm zum Katholikentag in Mannheim war ein voller Erfolg. Die Kritik der Reformer wurde von den Medien transportiert und die gro√üe Zahl der Besucher zeigt, wie gro√ü das Bed√ľrfnis nach √Ąnderungen innerhalb der katholischen Glaubensgemeinde ist. Doch darf man sich nicht allzu viele Hoffnungen machen – die streng-konservativen Haltungen versteifen sich gerade durch die Reformrufe noch mehr.¬†

Von Hardy Prothmann

Wer von au√üen auf die katholische Kirche schaut, kann nur mit dem Kopf sch√ľtteln: Der Umgang mit den Skandalen um sexuellen Missbrauch ist erb√§rmlich. Der Z√∂libat ein Anachronismus ohne jeden Sinn – und in der Praxis h√§ufig gebrochen. Die Missachtung der Frauen in der Kirche unglaublich. Die Arroganz der „Fachleute“ gegen√ľber den „Laien“ l√§cherlich. Und die √ľberall schwelende Drohkulisse einfach nur widerw√§rtig.

Damit sind nur einige, wenn auch wesentliche Punkte deutlich kritisiert, die in der katholische Kirche schon lange nicht mehr und vermutlich noch nie gestimmt haben. Andererseits ist die römisch-katholische Kirche eine Gemeinschaft von religiös Gläubigen, deren Glauben an sich selbstverständlich zu achten ist, sofern es sich dabei um eine freie Willensentscheidung handelt und andere nicht zu schaden kommen.

Katholisch vs. modern

Klare Worte - klare Forderungen. Der √∂sterreichische Pfarrer Helmut Sch√ľller ist Kopf einer Reformbewegung.

Und die vielen ehrbaren Menschen, die sich im weitverzweigten System der Kirche f√ľr andere engagieren, machen sich um das Gemeinwohl verdient, sind eine wichtige St√ľtze einer funktionierenden Gemeinschaft. Aber die Herausfordungen, an einem modernen Leben teilzunehmen und gleichzeitig „sehr katholisch“ im Sinne von konservativ zu sein, sind manchmal fast un√ľberwindbar. Deswegen verlieren die Kirchen und insbesondere die katholische immer mehr Mitglieder.

Die Strategie der Konservativen, sich noch mehr auf die Traditionen zu berufen, das Netz immer enger und hierarischer zu ziehen, sich keinen Schritt zu einer √Ėffnung hin zu bewegen, geht nicht auf, obwohl es zun√§chst so scheint. Die Hardliner scharen andere Hardliner um sich, im „Glauben fest verbunden“. Gleichzeitig schotten sie sich von anderen ab. Zun√§chst wirkt die „Geschlossenheit“ sehr stark, denn es gibt immer noch gut 27.000 Millionen Menschen in Deutschland, die als Religion „katholisch“ im Pass stehen haben.

Aufbruch vs. Stillstand

Tats√§chlich gehen aber nur noch 12 Prozent davon, also rund drei Millionen regelm√§√üig in die Kirche. Tendenz weiter stark fallend. Es gibt immer mehr alte Menschen, die sich weniger in die Kirche einbringen k√∂nnen, als nunmehr Leistungen von der Kirche erwarten. Wer sich heute als junger Mensch f√ľr ein Engagement in der katholischen Kirche entschlie√üt, ist eher ein wertkonservativer Typ, statt ein weltoffener. Auf der Suche nach Orientierung gibt es da einige junge Menschen – aber lange nicht genug, um die zu ersetzen, die der Kirche den R√ľcken kehren. Der beim Kirchentag propagierte Aufbruch hat den Stillstand als Ziel, nicht die Entdeckung einer neuen Zeit.

Fatalerweise haben sich kritische Geister, die fundamental die Kirchenstrukturen angegangen sind, irgendwann abgewandt, als sie merkten, dass die Starre nicht zu bewegen ist. Die Folge ist Stillstand, sagt der Chefredakteur von Publik-Forum, Dr. Wolfgang Kessler:

In der Vergangenheit hatten die Hardliner ein leichtes Spiel, wenn die Unbequemen selbst gegangen oder gegangen worden sind.

