Montag, 15. Oktober 2018

Sonderheft bietet nützliche Tipps für Erstsemester und Fortgeschrittene

„Finanztest“ zum Studienbeginn

Rhein-Neckar, 09. August 2012. (red/la) Ein gut geplantes Studium ist die halbe Miete. Neben Fächer- und Hochschulwahl wird die Finanzplanung immer wichtiger. Auch wenn Baden-Württemberg die Studiengebühren wieder abgeschafft hat: Niemand will sich mitten in der Prüfungszeit mit dem gesperrten Girokonto herumschlagen oder im Auslandssemester feststellen, dass die Krankenversicherung nur in Deutschland zahlt. Das aktuelle Finanztest-Sonderheft hilft dabei, die größten Fallstricke zu vermeiden und das Studium finanziell vorauszuplanen.

Von Reinhard Lask

Fast 90 Seiten geballte Information für Erstsemester und fortgeschrittene Akademiker: Das „Themenpaket Studienbeginn“.

Der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zufolge brauchen Student pro Monat zwischen 562 und 1085 Euro zum Leben – je nach Anspruch, Studiengang und Wohnort. Doch wer zahlt das alles, wenn Papa es nicht richten kann oder will? Für diese und andere Fallstricke des Studentenlebens bietet das aktuelle Finanztest-Sonderheft „Themenpaket Studienbeginn“ praktische Hilfestellungen und ist ein nützlicher Ratgeber für Dinge, die Erstsemester und Fortgeschrittene finanziell und auch rechtlich im Auge haben sollten.

Studienkreditvergleich spart bis zu 2.861 Euro

Das zum Leben nötige Kleingeld müssen sich rund zwei Drittel der Studenten per Nebenjob dazuverdienen. Wieviel man steuerfrei verdienen darf und wie viele Stunden pro Woche erlaubt sind, sollte jedem bekannt sein. Unwissen kostet nicht nur bares Geld, sondern kann im schlimmsten Fall zur Exmatrikulation führen.

Wenn die guten Noten nicht unter nächtlichem Kellnern leiden sollen, kann ein Stipendium weiterhelfen. Exzellente Leistungen sind dabei nur ein Kriterium. Kirchen, Stiftungen und andere Institutionen belohnen auch soziales oder politisches Engagement. Viele Stipendien decken jedoch gerade mal den Bücheretat.

Wer kein Bafög beziehen kann, sollte sich über einen Studienkredit informieren. Hier lohnt sich genaues hinschauen: Zwischen dem teuersten und günstigsten Angebot besteht laut Finanztest-Modellrechnung ein Unterschied von 2.861 Euro Schulden.

Das zusätzliche Geld auf das heimische Girokonto einzuzahlen gehört zum Studienbeginn auf den Prüfstand. Viele behalten das heimische Konto selbst dann, wenn sie hunderte Kilometer entfernt studieren. Die geografische Nähe zur Bank hat Vorteile: Das Geldabheben vom Konto der „Heimatbank“ an einem Geldautomaten im Studienort kann teuer werden. Es spart unnötige Gebühren sich einen günstigeren Anbieter vor Ort oder eine Direktbank mit besseren Konditionen zu suchen.

Mehr fürs gleiche Geld

Viele übersichtliche Tabellen bieten dem Leser einen schnellen Überblick darüber, welche Krankenkasse, Bank oder Versicherung für ihn die passende ist oder ob sich der Verbleib in der Familienversicherung lohnt. Bei der Wahl der Krankenkasse lassen sich kaum Gebühren sparen, allerdings zeigt ein Leistungsvergleich interessante Angebotsunterschiede auf.

Studienzeit ist auch Partyzeit. Und dass nach guten WG-Partys Scherben zurückbleiben ist beinahe normal. Nur: Wer zahlt den Scherbenhaufen? Übernimmt das die Haftpflichtversicherung der Eltern oder braucht man gar eine eigene Hausratversicherung? Noch weniger Gedanken macht man sich Anfang Zwanzig über Gebrechen, die in der Zukunft auf einen lauern könnten. Gerade zu Beginn des Studiums kann es sich lohnen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Je jünger und gesünder man ist, desto günstiger fallen die Tarife aus.

Nicht jede zahlt im Ausland

Besonders heikel sind Krankheiten oder Verletzungen, die man sich im Ausland zuzieht. Da es in beinahe allen Studiengängen normal ist, ein Semester im Ausland studiert zu haben, betrifft die Frage „Krankenversicherung im Ausland“ immer mehr Studenten. Allerdings übernimmt nicht jede Krankenkasse die Behandlungskosten im Auslandssemester, sodass eine spezielle Versicherung notwenig sein kann.

Fazit: Das „Themenpaket Studienbeginn“ bietet viele nützliche Tipps rund um die finanziellen Aspekte des Studentenlebens. Die stimmige Mischung aus Fakten und lebendiger Schliderungen aus Studentensicht, erleichtern den Zugang zu den Fragen rund um den Start ins akademische Leben. Bei einem Bezugspreis von 3 Euro für das Themenpaket ist eine positive Kosten-Nutzen-Relation garantiert.

Das Heft steht als PDF zum Download auf www.test.de zur Verfügung. Lesen sie auch den Bericht unserer Mitarbeiterin Alina Eisenhardt, die in wenigen Wochen ihr Studium beginnt.