Montag, 14. Oktober 2019

Die Entscheidung fĂ€llt fĂŒr das Konzept und nicht fĂŒr das Geld

Adler wird Mehrgenerationenhaus

Adito Àndert den Vorschlag zur Bebauung des AdlergelÀndes.

Dossenheim, 18. Juli 2012. (red/cr) Gestern entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich fĂŒr den Vorschlag auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Gemeindehauses Adler ein Mehrgenerationenhaus zu errichten.

Von Christian Ruser

Im vergangenen Monat hatte der Gemeinderat dem Bewerber Adito die Chance zur Nachbesserung des vorgestellten Vorschlags fĂŒr das GrundstĂŒck des Adlersaals gegeben (siehe unseren Bericht). Diese Anpassungen wurden vorgelegt.

FĂŒr Hans-Peter Stöhr (CDU) war nicht nur das Konzept des Mehrgenerationenhaus fĂŒr Dossenheim und den Kronenburger Hof eine Bereicherung, sondern auch die GiebelstĂ€ndigkeit der HĂ€user, die nachgebessert wurde. Dieser QualitĂ€tsgewinn ĂŒberwiege den finanziellen Gewinn, der durch andere Nutzungskonzepte erreicht werden könnte.

Thomas Katlun (BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) kann sich Herrn Stöhr anschließen. Auch nach seiner Meinung ist das Konzept eines Mehrgenerationenhauses ideell höher zu bewerten, als die möglichen Mehreinnahmen. Ebenso spricht sich  Barbara Castaneda (grĂŒn-kommunal) fĂŒr Adito aus.

Carlo Bonifer (SPD) gibt weiterhin zu bedenken, dass zwar Mehreinnahmen durch ein Konzept fĂŒr herkömmliches Gewerbe möglich sind. Da aber bereits der Einzelhandel in der Hauptstraße mit Widrigkeiten zu kĂ€mpfen hat, fragt er sich, ob dies am Kronenburger Hof nicht Ă€hnlich wĂ€re. Das Mehrgenerationenhaus bietet eine deutliche Alternative. Kurz bringt er es auf den Punkt:

Wir schaffen etwas Außergewöhnliches in Dossenheim, fĂŒr Dossenheim, fĂŒr Dossenheimer BĂŒrger.

Hermann Fischer (FDP) beschĂ€ftigt sich auch heimathistorisch mit dem Adler. So konnte er ein etwa 130 Jahre altes Bild finden, auf dem bereits eine giebelstĂ€ndige Lösung zu sehen ist. Wie auf dem Bild, wĂŒrde er sich wieder einen Brunnen wĂŒnschen.

Cornelia Wesch (Freie WĂ€hler) betont, dass nach ihrem Bewertungskatalog das Konzept von Adito zwar ĂŒberzeugt, aber in anderen Aspekten die Firma Tectum klar die Nase vorn hatte. Auch die geringeren Einnahmen von 150.000 bis 200.000 Euro dĂŒrfen nicht vernachlĂ€ssigt werden. Deshalb hatten die Freien WĂ€hler die Firma Tectum bevorzugt.

Der Gemeindrat beschließt mehrheitlich mit sieben Enthaltungen Adito eine Kaufoption von sechs Monaten zu gewĂ€hren, um die Planung zu konkretisieren. Nach der Sommerpause soll aktiv mit Adito in PlanungsgesprĂ€che gegangen werden.

 

Gemeinderat vertagt Entscheidung zum Adler-Komplex

Zweite Chance fĂŒr Adito

 

Noch ist unklar, ob hier ein Wohnkomplex oder ein Generationenhaus entsteht.

Dossenheim, 27. Juni 2012. (red/cr) Die Entscheidung ĂŒber die sechsmonatige Kaufoption wurde auf die Sitzung im Juli vertagt. Der Gemeinderat möchte der Firma Adito die Chance zur Nachbesserung geben.

Der Adler ist seit Jahren ein Sorgenkind der Gemeinde. Das GebĂ€ude am Kronenburger Hof steht seit Jahren leer. Nun haben drei Interessenten dem Gemeinderat ihre Ideen vorgestellt und dieser hat sie geprĂŒft. Der Gemeinderat beriet gestern, welcher Firma eine sechsmonatige Kaufoption eingerĂ€umt werden sollte.

Die Freien WĂ€hler haben einen Kriterienkatalog entwickelt und diesen als Maßstab fĂŒr alle drei VorschlĂ€ge angelegt. FĂŒr sie besticht deshalb das Modell der Firma Tectum. Sie planen einen Wohnkomplex zu errichten.

Die ĂŒbrigen GemeinderĂ€te sind sich einig, dass die Entscheidung um einen Monat zu vertagen. Sie möchten der Firma Adito die Möglichkeit geben ihren Entwurf hinsichtlich einiger VorschlĂ€ge des Gemeinderats nachzubessern.

Hermann Fischer (FDP) betont, dass der Kronenburger Hof der wichtigste Platz der Gemeinde ist. Deshalb wĂ€re der Vorschlag Aditos, ein Generationenhaus zu bauen, auch eine ideelle Aufwertung fĂŒr den Platz. Es ist aber wichtig, dass ein GebĂ€udeumbau auch in das Dorfbild passt.

Carlo Bonifer (SPD) ist ebenfalls der Meinung, dass ein reiner Kriterienkatalog nicht ausreicht. FĂŒr ihn ist besonders die soziale Komponente wichtig. BĂŒrgermeister Lorenz gibt zu Bedenken, dass man vor der Sommerpause eine Entscheidung treffen sollte. Eine Vertagung auf die Juli-Sitzung sieht er aber als unproblematisch. Der Gemeinderat entschließt sich fĂŒr eine Vertagung. Gegenstimmen kommen nur von den Freien WĂ€hlern.