Die Starre ist weiter starrk√∂pfig, aber es gibt eine neue, kritische Bewegung aus der Mitte der Gl√§ubigen heraus. Mit teils √ľber 1.000 Teilnehmern bei Programmpunkten des Alternativprogramms haben die Veranstalter, Wir sind Kirche, Initiative Kirche von unten und die christliche Zeitschrift Publik-Forum ein enormes Interesse gefunden.

Allein zur Auftaktpressekonferenz erschienen 25 Medienvertreter, darunter ARD und ZDF, wie auch ORF, große Zeitungen und die Agenturen:

Das war ein Echo Рvon den Medien wie den Teilnehmern, das wir so nicht erwartet haben, was uns aber enorm freut, weil es klar macht, wie dringend die Mitte der Gläubigen endlich Reformen will.

Nach Ansicht von Wolfgang Kessler haben die Kirchenoberen seit 1997, als es ein Kirchenvolksbegehren mit 1,7 Millionen Unterschriften gegeben hat, die Forderungen nach Reformen gezielt untergraben. Bis 2010 die Missbrauchsskandale umso deutlicher machten, dass so vieles nicht mehr stimmt, in dieser „ehrenwerten“ Gemeinschaft.

Die Probleme sind öffentlich geworden und bleiben das solange, bis sie gelöst sind.

Das Kirchenvolksbegehren will die Abschaffung des Z√∂libats, Frohe Botschaften statt Drohbotschaften, Frauen als Priesterinnen, eine unverkrampfte Sexualmoral und die Beteiligung der Laien in der Kirche. Nichts davon ist seit 1997, also seit immerhin 15 Jahren Wirklichkeit geworden. Der Druck auf die Kirche w√§chst, weil selbst √§ltere Gl√§ubige nicht vom Glauben abfallen, wohl aber von den starren Strukturen. Und sei es nur durch den √ľberall bemerkbaren Priestermangel.

Sprachlosigkeit vs. Selbstbewusstsein

Chefredakteur Kessler: "Viele sind immer noch ängstlich."

Die Kirchenoberen reden von Dialog, diktieren aber die Inhalte und wer reden darf. Das steht in krassem Gegensatz zu Entwicklungen in Wirtschaft und Politik und Forschung. Die Basis rumort, wenn auch oft noch ängstlich.

Der Grund darin liegt sicherlich in einer gro√üen Sprachlosigkeit. Denn die Profis haben den Laien immer gesagt, wo es langgeht. F√ľr die blieb ein Ja und Amen.

Vorbilder wie Friedhelm Hengsbach und seit einigen Jahren der einnehmende √Ėsterreicher Helmut Sch√ľller stellen aber das alte System in Frage. Sch√ľller hat schon mehrere hundert Pfarrer in einer Initiative hinter sich, die den echten Dialog, eine echte √Ėffnung fordern. Auch in Irland haben sich rund 80 Pfarrer angeschlossen.

Und Sch√ľller ist nicht umsonst so prominent. Er redet klar und verst√§ndlich und vor allem: Verbindlich. Er ist kein linker Revoluzzer, sondern ein verdienter Theologe, seri√∂s und sprachgewandt. Er fordert Debatten und die √Ėffnung f√ľr die Medien, um √Ėffentlichkeit herzustellen.

Es fehlen die selbstbewussten Frauen

Die Initiative der Pfarrer, die Herr Sch√ľller organisiert, setzt die Kirche unter Druck. Alternativprogramme wie zum Katholikentag in Mannheim verschaffen √Ėffentlichkeit und st√§rken eine √∂ffentliche Debatte und zeigen eine noch zaghafte Rebellion an. Getragen wird sie vor allem durch eine Generation 50 plus, wie der Journalist Kessler feststellt.

Leider fehlen der Reformbewegung starke Frauen – die hatten ja bislang auch in der katholischen Kirche nichts zu sagen. Stattdessen werden sie in kirchlichen Organisationen zudem √ľber Billigl√∂hne ausgebeutet und durch das kircheneigene Arbeitsrecht immer wieder unter Druck gesetzt.

