Mittwoch, 20. September 2017

Demografie-Woche vom 11.-18. Oktober 2012

Der demografische Wandel geht uns alle an

 

Rhein-Neckar, 02. April 2012. (red/pm) Die Bevölkerungszahl in der Metropolregion geht zurĂŒck, das durchschnittliche Alter steigt an. Die demgrafische Entschwicklung geht uns alle an – denn sie betrifft uns alle. Es wird Herausforderungen geben, aber auch viele neue Chancen. Kommunen, Unternehmen, soziale Einrichtungen, Parteien, Bildungseinrichtungen, Vereine und Kirchen haben die Möglichkeit, die Demografie-Woche aktiv zu gestalten.

Ein FĂŒlle von Informationen sind bereits heute auf der Website der Demografiewoche zu funden. Jeweils am ersten Mittwoch im Monat finden RegionalgesprĂ€che statt, so am kommenden Mittwoch von 15:00-17:00 Uhr in der Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald statt. Aktuell zu „Pflegezusatzversicherung und Sicherung der Altersvorsorge, „Das Gesetz zur Freistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflegefall von Angehörigen“ und „Betriebliche Netzwerke zur Gestaltung des demografischen Wandels“.

Information des Verbands Region Rhein-Neckar:

„Das Netzwerk Regionalstrategie Demografischer Wandel (RDW) veranstaltet vom 11. – 18. Oktober 2012 in der Metropolregion Rhein-Neckar eine Demografie-Woche. Diese ist gedacht als regionsweite, dezentral organisierte Kampagne, um fĂŒr die Chancen und Herausforderungen angesichts des demografischen Wandels in der Metropolregion zu sensibilisieren. In der Aktionswoche sollen möglichst viele Veranstaltungen zu Themen stattfinden, die Wege zur erfolgreichen Gestaltung der Gesellschaft im voranschreitenden demografischen Wandel aufzeigen.

Die Demografie-Woche ist eingebunden in das „EuropĂ€ische Jahr fĂŒr aktives Altern und SolidaritĂ€t zwischen den Generationen 2012″. Das Aktionsjahr soll die Schaffung einer Kultur des aktiven Alterns in Europa erleichtern, deren Grundlage eine Gesellschaft fĂŒr alle Altersgruppen ist. Wohl wissend, dass der Begriff des demografischen Wandels noch weiter gefasst ist, glauben die Verantwortlichen der Regionalstrategie Demografischer Wandel, dass die konkreten Anregungen der EuropĂ€ischen Union zum aktiven Altern, die Ziele der Demografie-Woche unterstĂŒtzen.

Die Verantwortlichen wĂŒnschen sich, dass möglichst alle gesellschaftlichen Akteure als Veranstalter an der Demografie-Woche teilnehmen. Eine besonders gute Gelegenheit zur Darstellung haben nach EinschĂ€tzung der Organisatoren insbesondere Kommunen, Unternehmen, Die Netzwerke der Region, Freiberufler, soziale Einrichtungen (wie z.B. Seniorenheime, MehrgenerationenhĂ€user, Behindertenorganisationen, Integrationsprojekte), Politische Parteien, Schulen, Hochschulen, Vereine und Kirchen.

Organisatorisch ĂŒbernimmt die Regionalstrategie die Erstellung eines Gesamtprogramms der Veranstaltungen und bewirbt die Demografie-Woche im Allgemeinen. Auf diese Weise sollen alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Region, Kenntnis vom Gesamtangebot erhalten. FĂŒr die Veranstalter ergeben sich dadurch ausgesprochen gute Darstellungsmöglichkeiten. Potenzielle Teilnehmer sollen aus einem möglichst großen Angebot wĂ€hlen und bei ĂŒberschaubaren Reisezeiten an sehenswerten Veranstaltungen teilnehmen können.“

GĂŒnther Heinisch und Fadime Tuncer vertreten die Bergstraße

Auf der Suche nach Kuhn-Nachfolger

GĂŒnther Heinisch und Fadime Tuncer vertreten die Bergstraße in der Kandidaten Findungskommission

Schriesheim/Rhein-Neckar, 26. MĂ€rz 2012. (red/cr) Die Kreisversammlung von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen widmet sich bundespolitischen Themen. Der Scherpunkt liegt auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Bundesregierung. Hier planen Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Umweltminister Norbert Röttgen ab dem 01. April 2012 deutliche Senkungen der Fördermittel.

Die Kreisversammlung ist gut besucht, neben dem Referenten, Carsten Brinkmeier, sind sechzehn Mitglieder und Interessierte anwesend. Nach ein paar einfĂŒhrenden BegrĂŒĂŸungsworten von Uli Sckerl wird das Wort an den Referenten ĂŒbergeben.

Der Referent, selbst seit 24 Jahren in der Branche tĂ€tig, zeichnete ein detailliertes Bild der Lage. Eine KĂŒrzung der Umlagen aus dem EEG wĂŒrde die RentabilitĂ€t von Solaranlagen fĂŒr den Privatkunden deutlich unattraktiver machen. Das Problem ist jedoch nicht die KĂŒrzung an sich, sondern die schnelle EinfĂŒhrung.

