Donnerstag, 18. Juli 2019

Die Entscheidung f├Ąllt f├╝r das Konzept und nicht f├╝r das Geld

Adler wird Mehrgenerationenhaus

Adito ├Ąndert den Vorschlag zur Bebauung des Adlergel├Ąndes.

Dossenheim, 18. Juli 2012. (red/cr) Gestern entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich f├╝r den Vorschlag auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Gemeindehauses Adler ein Mehrgenerationenhaus zu errichten.

Von Christian Ruser

Im vergangenen Monat hatte der Gemeinderat dem Bewerber Adito die Chance zur Nachbesserung des vorgestellten Vorschlags f├╝r das Grundst├╝ck des Adlersaals gegeben (siehe unseren Bericht). Diese Anpassungen wurden vorgelegt.

F├╝r Hans-Peter St├Âhr (CDU) war nicht nur das Konzept des Mehrgenerationenhaus f├╝r Dossenheim und den Kronenburger Hof eine Bereicherung, sondern auch die Giebelst├Ąndigkeit der H├Ąuser, die nachgebessert wurde. Dieser Qualit├Ątsgewinn ├╝berwiege den finanziellen Gewinn, der durch andere Nutzungskonzepte erreicht werden k├Ânnte.

Thomas Katlun (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen) kann sich Herrn St├Âhr anschlie├čen. Auch nach seiner Meinung ist das Konzept eines Mehrgenerationenhauses ideell h├Âher zu bewerten, als die m├Âglichen Mehreinnahmen. Ebenso spricht sich┬á Barbara Castaneda (gr├╝n-kommunal) f├╝r Adito aus.

Carlo Bonifer (SPD) gibt weiterhin zu bedenken, dass zwar Mehreinnahmen durch ein Konzept f├╝r herk├Âmmliches Gewerbe m├Âglich sind. Da aber bereits der Einzelhandel in der Hauptstra├če mit Widrigkeiten zu k├Ąmpfen hat, fragt er sich, ob dies am Kronenburger Hof nicht ├Ąhnlich w├Ąre. Das Mehrgenerationenhaus bietet eine deutliche Alternative. Kurz bringt er es auf den Punkt:

Wir schaffen etwas Au├čergew├Âhnliches in Dossenheim, f├╝r Dossenheim, f├╝r Dossenheimer B├╝rger.

Hermann Fischer (FDP) besch├Ąftigt sich auch heimathistorisch mit dem Adler. So konnte er ein etwa 130 Jahre altes Bild finden, auf dem bereits eine giebelst├Ąndige L├Âsung zu sehen ist. Wie auf dem Bild, w├╝rde er sich wieder einen Brunnen w├╝nschen.

Cornelia Wesch (Freie W├Ąhler) betont, dass nach ihrem Bewertungskatalog das Konzept von Adito zwar ├╝berzeugt, aber in anderen Aspekten die Firma Tectum klar die Nase vorn hatte. Auch die geringeren Einnahmen von 150.000 bis 200.000 Euro d├╝rfen nicht vernachl├Ąssigt werden. Deshalb hatten die Freien W├Ąhler die Firma Tectum bevorzugt.

Der Gemeindrat beschlie├čt mehrheitlich mit sieben Enthaltungen Adito eine Kaufoption von sechs Monaten zu gew├Ąhren, um die Planung zu konkretisieren. Nach der Sommerpause soll aktiv mit Adito in Planungsgespr├Ąche gegangen werden.

 

Gemeinderat vertagt Entscheidung zum Adler-Komplex

Zweite Chance f├╝r Adito

 

Noch ist unklar, ob hier ein Wohnkomplex oder ein Generationenhaus entsteht.

Dossenheim, 27. Juni 2012. (red/cr) Die Entscheidung ├╝ber die sechsmonatige Kaufoption wurde auf die Sitzung im Juli vertagt. Der Gemeinderat m├Âchte der Firma Adito die Chance zur Nachbesserung geben.

Der Adler ist seit Jahren ein Sorgenkind der Gemeinde. Das Geb├Ąude am Kronenburger Hof steht seit Jahren leer. Nun haben drei Interessenten dem Gemeinderat ihre Ideen vorgestellt und dieser hat sie gepr├╝ft. Der Gemeinderat beriet gestern, welcher Firma eine sechsmonatige Kaufoption einger├Ąumt werden sollte.

Die Freien W├Ąhler haben einen Kriterienkatalog entwickelt und diesen als Ma├čstab f├╝r alle drei Vorschl├Ąge angelegt. F├╝r sie besticht deshalb das Modell der Firma Tectum. Sie planen einen Wohnkomplex zu errichten.

Die ├╝brigen Gemeinder├Ąte sind sich einig, dass die Entscheidung um einen Monat zu vertagen. Sie m├Âchten der Firma Adito die M├Âglichkeit geben ihren Entwurf hinsichtlich einiger Vorschl├Ąge des Gemeinderats nachzubessern.

Hermann Fischer (FDP) betont, dass der Kronenburger Hof der wichtigste Platz der Gemeinde ist. Deshalb w├Ąre der Vorschlag Aditos, ein Generationenhaus zu bauen, auch eine ideelle Aufwertung f├╝r den Platz. Es ist aber wichtig, dass ein Geb├Ąudeumbau auch in das Dorfbild passt.

Carlo Bonifer (SPD) ist ebenfalls der Meinung, dass ein reiner Kriterienkatalog nicht ausreicht. F├╝r ihn ist besonders die soziale Komponente wichtig. B├╝rgermeister Lorenz gibt zu Bedenken, dass man vor der Sommerpause eine Entscheidung treffen sollte. Eine Vertagung auf die Juli-Sitzung sieht er aber als unproblematisch. Der Gemeinderat entschlie├čt sich f├╝r eine Vertagung. Gegenstimmen kommen nur von den Freien W├Ąhlern.