Wenn die Frauen aber beginnen, f√ľr sich Rechte zu formulieren und einzufordern, dann beginnt eine Revolution, die Bewegung in die katholische Kirche bringt.

Alle Artikel zum Katholikentag finden Sie hier.

Unsere Berichte dazu erscheinen auf dem Rheinneckarblog.de

Katholikentag in Mannheim

Auftaktveranstaltung zum 98. Katholikentag in Mannheim.

Die evangelische Mannheimer Johanniskirche ist √∂kumenisches Zentrum f√ľr das Alternativprogramm zum Katholikentag 2012.

Mannheim/Rhein-Neckar, 17. Mai 2012. Auf dem Rheinneckarblog.de, unserer Seite f√ľr die Region, finden Sie eine umfangreiche Berichterstattung zum Katholikentag 2012. Da die anderen Medien √ľberwiegend zum „offiziellen“ Programm berichten, konzentrieren wir uns auf das Alternativprogramm mehrerer Gruppen wie „Kirche von unten“, die dringend Reformen in der katholischen Kirche fordern.

Der Katholikentag wird vom Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) veranstaltet und steht unter dem Motto „Einen neuen Aufbruch wagen“. Rund 30.000 Katholiken haben sich fest f√ľr das Event bis Sonntag angemeldet, weitere 30.000 Besucher werden erwartet. Die katholische Kirche pr√§sentiert sich von „ihrer besten Seite“ – tats√§chlich hat die Kirche enorme Probleme und seit 2010 durch die Aufdeckung von hunderten sexueller Missbr√§uche viele Mitglieder verloren. Auch die mangelhafte Aufkl√§rung hat der Kirche Schaden zugef√ľgt und die „Glaubw√ľrdigkeit“ ersch√ľttert.

Weitere Problemfelder sind der Z√∂libat, der Umgang mit Schwulen und Lesben, der Ausstieg aus der Schwangerschaftsberatung, der Umgang mit Geschiedenen, Repressionen von Angestellten, Niedriglohnskandale und ein grassierender Personalmangel – immer weniger junge M√§nner interessieren sich f√ľr das Priesteramt, was sicher mit den starren inneren Strukturen der Kirche zu tun hat.

Weltweit ist die katholische Kirche mit 1,2 Millionen Angestellten einer der gr√∂√üten Arbeitgeber. Auch in Deutschland sind beide Kirchen nach dem Staat der gr√∂√üte Arbeitgeber. Das Verm√∂gen der katholischen Kirche in Deutschland wird auf 270 Milliarden Euro gesch√§tzt. Der Katholikentag kostet rund acht Millionen Euro. 3,5 Millionen Euro erh√§lt die Kirche dabei an staatlichen Zusch√ľssen.

Das Alternativprogramm wird mit privaten Spendengeldern ohne jegliche staatlichen Zusch√ľsse organisiert und findet √ľberwiegend in der Johanniskirche Mannheim-Lindenhof statt. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenlos.

Die Sprecher des Alternativprogramms (von links) Wystrach, Hengsbach, Kessler, Göhrig, Weisner bei der Pressekonferenz. Klicken Sie auf das Foto, um zum Artikel auf dem Rheinneckarblog zu gelangen.

 

Am Donnerstag hat Friedhelm Hengsbach SJ um 14:00 Uhr eine „Brandrede“ gehalten: „Eure Sorgen m√∂cht ich haben – worum es wirklich geht“. Am Freitag spricht Eugen Drewermann √ľber „Wege zur Menschlichkeit“ und am Samstag wird √ľber sexuelle Gewalt in der Kirche diskutiert. Die meisten Veranstaltungen finden in Mannheim-Lindenhof in der evangelischen Johanniskirche statt.

Das  Programm finden Sie hier.

Alle Artikel auf dem Rheinneckarblog zum Katholikentag finden Sie hier.