In der momentanen Unsicherheit ist es den Unternehmern nicht möglich Solaranlagen zu planen. Weder können Zulieferer einschĂ€tzen, wie sich die GesetzĂ€nderung auf die Preise auswirken wird, noch können dem Kunden Kostenrechnungen vorgelegt werden. Brinkmann befĂŒrchtet zahlreiche Entlassungen und Unternehmenskrisen. Die Photovoltaik ist seit Jahren ein boomender Wirtschaftszweig. Zwischen 2000 und 2010 ist die Zahl der in dieser Branche BeschĂ€ftigten von ca. 100.000 auf ĂŒber 350.000 gestiegen.

Solartechniker Carsten Brinkmann erlĂ€utert die Konsequenzen der geplanten KĂŒrzungen im EEG.

Weitere Punkte der Versammlung sind der S-Bahn-Ausbau im Rhein-Neckar-Kreis und die Bestimmung eines neuen Kandidaten fĂŒr die Bundestagsliste des Wahlkreises. Wie der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl informiert, sollen die Strecken Mainz – Mannheim-Friedrichsfeld und Darmstadt – Mannheim Friedrichsfeld doch bis zum 15. Dezember 2015 fertig gestellt. Der Ausbau des Bahnhofs Weinheim wird sich aber bis 2016 verzögern. (Siehe dazu diesen Artikel)

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Fritz Kuhn wird fĂŒr das Amt des OberbĂŒrgermeisters von Stuttgart kandidieren. Ist die Wahl erfolgreich, legt er sein Mandat im Bundestag nieder.

Da sich die GrĂŒnen fĂŒr Fritz Kuhn sehr gute Chancen ausrechnen, muss ĂŒber einen neuen Kandidaten fĂŒr die GrĂŒnenliste des Wahlkreises Heidelberg nachgedacht werden. Zu diesem Zweck wird eine „Kandidaten-Findungskommission“ ins Leben gerufen, die aus sechs stimmberechtigten Mitgliedern und den beiden beratenden Mitgliedern Uli Sckerl und Theresia Bauer bestehen. FĂŒr die Bergstraße sind GĂŒnther Heinisch und Fadime Tuncer nominiert.

"Die Liste des Grauens" ist vierzig Seiten stark

Schlecker schließt auch in der Region Filialen

Dieser Markt in Edingen-Neckarhausen schließt.

 

Rhein-Neckar, 14. MĂ€rz 2012. Ausweislich einer durch Schlecker im Internet veröffentlichten Liste sind die Standorte Mannheim, Heidelberg, Hemsbach und Edingen-Neckarhausen betroffen. Hier werden mit großer Wahrscheinlichkeit Filialen geschlossen. In den anderen Gemeinden des Wahlkreises 39 Weinheim bleiben die SchleckermĂ€rkte zunĂ€chst noch erhalten.

Die Schließung der MĂ€rkte auf der 40-seitigen „Liste des Grauens“ gilt als sicher. Diese Liste wurde heute von Schlecker auf dem Unternemensblog veröffentlicht.

Die betroffenen Filialen beginnen ab sofort mit dem RĂ€umungsverkauf. So bitter die Schließung fĂŒr die Angestellten ist – SchnĂ€ppchenjĂ€ger dĂŒrfen sich ĂŒber 30 Prozent Preisnachlass auf Produkte freuen, die nicht preisgebunden sind.

Rund 12.000 Menschen werden ihren Arbeitsplatz verlieren, vornehmlich Frauen. Gut 40 Prozent der 5.400 Filialen sollen geschlossen werden. Nach unseren Informationen sind es im Rhein-Neckar-Gebiet sogar 50 Prozent der Filialen.

Laut Informationen von Spiegel Online seien die betroffenen Filialen Montagabend per Fax ĂŒber die Schließung unterrichtet worden. Danach werden die Filialen bis zum 24. MĂ€rz geschlossen.

Schlecker informiert im Internet, dass eine Schließung nicht unbedingt eine KĂŒndigung bedeute:

Neben der Information, ob der jeweilige Markt voraussichtlich geschlossen wird, hat Schlecker gegenĂŒber den Mitarbeitern nochmals deutlich erlĂ€utert, dass die Schließung eines Markts nicht zwangslĂ€ufig mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht.

TatsĂ€chlich dĂŒrfte das ein schwacher Trost sein – die Bundesregierung hat StĂŒtzungsgelder ĂŒber die bundeseigenen Förderbank KfW abgelehnt, die Verhandlungen mit der Gewerkschaft verdi haben noch keine Ergebnisse gebracht.

Das baden-wĂŒrttembergische Unternehmen Schlecker (Ehingen/Donau) war ehemals Deutschlands grĂ¶ĂŸte Drogeriemarkt-Kette.