Landtagsabgeordnete sprechen sich f√ľr Verbot aus - die Lage ist unklar

NPD-Verbotsdebatte

Ladenburg/Rhein-Neckar, 11. Mai 2012. (red) Am Dienstag hatte der Ladenburger Verein „Wir gegen rechts“ die Wahlkreis-Abgeordneten zur Debatte √ľber ein NPD-Verbot eingeladen. Rund 70 Besucher debattieren mit. Ein Verbot ist allgemein gew√ľnscht, wenn auch viele sich dagegen aussprechen, weil die positive Wirkung nicht gesehen wird.

Wir haben auf dem Ladenburgblog.de dazu drei Texte ver√∂ffentlicht. Einen umfassenden Bericht √ľber die Veranstaltung „NPD-Verbot jetzt¬† – Ja oder Nein?“. Dazu eine Zusammenfassung des heute ver√∂ffentlichten Jahresberichts des Landesamts f√ľr Verfassungsschutz in Bezug auf die rechte Szene.

Sowie einen Kommentar, der sich inhaltlich mit einem NPD-Verbot auseinandersetzt und die Rolle der Parteien dabei kritisch betrachtet. Insbesondere die SPD hat sich im Wahlkreis bislang eher durch Schweigen denn Handeln hervorgetan.

Das braune Thema ist sicher ein unliebsames – wir w√ľnschen trotzdem eine angenehme Lekt√ľre und hoffen, dass sie unsere kritische Berichterstattung ebenfalls kritisch zu sch√§tzen wissen.

NPD-Verbot: Einhelliges Ja, aber…

NPD-Verbot: Verfassungsschutz sieht ‚ÄúSchulterschluss‚ÄĚ mit gewaltbereiten Neonazis

NPD-Verbot vs. Zivilcourage

Passend zum Thema unser Bericht √ľber die NPD-Demo in Mannheim am 01. Mai 2012.

Warten auf den rechten Pöbel

 

Rhein-Neckar-Kreis: Unb√ľrkratische Beh√∂rdenhilfe jetzt auch in der Metropolregion

115 РDer direkte Draht in die Behörden

Rhein-Neckar-Kreis, 11. Mai 2012. (red/cr) Unb√ľrokratische und schnelle Ausk√ľnfte, sind die Maxime der kommunalen Servicecenter der Hotlinenummer 115. Von 8 bis 18 Uhr stehen zahlreiche Mitarbeiter f√ľr B√ľrgerfragen aller Art zur Verf√ľgung. Ab dem 11. Mai steht dieser Service auch B√ľrgern in der ganzen Metropolregion zur Verf√ľgung.

Die 115 ist √§hnlich wie die 112 (Feuerwehr und Krankenwagen) und 110 (Polizei) eine deutschlandweite Servicerufnummer. Die Telefonnummer stellt von 8 bis 18 Uhr den Kontakt zu einer¬† regionalen Beh√∂rdenauskunft her. Die Mitarbeiter beantworten Beh√∂rdenfragen von Personalausweis √ľber KFZ-Angelegenheiten bis hin zur Praxisgeb√ľhr oder der Rente.

Ein Anruf bei der 115 soll nicht einfach eine Telefonweiterleitung sein, die den B√ľrger mit der passenden Beh√∂rde verbindet, sondern die gestellten Fragen sollen gleich bei dem Anruf beantwortet werden. W√§hlt ein B√ľrger die Rufnummer wird er automatisch mit dem kommunalen Servicecenter in Ludwigshafen verbunden. Ausgenommen von dieser Leistung sind bislang noch die Gemeinden Nu√üloch und Sandhausen.

Um die Mitarbeiter der Servicecenter mit passenden Informationen zu versorgen, haben sie Zugriff auf den 115-Wissenspool. Dies ist eine Datenbank in der die Leistungsbeschreibungen zu den 100 meist nachgefragten Verwaltungsleistungen aller teilnehmenden Kommunen behandelt werden. Zusätzlich sind Leistungsbeschreibungen zu Themen der Landes- und Bundesebene enthalten. Da die Kommunen, die Länder und der Bund weitere Leistungsbeschreibungen einstellen können, wächst der 115-Wissenspool stetig.

Kann eine Frage trotz des 115-Wissenspools nicht abschlie√üend beantwortet werden, wird der Anrufer an einen Kollegen innerhalb des 115-Servicecenters weitergeleitet. Sollte es der B√ľrger w√ľnschen, kann die Anfrage auch elektronisch an die zust√§ndige Fachverwaltung √ľbergeben werden. Diese soll innerhalb von 24h die Frage abschlie√üend kl√§ren oder zumindest einen Zwischenstand mitteilen.

Ein erweitertes Angebot bietet die Stadt Heidelberg den Gemeinden Heidelberg, Eppelheim und Dossenheim. Dort bleibt die bisherige B√ľrgerservice-Hotline (Rufnummer 06221 58-10580) weiterhin bestehen, ist aber ab sofort auch unter der 115 erreichbar. Die B√ľrgerservice-Hotline ist bereits seit 10 Jahren aktiv und kann sich bei der Beantwortung von Fragen auf eine umfassende interne Wissensdatenbank mit √ľber 1.000 Eintr√§gen st√ľtzen. Der Service steht montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr zur Verf√ľgung. Die B√ľrgerservice-Hotline arbeitet vernetzt mit dem kommunalen Servicecenter Ludwigshafen zusammen.

 

 

 

 

Die Bergstraße soll schöner werden

Landrat Dallinger nimmt ILEK-Bericht entgegen

Matthias G√ľthler (rechts) √ľbergibt Landrat Stefan Dallinger den ILEK Abschlussbericht.

Schriesheim/Dossenheim, 08. Mai 2012. (red/cr) Am Sonntag lud  Landrat Stefan Dallinger zur ILEK РWanderung.  Trotz starker Regenschauer kamen etwa 100 Teilnehmer. Wer bis zum Endpunkt in Schriesheim kam, hatte die Gelegenheit, an einer Verlosung teilzunehmen. Gemeinderätin gewinnt Einkaufsgutschein.

Von Christian Ruser

Was ist ILEK?

ILEK steht f√ľr Integriertes L√§ndliches Entwicklungskonzept. Unter dem Titel ‚ÄěBl√ľhende Badische Bergstra√üe‚Äú entwickeln die Bergstra√üengemeinden Laudenbach, Hemsbach, Weinheim, Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim momentan ein Modellprojekt. Ziel ist es, die Bergstra√üe attraktiver zu gestalten.

Am 20. April 2011 hatten die Gemeinden die Firma √Ėkologie-Planung-Forschung aus Ludwigsburg beauftragt, die M√∂glichkeiten und Schw√§chen der Bergstra√üe zu untersuchen. Erforscht wurde das Potential f√ľr Landwirtschaft, Weinbau, Naturschutz, Landwirtschaftspflege sowie Erholung, Freizeit und Tourismus.

Geplant sind unter anderem das Anlegen eines durchg√§ngigen Wanderwegs entlang der Bergstra√üe und eine teilweise Flurbereinigung. B√ľrgermeister H√∂fer berichtet, dass f√ľr dieses Jahr erste Neuordnungen am Kuhberg zwischen Dossenheim und Schriesheim und die Pflanzung von Kirschb√§umen zwischen Schriesheim und Leutershausen geplant sind.

Großes Interesse an der Bergstraße

Zur √úbergabe des ILEK-Abschlussberichts lud Landrat Dallinger zur Gartenwanderung ein. Es kamen √ľber 100 interessierte Wanderer aus den Bergstra√üengemeinden, aber auch aus Sinsheim, Weibstadt und Wagh√§usel. Landrat Dallinger selbst konnte nicht mitwandern. Daf√ľr ging B√ľrgermeister Hansj√∂rg H√∂fer mit gutem Beispiel voran. Mit ihm waren auch Gemeinder√§te der Bergstra√üengemeinden dabei.