Die Schlecker-Tochter „Ihr Platz“ ist ebenfalls insolvent – was mit deren Filialen passiert, ist noch nicht offiziell. Angeblich soll ein Viertel aller Filialen geschlossen werden.

Ende 2011 waren massive LiquiditÀtsprobleme bei Schlecker bekannt geworden, am 24. Januar 2012 wurde der Insolvenzantrag beim Amtsgericht Ulm gestellt.

Schlecker war in der Vergangenheit wegen schlechter Bezahlung, Überwachung von Mitarbeitern und rigidiger Management-Methoden immer wieder in die Kritik geraten.

 

Download:

Die „Liste des Grauens“

Polizeireform: BĂŒrgerinitiative macht Druck

Offener Brief des AktionsbĂŒndnis Pro Kripo Weinheim an Gerhard Kleinböck

Weinheim/Rhein-Neckar, 13. März 2012. Die Bürgerinitiative „Pro Kripo Weinheim“ macht Druck. In einem offen Brief an den SPD-Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck werden detailliert Bedenken aufgeführt. Auch der Grüne Hans-Ulrich Sckerl und das Innenministerium sind Adressaten des „Brandbriefs“. In Ladenburg gründet sich ebenfalls eine Initiative – die Bürger kämpfen für ihre Kriminalpolizei in ihrer Region. Sie wollen eine Vor-Ort-Lösung, keine Tischplanung. Das Bündnis sucht den Kontakt zu allen Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine „Kripo vor Ort“ einsetzen wollen.

Offener Brief der Bürgerinitiative „Pro Kripo Weinheim“:

„Sehr geehrter Herr Kleinböck,

wir wenden uns heute im Namen des Aktionsbündnisses „Pro Kripo Weinheim“ an Sie, mit der Bitte sich für den Erhalt der Kripo-Außenstelle in Weinheim (und für alle anderen im Rhein-Neckar-Raum) einzusetzen.

Wir haben Ihre gemeinsame Stellungnahme mit Herrn Sckerl und die Stellungnahmen vom Innenministerium genau gelesen und diskutiert.

Sie haben aber unsere Bedenken und Argumente nicht entkräftigen können.

Fakt ist, dass die bestehende Struktur absolut effizient und schlagkräftig war und ist! Auch der Pressesprecher der Polizeidirektion HD hat uns versichert, dass vor den Reformplänen nie eine Kritik an der Leistungsstärke oder Professionalität der Kripo-Außenstelle geäußert wurde.

Es gibt bestimmt Regionen in BW, wo eine Zusammenlegung der Außenstellen und Polizeidirektionen zu einem
schlagkräftigen Polizeipräsidium nötig ist. Aber in unserer Region mit zwei großen Städten, der räumlichen Nähe zu Frankfurt ( mit einem schon durch den Flughafen bedingtem Drogenumschlagplatz, der Einflugschneise zwischen Frankfurt und Mannheim und dadurch erhöhter Kriminalität), exisitiert schon seit Jahren eine schlagkräftige Struktur!

Sie könnte nur noch durch Personalaufstockung der einzelnen Dienststellen (auch in Weinheim sind sowohl Kripo als auch Schutzpolizei chronisch unterbesetzt) schlagkräftiger werden!

Es ist schon fast höhnisch, wenn der Pressesprecher des Innenministeriums, A. Schanz, die Größe der Außenstelle Weinheim ( <10 Beamte) als Argument heranzieht, um diese Außenstelle zu schließen.

Sukzessiv wurde in den letzten Jahren aus Spargründen und wegen fehlender Stellen in Heidelberg der Personalstand reduziert. Aber die Arbeit wurde nicht weniger eher noch mehr, das zeigt sich z.B. auch an den Überstunden (teilweise über 160) der Beamten und Angestellten.

Wir haben viele Eltern, die sich im Aktionsbündnis engagieren und die begründete Befürchtung haben, dass Weinheim zu einem zweitem Viernheim wird.

Denn gerade im Drogenbereich und derJugendkriminalität ist die Präsenz der Beamten und auch die Repression eine der besten Präventionsmaßnahmen überhaupt.

Sie kennen unsere Argumente bzgl. der Orts- und Personenkenntnisse ja wahrscheinlich schon aus der Presse. Aber wir möchten noch einmal betonen, wie bedeutsam dieses Argument ist! Diese Kenntnisse machen den Großteil der Ermittlungserfolge aus.

Wenn die Beamten in Mannheim sitzen, kann man sich genau vorstellen was in den nächsten Jahren passieren wird.

Bedingt durch Personalausfall (Urlaub, Rente, Krankheit) werden „unsere“ Beamten in immer größerem Maße andere Bereiche/Orte mitbetreuen müssen und verlieren ihren Bezug zu Weinheim.

Die zwanglosen Gepräche mit den Bürgern, Ämtern, Bürgermeistern, Jugendleitern der Vereine, mit den Rektoren der Weinheimer Schulen, den Streetworkern und last not least mit den Jugendlichen auf der Straße, werden nicht mehr in der Häufigkeit und erfolgreichen Weise stattfinden können.

„Unsere“ Beamten sind Weinheimer, d.h. sie kennen diese Bezugspersonen auch aus einem persönlichem Umfeld heraus und daher können solche Gespräche „zwanglos“ stattfinden. Und das wird verloren gehen. Mal davon abgesehen, dass Sie auch Ihre „Pappenheimer“ kennen und schon oft am Tatort merken, welche Handschrift dieses Verbrechen trägt.

Dies kann auch nicht durch eine noch so gut funktionierende Schutzpolizei, die durch die Reform sowieso kaum Stärkung erfährt, kompensiert werden.

Auch eine angeblich hochspezialisierter Kriminaldauerdienst, der in Mannheim und Heidelberg bereits seit Jahren
vorhanden ist, konnte und kann dies nicht leisten.

Die Kriminal-Außenstellen sind wichtig, sonst wären sie ja auch nicht gegründet worden. Man kann der CDU-Landesregierung bestimmt nicht vorwerfen, dass sie das Geld mit vollen Händen während ihrer Legislaturperiode in die Polizei/Kripo gesteckt hat.

Da gab es Gründe, die Handeln erforderten.

Und das war z.B. ein erhöhter Anstieg der Kriminalität in unserer Region. Wir leben hier in einem Ballungsgebiet und haben die entsprechenden Probleme auch bei uns in den Kleinstädten.

Unsere Beamten in Weinheim sind für die Sicherheit von 80.000 Einwohnern zuständig und betreuen ein Gebiet von Laudenbach bis Schriesheim. Wie soll solch ein Gebiet ohne Kripo-Außensstellen effizient betreut werden?

Mal abgesehen davon, das die Fahrzeit nach Mannheim im Berufsverkehr mind. 30 Min. beträgt.

Sollen Kinder, die Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden sind, erst nach Mannheim gefahren werden oder 30 Min. in der Wache sitzen und auf eine ausgebildete Kripobeamtin warten?

Sollen Rentner, die Opfer eines Betrugs geworden sind und als Zeugen befragt werden, zukünftig nach Mannheim oder Heidelberg fahren müssen?

Das kann doch auch nicht in Ihrem Sinne sein.

Daher appellieren wir an Sie, sich für den Erhalt der Kripo-Außenstellen in der Region einzusetzen.

Wir können uns nicht vorstellen, dass eine differenzierte Betrachtung der Gegebenheiten in Baden-Württemberg nicht auch zu unterschiedlichen Strukturierungen in den einzelnen Regionen führt.

Da wir Regionen wie die Schwäbische Alb, Bodensee oder die Rhein-Neckar-Region nicht über einen Kamm scheren können, sollte auch eine Polizeireform den unterschiedlichen Bedürfnissen im Detail gerecht werden.

Mit freundlichen Grüßen im Namen des Aktionsbündnisses
Claudia Funke, Gernot Sam und Doris Rauh“

Warnstreiks bringen Ärger fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger

Rhein-Neckar, 05. März 2012. Müllmänner, Busfahrer, Krankenschwestern, Kinderbetreuer sind von der Gewerkschaft verdi zu Warnstreiks aufgerufen werden. Die Folge: Durch den Arbeitskampf leiden die Bürgerinnen und Bürger.

Von Hardy Prothmann

Der Ärger ist kalkuliert und soll Druck ausüben. Die Gewerkschaft rechnet mit mehreren tausend Streikenden. Zehntausende, hunderttausende Bürgerinnen und Bürger werden darunter leiden müssen.

Hintergrund ist die Forderung nach mehr Geld für die fast zwei Millionen Beschäftigten beim Bund und den Kommunen. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozet mehr Lohn. Die Arbeitgeber forderten, dass die Gewerkschaften ihre Forderungen nach unten anpassen sollten.

Die Gewerkschaftler fassten es als Provokation auf, dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hätten. Nun reichen die Gewerkschaften diese „Provokation“ an die Bürgerinnen und Bürger weiter:

„Beim Auftakt der Tarifverhandlungen am 1. März 2012 in Potsdam haben die Arbeitgeber erneut die Chance verpasst, aus den Fehlern vergangener Tarifrunden zu lernen: Zum wiederholten Male legten sie zu Verhandlungsbeginn kein Angebot vor.“

Ob es auch ein Fehler sein könnte, die Bürgerinnen und Bürger so unter Druck zu setzen, fragen sich die Gewerkschaften nicht. Sie tun das einfach: Und eine Forderung von 6,5 Prozent mehr Gehalt ist utopisch hoch. Will man am Ende die Provokation?

Dabei haben die Verhandlungern erst am 01. März begonnen, heute, am 05. März wird schon gestreikt, die nächste Verhandlungsrunde soll am 12. März stattfinden.