Nach dreieinhalb Stunden kommen die Wanderer sichtlich beeindruckt in Schriesheim an. Dort werden sie mit Schriesheimer Wein und Bratwurst empfangen. Landrat Dallinger ist inzwischen auch in Schriesheim eingetroffen. P√ľnktlich zur √úbergabe des ILEK-Abschlussberichts.

Der Weg war das Ziel. Aber nur die erste Etappe.

So sieht der Landrat das Modellprojekt und versichert der Bergstra√üe auch f√ľr die Durchf√ľhrung der angeregten Projekte seine Unterst√ľtzung.

Im Anschluss werden unter den Mitwanderern Blumensamen, Gru√ükarten, Bildb√§nde und Bio Apfelsaft verlost. Den zweiten Preis, ein Einkaufsgutschein f√ľr die G√§rtnerei Huben, gewinnt die Dossenheimer Gemeinder√§tin Dr. Helga Waller-Baus. Der hei√übegehrte Rundflug √ľber die Bergstra√üe geht an Bernd Schulz aus Weinheim.

 

 

Jugendgemeinderatswahlen stehen an

48 Kanditaten bewerben sich um das Amt

Dossenheim, 04. Mai 2012. (red/cr) 48 Jugendlich stellen sich zur Wahl. Nun können die jungen Dossenheimer wieder entscheiden, wer sie die nächsten zwei Jahre in der Gemeinde vertreten soll.

Ab dem 21. Mai ist es wieder so weit. Die Dossenheimer Jugendlichen d√ľrfen sich wieder neue Vertreter w√§hlen. Wahlberechtigt sind alle Dossenheimer zwischen zw√∂lf und neunzehn Jahren, ingesamt 834, die 12 bis 19 Jahre alt sind.

Bisher haben sich f√ľr die 22 Sitze im Jugendgemeinderat 48 Kandidaten gefunden. Davon ein Drittel M√§dchen und zwei Drittel Jungs.

Bei der Durchf√ľhrung der Wahl stehen die Jugendlichen den Erwachsenen in nichts nach. Jeder Wahlberechtige erh√§lt von der Gemeinde eine Wahlbenachrichtigung und wird im W√§hlerverzeichnis gef√ľhrt.

Es wurden drei Wahlb√ľros eingerichtet. Die W√§hler k√∂nnen ihre Stimmen am 21.¬† und 22. Mai in der gro√üen Pause in der Kurpfalzschule, vom 21. bis 24. Mai von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr im Jugendb√ľro und vom 21. bis 25. Mai von 13:00 bis 17:00 Uhr im Bauwagen am OEG Bahnhof abgeben.

Weitere Information gibt es im Jugendb√ľro, im Schaukasten der Gemeinde und unter www.jgr-dossenheim.de.

Der Jugendgemeinderat wurde 1996 ins Leben gerufen und ist seitdem aktiv.

Gemeinderat beschließt Sanierung

Viele Stra√üen f√ľhren durch Dossenheim

 

In der Hauptstraße ist an einigen Stellen auf beiden Seiten kein Gehweg vorhanden. Bild: dossenheimblog.de

Dossenheim, 25. April 2012. (red/cr) Gut viereinhalb Stunden diskutiert der Gemeinderat √ľber die Sanierung der Hauptstra√üe, der Talstra√üe und der Stra√üe zum Wei√üen Stein. Au√üerdem stellen drei Bewerber Bauprojekte f√ľr den Adlerkomplex vor.

Von Christian Ruser

Heute steht im Dossenheimer Gemeinderat viel auf dem Programm. Deshalb wurde der Sitzungsbeginn auf 18 Uhr festgesetzt. Zentraler Punkt ist die Zukunft des Gemeindehauses Adler. Deshalb sind die Reihen im Publikum gut gef√ľllt. Der Adler-Komplex mit dem angrenzenden Steigerhaus steht seit langem leer und wird f√ľr √∂ffentliche Zwecke nicht mehr ben√∂tigt.