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben klar ein recht auf Streik, wenn die Arbeitsbedingungen unzumutbar oder im Vergleich sehr viel schlechter sind. Ist das so?

Diese Beschäftigten haben aber eine ungleich höhere Verantwortung als andere Arbeitnehmer, denn sie erhalten ihr Geld über die Steuern von uns Bürgerinnen und Bürgern.

Und diese müssen auch irgendwie rumkommen – allein erziehende Mütter ihre Kinder unterbringen können, Schulkinder müssen transportiert werden und andere ihre Arbeit erreichen.

Man muss von beiden Seiten, Gewerkschaften und Arbeitgebern, mehr Vernunft erwarten dürfen, sonst schwindet das Vertrauen in einen zuverlässigen öffentlichen Dienst.

Achtung: Krötenwanderung!

Heidelberg/Rhein-Neckar, 02. März 2012. (red/pm) Zum Schutz der vielen bedrohten Tierarten und der aktiven Helfer, plant das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Warnschilder aufzustellen und sogar Strecken zu sperren. Wir bieten ein Streckenverzeichnis, wo besondere Vorsicht geboten ist.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis:

„Wenn die Temperaturen in der Nacht über fünf Grad liegen und es vielleicht sogar noch regnet oder feucht ist, beginnen die Amphibien zu ihren Laichplätzen zu wandern. Hinzu kommt der Duft des Frühlings, der nach und nach die Sinne aller Kröten, Frösche, Unken, Molche und Salamander weckt, die unter der Erde überwintert haben.

Die früh laichenden Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und Bergmolch werden ihre Winterquartiere als erste verlassen, um zur Fortpflanzung ihre Laichgewässer aufzusuchen.In Deutschland kommen insgesamt 20 verschiedene Lurche vor, von solchen, Salamandern bis zu Unken, Fröschen und Kröten. Die Amphibien ernähren sich hauptsächlich von Würmern, Schnecken, Insekten und anderen Gliedertieren. Sie stehen allesamt in der Liste der bedrohten Tierarten (Rote Liste) da ihre Lebensräume weitgehend zerstört beziehungsweise verkleinert sind.

Der zunehmende Verkehr auf den Straßen führt dazu, dass bei der Krötenwanderung ein hoher Prozentsatz der hochzeitslustigen Tierchen überfahren wird. Gleichermaßen raffen neben Pilz- und Viruserkrankungen vor allem Chemikalien in der Umwelt, wie Pestizide, Schwermetalle und Stickstoffdünger die glitschigenWeitspringer vom Erdball hinweg.

Um die nützlichen Amphibien zu schützen, greift das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises deshalb wieder verkehrslenkend ein. Warnleuchten und Warnschilder werden aufgestellt, so genannte Geschwindigkeitstrichter (70 – 50 – 30 km) eingerichtet, Überholverbote ausgesprochen und sogar ganze Streckenabschnitte gesperrt.

Maßnahmen, die nicht nur die wanderlustigen Kröten schützen sollen, sondern auch die zahlreichen Helfer, die sie einsammeln und sicher auf der anderen Fahrbahnseite wieder absetzen. Das Landratsamt bittet deshalb die Autofahrer um erhöhte Rücksichtnahme und appelliert an die Helfer, während ihrer Sammelaktionen Warnkleidung zu tragen und die Fahrbahn nicht oder nur in geringem Umfang zu betreten. In den letzten Jahren ist es schon öfter zu gefährlichen Situationen gekommen.

Vorsicht ist auf folgenden Strecken geboten:

• Schriesheim: L 596 und L 596a zwischen Altenbach und Schriesheim sowie (Wendehammer); Ansprechpartner für Hilfsaktionen in Schriesheim ist die B.U.N.D. Ortsgruppe Schriesheim, Bismarckstraße 31, Frau Hubrich Eisengrubweg, Blütenweg (Wendehammer) und Eichenweg
• B 3 zwischen Hemsbach und Laudenbach
• L 596 Hirschberg-Großsachsen, Höhe Ortseingang
• K 4250 zwischen Ketsch und Schwetzingen
• K 4153 Sandhausen – Walldorf von Stadion bis Einmündung L 598 sowie Ostlandstraße und Straße “Am Galgenbuckel”
• K 4157 zwischen Nußloch und Maisbach
• K 4157 zwischen Ochsenbach und Gauangelloch
• K 4160 Bammental in Richtung Gauangelloch
• L 546 zwischen St. Leon und Baumschule bzw. Zufahrt St. Leoner See
• Rauenberg in der Schloßstraße
• B 39/K 4271 im Bereich des Rückhaltebeckens (nahe Mühlhausen)
• K 4200 zwischen Ortsende Neckargemünd und Rainbach
• K 4101 zwischen Dilsberg und Mückenloch
• K 4200 zwischen Wiesenbach Langenzell und Neckargemünd-Dilsbergerhof
• L 532 zwischen Wiesenbach und Lobbach
• K 4178 zwischen Meckesheim-Mönchzell und Lobbach-Lobenfeld (Biotop)
•Gemeindeverbindungsstraße Aussiedlerhöfe Mühlhausen-Tairnbach und Dielheim
• Schönau: L 535 ab Kreisgrenze (Siedlung Lindenbach) bis Ortseingang Schönau, Straße „An der Klinge“, Straße „Hasselbacher Hof“
• K 4181 Verbindungsstraße Neidenstein – Eschelbronn
• L 530 zwischen Helmstadt und Flinsbach
• L 530 in Richtung Helmstadt, Gemarkung Epfenbach
• K 4105 Moosbrunn – Schönbrunn
• L 2311 Friedrichsdorf
• L 2311 Eberbach – Gaimühle
• B 45 Gemarkung Eberbach (Gemmelsbachtal)
• K 4105 zwischen Schwanheim und Schönbrunn

Ganz oder teilweise gesperrt sind folgende Strecken:

• K 4159 zwischen Ochsenbach und Schatthausen (Teilstück nachts gesperrt)
• Gemeindeverbindungsweg Hemsbach – Balzenbach (nur für Anlieger frei)
• Gemeindeverbindungsweg Meckesheim – Eschelbronn (voll gesperrt)
• Laudenbach in Richtung Heppenheim (Wirtschaftswege)(nachts gesperrt)
• Waibstadt/Neidenstein: – Alte Waibstadter Straße aus Richtung Neidenstein in Richtung Waibstadt sowie die „verlängerte Bahnhofstraße“ in Richtung Neidenstein – Waibstadt, in Höhe Kühnbergweg (alle nachts gesperrt)
• Meckesheim-Mönchzell nach Eschelbronn Sperrung der Straße Am Mühlwald vom Ortsrand bis zum Sportgelände aus beiden Richtungen; der Anliegerverkehr zum Sportgelände ist ermöglicht (nachts gesperrt)“

Schriesheim: Mathaisemarkt startet

Alles OK!

Bis zu 40 Meter in die Höhe

Schriesheim 02. März 2012. (red/cr) Die Vorbereitungen des Mathaisemarkts sind beinahe abgeschlossen. Am Vormittag liefern zahlreiche LKW Kisten voll mit Brathähnchen zum Festzelt, bei den Karussells und Imbisbuden werden die Fassaden poliert und defekte Glühbirnen ausgetauscht. Alles soll sich für die Eröffnung des Marktes um 18:00 Uhr in vollem Glanz zeigen.

Ohne Sicherheitsprüfung läuft nichts

Mit geschultem Blick prüft Wolfgang Serr, Bauingenieur beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, die Fahrgeschäfte des Mathaisemarkts. Ein kleiner Tritt mit dem Fuß prüft, ob die Unterpallung (die Holzunterkonstruktion) sicher steht. Dann rüttelt er an dem einen oder anderen Geländer.

Wolfgang Serr bestätigt Patrick Blum den ordnungsgemäßen Aufbau der Circus World

Ist alles soweit sicher, läßt er sich die Prüfbücher zeigen. Ähnlich einer Fahrzeugkontrollle der Polizei, kann er aus diesen Büchern ersehen, ob beispielsweise der Betreiber überhaupt berechtigt ist, das Fahrgeschäft zu betreiben oder ob und wann es das letzte Mal durch den TüV abgenommen wurde.

„Fliegende Bauten“

Fliegende Bauten, so werden nach dem Deutschen Instituts für Normung (DIN 4112) bauliche Anlagen genannt, die geeignet und bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und abgebaut zu werden. Die 50 Buden und Fahrgeschäfte auf dem Mathaisemarkt sind solche Bauten.

Karussells und Fahrgeschäfte müssen mindestens alle zwei Jahre durch den TÜV technisch abgenommen werden. Manche sogar jedes Jahr. Die Überprüfung durch das Landratsamt erfolgt nach jedem Aufbau, damit Personen befördert werden dürfen.

Viele Betreiber der Fahrgeschäfte sind schon von Kindesbeinen an im Geschäft. So auch David Pandel. Seit achzehn Jahren ist er selbstständig. Das technische Know-How wird einem aber nicht in die Wiege gelegt. Der TÜV bietet für Schausteller das „Modul 2“ an, eine spezielle Ausbildung für den fliegenden Bau. Zur Sicherheit der Fahrgäste warnen Hinweistafeln vor der Mitfahrt.

Hier ist klar, wer mit darf!

Auch beim Bau der Fahrgeschäfte kann auf Sicherheit geachtet werden. Fast alles bei einem Fahrgeschäft sind Sonderanfertigungen. So achtete Achim Zarnikau vom Karussell „Die Montgolfiere“ vor allem auf ein Edelstahlgeländer, um Rost zu vermeiden.

Für Herrn Decker vom Riesenrad „Jupiter“ ist die Sicherheit auch eine Frage der Verantwortung gegenüber dem Kunden. Auch wenn es ab und zu schnell gehen muss. Manchmal muss in nur einem Tag aufgebaut werden. Ebenso schnell muss es wieder zerlegt werden können. Trotzdem stehen die Sicherheitsstandarts an erster Stelle.