Hatte man in der Vergangenheit schon oft √ľber die Nutzung des Geb√§udes am Kronenburger Hof nachgedacht, stellen heute drei Bewerber ihre Konzepte vor. Die Firmen Ackermann Immobilien Entwicklung GmbH, Adito GmbH und Tectum Immobilien GmbH.

Die Ackermann Immobilien GmbH plant einen Gebäudekomplex auf der Fläche des Adlers und des Steigerhauses. Es soll behinderten- und altengerecht gebaut werden. Ein Aufzug soll alle Wohnungen leicht zugänglich machen. Autos der Bewohner können in deren Planung in der hauseigenen Tiefgarage geparkt werden. Im neuen Gebäude soll ein Café angesiedelt werden. Sehr zur Freude des Gemeinderats soll die Fassade des Adlers erhalten bleiben.

Die Adito GmbH m√∂chte an der Stelle des Adlers und Steigerhauses ein Mehrgenerationenhaus bauen. Positive Erfahrung haben sie bereits in Heidelberg gemacht. Bei ihrem Konzept wird auf gemeinn√ľtzige Nutzung des Geb√§udes gesetzt. Neben Wohnungen, soll es Begegnungsr√§ume, vielleicht eine Kindertagesst√§tte und ein Nachbarschaftscaf√© geben.

Der Alte Adler soll soweit es geht erhalten bleiben. Die √ľbrigen Geb√§ude w√ľrden abgerissen und neu gebaut. Es soll vor allem auf barrierefreie Begehbarkeit gesetzt werden. Dies w√ľrde durch einen¬† Fahrstuhl, Rampen und eine Verbindung zwischen den H√§usern umgesetzt. Da das Projekt f√ľr die B√ľrger gedacht ist, soll bei einem Zuschlag durch den Gemeinderat eine B√ľrgerinitiative ins Leben gerufen werden, um Ideen aus der Bev√∂lkerung mit einzubeziehen.

Tectum Immobilien GmbH möchte das Bild des Kronenburger Hofs aufnehmen. Auch in ihrer Planung soll der Adler erhalten bleiben, die angeschlossenen Gebäude aber neu gebaut werden. Diese sollen mit der Giebelseite zum Hof ausgerichtet stehen, wie man es bereits bei anderen Häusern um den Platz sieht. Im Gebäudeinneren könnten Wohnungen zwischen 45 und 60 Quadratmetern entstehen und Studenten einen attraktiven Wohnraum bieten. Alle drei Vorschläge werden vom Gemeinderat gut aufgenommen.

Am Stein scheiden sich die Geister

Ein weiterer wichtiger Punkt dieser Gemeinderatssitzung ist die Sanierung von Straßen. So wird einstimmig beschlossen, dass die Hauptstraße saniert werden soll. Voraussichtlich wird die Bauphase nach der Kerwe 2012 beginnen und spätestens zur Kerwe 2013 beendet sein.

Die Frage, ob Betonsteine oder Granit als Pflaster der Gehwege dienen sollen, soll zu einem sp√§teren Zeitpunkt beschlossen werden, da sich die Gemeinder√§te in diesem Punkt sehr uneins sind. Der Granit gef√§llt zwar den meisten besser, aber er ist teurer als die Betonsteine. Auch bef√ľrchten einige, dass auf Granit Kinderwagen und Rollatoren schlecht vorankommen.

Auch soll √ľber Kurzzeitparkpl√§tze am Anfang der Hauptstra√üe und vor dem Kronenburger Hof nachgedacht werden.

Bei der Sanierung der Talstraße im Bereich des ehemaligen Waldfriedens ist ebenso unstrittig wie die Erneuerung der Straßendecke zum Weißen Stein. Beide Bauvorhaben werden einstimmig beschlossen.

Ab Acht zur Feuerwehr

Der Gemeinderat beschlie√üt √ľber die Neufassung der Feuerwehrsatzung. Unter anderem wird das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr auf achte Jahre gesenkt. Der √Ąnderung wird einstimmig zugestimmt.

F√ľr das vordere Schulhaus der Neubergschule fordert der Brandschutz einen zweiten Rettungsweg. Dieser soll √ľber eine Au√üentreppe sichergestellt werden.