Mit dem Riesenrad die Aussicht genießen

Herr Serr weiß genau, was er zu prüfen hat. Seit zwanzig Jahren macht er das schon, hat Fortbildungen besucht und die nötige Menschenkenntnis entwickelt, „um ein schlechtes Gewissen zu erkennen“, wie er sagt. Heute muss er sich aber keine Sorgen machen. Nach der Hälfte der Begutachtungen zieht er erste Bilanz:

Bisher waren alle Fahrgeschäfte in einem guten Zustand. Auch die Prüfbücher waren einwandfrei.

Doch in all der Prüfungsroutine gibt es auch für ihn manchmal Neues zu entdecken. So hat auch Wolfgang Serr ein zweistöckiges Fahrgeschäft wie das „Käpt’n Reika“ noch nicht gesehen. Stolz führt Betreiber Wilhelm Henn durch alle Ebenen. Während im Erdgeschoss ein Kinderkarussell lockt, bietet die erste Etage in einem Erlebnisrundgang die Möglichkeit etwas zu rätseln. Herr Henn erklärt:

Es ist mir sehr wichtig, den Kindern auch pädagogisch wertvolle Inhalte zu vermitteln.

Mit Rätselfragen zum Piratenschatz

Fahrgeschäftsbetreiber wie die hier genannten machen Herrn Serr die Arbeit leicht. Aber auch auf die Unterstützung des Platzmeisters kann er sich verlassen.

Der alte Haas ist zurück

Platzmeister Fritz Haas ist zurück. Nach einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt wurde er rechtzeitig entlassen, um bei der Abnahme der Fahrgeschäfte durch das Landratsamt Rhein-Neckar dabei zu sein. Herr Haas ist mit seinen 70 Jahren noch immer Herr auf dem Platz, der Chef.

Souverän bereitet er die einzelnen Betreiber auf die Kontrolle vor Anlagen vor und vermittelt, wenn es zu Problemen gibt. Hierbei genießt er sowohl das Vertrauen der Schausteller, als auch der Behörden, die ihn zur Klärung des ein oder anderen Problems hinzuziehen.

Hinweis: Weitere Artikel finden Sie auf dem Schriesheimblog.de

Berufliches Speed Dating

Rhein-Neckar, 02. März 2012. Kapital trifft Geschäftsidee – das ist der Sinn und Zweck des 6. Elevator Pitching im Mafinex.

„Am 25. Mai 2012 findet zum sechsten Mal das Rhein-Neckar Technology Ventures im Mannheimer MAFINEX Technologiezentrum statt. Beim Elevator Pitching geht es darum, in möglichst kurzer Zeit, optimal seine Geschäftsidee zu präsentieren. Ziel der Veranstaltung ist es, kapitalsuchende Gründungen und Investoren zusammenzubringen.

In Form von ‚Speed Datings‘ erhalten innovative Existenzgründungen und junge Unternehmen die Gelegenheit, viele namhafte Kapitalgeber und Privatinvestoren (sogenannte Business Angels) zu treffen, um diese in direkten Gesprächen von wenigen Minuten von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen.

Anmeldung

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Kapitalgeber und junge Wachstumsunternehmen. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur mit Bestätigung möglich.

Existenzgründungen und junge Unternehmen können sich bis zum
18. Mai 2012 unter www.technologyventures.de mit einer kurzen, aber überzeugenden Beschreibung ihrer Geschäftsidee für die Teilnahme an der Veranstaltung bewerben.

Für Investoren erfolgt die Anmeldung unter: investor@technologyventures.de.

Programm 6. Elevator Pitching

12.00 Uhr – Registrierung
13.00 Uhr – Begrüßung der Teilnehmer
13.15 Uhr – Kurzbeschreibung zum Ablauf der Gespräche
13.30 Uhr – Elevator Pitch – Session One
14.30 Uhr – Networking
15.00 Uhr – Elevator Pitch – Session Two
16.15 Uhr – Final Session – Top 3 Ideas
16.45 Uhr – Networking

Das Rhein-Neckar Technology Ventures wird von der Geschäftsstelle des MAFINEX Gründerverbunds beim Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim in Kooperation mit weiteren Partnern (Adtelligence GmbH, MRN GmbH und dem ifm der Universität Mannheim) durchgeführt.“

KĂ€lte setzt der Schifffahrt zu

Eisbrecher auf dem Neckar halten Fahrrinne frei

Heidelberg/Rhein-Neckar, 09. Februar 2012. (red/PR-Video) Sechs Arbeitsboote des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg brechen zwischen Mannheim und Heilbronn Eis auf dem Neckar. Der Transportweg ist wichtig fĂŒr Kohlelieferungen an die Kraftwerke entlang des Flusses – die aktuelle Lage ist schwierig und könnte fĂŒr ernsthafte Probleme sorgen.

Amtsleiter Jörg Huber vom Wasser – und Schifffahrtsamt Heidelberg erklĂ€rt im PR-Video Interview die derzeitige aktuelle Situation auf dem Neckar.

„Es macht uns zu schaffen, dass durch die niedrigen Wassertemperaturen immer mehr Eis entsteht, so dass die Erfolge bei der EisbekĂ€mpfung hinter den Erwartungen liegen“.

FĂŒr heute wird weitere VerstĂ€rkung zum Eisbrechen am Neckar erwartet: Das Aufsichtsboot „Plittersdorf“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg und das Aufsichtsboot „Worms“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim.

„Wir haben heute den ganzen Tag mit sechs Wasserfahrzeugen Eis gebrochen“ berichtet Dipl.-Ing. Jochen Bode, Leiter des „Krisenstabes Eis“ beim Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg.

Neben dem Eisbrechen sind die BeschÀftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg dabei Anlagen vom Eis zu befreien, um die Funktionsweise sicherzustellen.

„Eine Prognose, wie lange die Schifffahrt auf dem unteren Neckar noch frei fahren kann, ist schwer zu treffen“, sagt Amtsleiter Jörg Huber.

„Schwachstellen sind die hydraulischen Schleusenantriebe, die bei niedrigen Temperaturen immer wieder ausfallen, so dass aus GrĂŒnden der Anlagentechnik der Schiffsbetrieb eingestellt werden muss. Entscheidend wird deshalb die weitere Entwicklung des Wetters sein. Wir hoffen auf wĂ€rmere Temperaturen.“

Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg ordnet erste Maßnahmen an

„Eiswetter“ auch am Neckar

Das sibirische Wetter sorgt fĂŒr Eisbildung bei den Wehren und Schleusen. Archivbild: WSH

 

Rhein-Neckar/Heidelberg, 03. Februar 2012. (red/pm) Das eisige Wetter hat auch Folgen fĂŒr die Schifffahrt – Stauwehren und Schleusen frieren zu. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg ordnet erste Maßnahmen gegen die Eisbildung an.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamts Heidelberg:

„Auf Grund der angekĂŒndigten KĂ€ltewelle hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg fĂŒr die Stauanlagen am unteren Neckar erste Maßnahmen zur EisbekĂ€mpfung angeordnet. Die Wassertemperatur des Neckars in Heidelberg ist seit Mittwoch um 1,5 Grad Celsius auf derzeit 2 Grad Celsius gefallen.

Der Hydrologe des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Eugen Bierweiler, berichtet: „Noch ist die Eisbildung an den Schifffahrtsanlagen gering. Im Raum Heidelberg sind in den Schleusenkammern rd. 1 cm Eisdicke gemessen worden. In den VorhĂ€fen zwischen Feudenheim und NeckargemĂŒnd wurde Randeis festgestellt. Die Schifffahrt hat derzeit noch keine EinschrĂ€nkungen“.

Im WSA Heidelberg wurde seit heute Morgen der „Krisenstab Eis“ aktiviert. Der Leiter des Krisenstabes ist Dipl.-Ing. Jochen Bode erlĂ€utert:

„Auf Grund der Großwetterlage rechnen wir mit Eis auf dem Neckar und Vereisung der Schleusen- und Wehranlagen. Deshalb habe ich angeordnet, dass ab Montag der Stauspiegel des Neckars auf dem unteren Toleranzniveau gehalten wird. Damit soll sichergestellt werden, dass kein Wasser ĂŒber die StauverschlĂŒsse strömt und diese dann unnötig vereisen und damit in ihrer Funktion eingeschrĂ€nkt werden. Dies wird Auswirkungen auf die Abladetiefe der Schifffahrt haben, die dann mit 10 cm weniger Tiefgang kalkulieren muss.“

Die Schleusenbetriebsstellen wurden angewiesen, dass Wasser auch durch Leerschleusungen in Bewegung zu halten, um die mögliche Eisbildung in den Schleusenkammern zu verzögern. Zudem wurden die Mitarbeiter des Bauhofs Neckarsteinach in erhöhte Rufbereitschaft versetzt. Alle Verwaltungsschiffe wurden auf den Eiseinsatz vorbereitet.

Besonders von Eis gefĂ€hrdete Bereiche an der Wasserstraße Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn sind die SchifffahrtskanĂ€le in Ladenburg, Schwabenheim und Neckarsulm, der Kanalhafen Heilbronn, die oberen und unteren VorhĂ€fen der Schleusen sowie die Bereiche im Oberwasser der Wehranlagen.

Neben der Schifffahrt rĂŒckt bei Eisbildung ein auch anderer Aspekt in den Vordergrund: Der ungehinderte Wasserabfluss an den Wehren. Sollten sich geschlossene Eisdecken ausbilden,
wird mit allen verfĂŒgbaren und verantwortbaren Mittel versucht, das Eis zu brechen und ĂŒber die Wehranlagen abzufĂŒhren.“