Schwabenheimer Hof 2.0

Die Gemeinde wird die Verlegung von Internetkabeln in den Schwabenheimer Hof ausschreiben. Gemäß europäischen Richtlinien muss dies jedoch bundesweit geschehen. Auch wenn die Ausschreibung etwas dauern wird, steht nun einer schnellen Anbindung des Schwabenheimer Hofs ans Web nichts mehr im Weg.

Nach viereinhalb Stunden geht die √∂ffentliche Gemeinderatssitzung gegen 22:30 Uhr zu Ende. Auch wenn sich nach und nach die R√§nge im Publikum geleert haben, ist f√ľr die Gemeinder√§te noch nicht Schluss. Sie haben im Anschluss noch eine nicht√∂ffentliche Sitzung.

Offene B√ľrgerbegegnung in der Stadthalle Weinheim - Anmeldung erforderlich

Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht den Rhein-Neckar-Kreis

Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommt in die Weinheimer Stadthalle. Quelle: Winfried Kretschmann.

Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis, 19. April 2012. (red/pm) Offene B√ľrgerbegegnung in der Stadthalle Weinheim. B√ľrgerinnen und B√ľrger k√∂nnen sich ab sofort anmelden.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

„Der baden-w√ľrttembergische Ministerpr√§sident Winfried Kretschmann besucht am Donnerstag, 03. Mai 2012, den Rhein-Neckar-Kreis, den einwohnerst√§rksten Landkreis in Baden-W√ľrttemberg. Ein Schwerpunkt des Besuches, der ein kommunalpolitisches Gespr√§ch mit B√ľrgermeistern, Kreisr√§ten und Abgeordneten in Sinsheim sowie die Visite des Zentrums beruflicher Schulen des Kreises in Wiesloch und einen Firmenbesuch des Global Players Freudenberg in Weinheim beinhaltet, ist die B√ľrgerbegegnung in der Stadthalle Weinheim. Zu dieser B√ľrgerbegegnung l√§dt Landrat Stefan Dallinger interessierte Kreiseinwohnerinnen und Kreiseinwohner herzlich ein, die sich beim Rhein-Neckar-Kreis f√ľr die Abendveranstaltung anmelden k√∂nnen.

Nach der Begr√ľ√üung durch Landrat Stefan Dallinger und einer Ansprache des Ministerpr√§sidenten haben die B√ľrgerinnen und B√ľrger aus den 54 St√§dten und Gemeinden die M√∂glichkeit, Winfried Kretschmann Fragen zu stellen. ‚Äě√úberhaupt ist die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, im Rahmen der moderierten Fragerunde und beim anschlie√üenden Stehempfang, den Ministerpr√§sidenten pers√∂nlich kennenzulernen‚Äú, sagt Landrat Dallinger, zumal der Ministerpr√§sident sich besonders Zeit f√ľr direkte B√ľrgergespr√§che nehmen will.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollten sich Interessierte umgehend bis l√§ngstens zum 23. April f√ľr die B√ľrgerbegegnung anmelden. Dies ist entweder √ľber das auf der Homepage www.rhein-neckar-kreis.de hinterlegte Internet-Formular, per Telefax unter 06221/522-1484 oder per E-mail an oeffentlichkeitsarbeit@rhein-neckar-kreis.de (Betreff: ‚ÄěMinisterpr√§sident‚Äú) m√∂glich.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass eine Anmeldung unter Angabe von Namen und vollst√§ndiger Anschrift f√ľr die Teilnahme zwingend erforderlich ist. Angemeldete Personen erhalten per Post eine Einlasskarte, die zum Eintritt in die Stadthalle Weinheim berechtigt. Beginn der B√ľrgerbegegnung ist um 19 Uhr, Einlass in die Halle ab 18 Uhr. Die B√ľrgerbegegnung wird musikalisch umrahmt von der Jazz Big Band ‚ÄěRhein-Neckar Rhythm & Brass‚Äú unter der Leitung von Karl-Heinz Sch√§fer.“