Sonntag, 19. November 2017

Überschaubares Defizit der Hanna und Simeon Heim Betriebs gGmbH

Wirtschaftspläne finden Zustimmung

Wappen DossenheimDossenheim, 14. April 2014. (red) Die Wirtschaftspläne der Hanna und Simeon Heim- und Betriebs gGmbH sowie der HS Altenpflegeheim GmbH wurden seitens des Gemeinderats genehmigt. Sie seien eng gestrickt, aber dennoch zeigte sich Bürgermeister Hans Lorenz positiv gestimmt: In den Wirtschaftsplänen sei ein überschaubares Defizit in den ersten Jahren ersichtlich. Laut den Wirtschaftsplänen wird bei der Hanna und Simeon Heim Betriebs gGmbH ab 2016 von einem Jahresüberschuss ausgegangen. „Es ist erfreulich, dass das Haus schon jetzt vollständig belegt ist – viel früher als erwartet“, so Bürgermeister Lorenz. Zu den Beratungen bezüglich Wirschaftsplänen und Jahresrechnungen künftiger Jahre werden auf Wunsch des Gemeinderats wie auch der Verwaltung Vertreter der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaft eingeladen.

Die Bürger Dossenheims schlagen gleich fünfzehn von zwanzig Kandidaten vor

Zwanzig Schöffenkandidaten, ein Frisörsalon und eine Werbeanlagesatzung

Dossenheim, 16. Mai 2013. (red/zef) Der Gemeinderat einen neuen Bebaubungsplan für das Gewerbegebiet Nord beschlossen, legte die neue Werbeanlagesatzung zur Einsicht offen und wählte 20 Schöffenkandidaten für die Jahre 2014 bis 2018. 

Von Ziad-Emanuel Farag

Es gab fünf Vorschläge aus dem Gemeinderat. Aber zum Glück gab es von den Bürgern selbst genügend Vorschläge, sodass wir zwanzig Kandidaten haben. Alle erfüllen, was zum Beispiel ihren Beruf betrifft, die Voraussetzungen,

so Bürgermeister Hans Lorenz. Das Amtsgericht Heidelberg wird unter diesen Kandidaten noch eine Auswahl treffen.

Im Gewerbegebiet Nord sollte ursprünglich ein Backshop angesiedelt werden. Da dies nun nicht mehr der Fall ist, wird dort nun ein Frisörsalon eröffnet. Aufgrund des Durchführungsvertrags mit dem Nachbarschaftsverband musste der Gemeinderat sich damit befassen. Der Vertrag bezweckt, dass keine zu starke Konkurrenzsituation im Textil- und Lebensmittelhandel mit den Geschäften der umliegenden Orte entsteht. Neben einem Frisörsalon gibt es dort künftig auch eine Apotheke, eine Geschäft für Tiernahrung sowie ein Modegeschäft.

Beide Beschlüsse erfolgten am 07. Mai einstimmig. Zudem wurde die Werbeanlagesatzung (näheres hier) offengelegt. Die Bürgerinnen und Bürgern können sie nun vier Wochen im Rathaus einsehen und auf dieser Grundlage der Verwaltung ihre Anmerkungen dazu vorbringen.

Gemeinde Dossenheim ehrt ihre Sportler - und ihre Blutspender

Sportliche Erfolge und soziales Engagement

Nur ein Bruchteil der geehrten Erwachsenen sind hier zusehen. Gerade viele Sportler haben sich für die Feier entschuldigen müssen, weil sie noch Wettkämpfe zu bestreiten hatten.

 

Dossenheim, 27. September 2012. (red/xmu) Die jährliche Ehrung für Sportler, verdiente Vereinsmitglieder und Blutspender der Gemeinde Dossenheim fand diesmal beim Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. im Neckargeschwann statt.  Neben der Verleihungszeremonie sorgten gutes Essen, musikalische Darbietungen und die Vorführungen der Schäferhunde für gute Stimmung.

Von Xiaolei Mu

Die Musikkapelle der katholischen Pfarrgemeinde bei einer wohlverdienten Verschnaufpause.

Eine Sportlerehrung zu organisieren ist wahrscheinlich kein Zuckerschlecken, wenn es darum geht über 300 Menschen für ihre Leistungen zu würdigen. Schwimmer, Schützen, Badminton, Fußball, rotes Kreuz, Musikkapelle – die Aktivitäten unter den Gewürdigten ist vielfältig, doch sie alle hatten die Chance während dieses Festes einen Moment lang das Rampenlicht zu genießen.

Bürgermeister Hans Lorenz ehrte als Repräsentant der Gemeinde Mannschaften und Einzelpersonen für herausragende sportliche Leistungen, aber auch Menschen, die sich über ihre ehrenamtliche Tätigkeit in ihrem Verein verdient gemacht haben. Die Blutspender, die früher separat geehrt wurden, erhielten für ihre Donationen ebenfalls ihre Lorbeeren, wie beispielsweise Christiane Keller mit 50 Blutspenden.

Vorsicht bissiger Schäferhund. Eine Demonstration der Schutzhundsport-Disziplin.

Wegen der schieren Menge der Menschen, die sich verdient gemacht haben, erhielten Erwachsene und Kinder separat ihre Urkunden und Geschenke, beginnend mit den Erwachsenen. Nach der ersten Runde der Ehrungen bereicherte die Musikkapelle der katholischen Pfarrgemeinde Dossenheim das Fest mit jaaziger Hintergrundmusik, die gut zu der entspannten Atmosphäre passte.

Der Verein für Deutsche Schäferhunde nutzte diese Gelegenheit, um ihre Arbeit vorzustellen. Dabei präsentierten sie drei unterschiedliche Disziplinen des Hundesports: Unterordnung, Schutzhundsport und Agilität.

Die Ehrungen für die Kinder und ihre sportlichen Erfolge folgte schließlich als Ausklang einer gelungenen Zelebrierung von sinnvoller Freizeitgestaltung und sozialem Engagement.

Dossenheim feiert bis Dienstag Kerwe

Die Schlumpel kam mit Bodyguards

„Ehr Leit, ehr Leit, in ånere Woch, do isch´s soweit, in Dossene is willer Kerwezeit“. Am Samstag startete die „Dossema Kerwe“ traditonell im Kronenburger Hof. Foto: Reinhard Lask

 

Dossenheim, 15. September 2012. (red/la) Schon bei der Eröffnung der 2012er Kerwe gab’s großen Bahnhof: Die Kerweborscht machten aus dem Abholen der Schlumpl ein filmreifes Spektakel. Danach ging es im Kronenburger Hof traditionell weiter. Gegen Abend verzogen sich sogar die Wolken und machten den Weg frei für „ä schäini Kerwe 2012“.

Von Reinhard Lask

Bevor Bürgermeister Hans Lorenz die Kerwe eröffnet, ist es Tradition die „Kerweschlumpl“ abzuholen. Die hatte sich diesmal um Viertel nach zwei am OEG-Bahnhof angekündigt. Mit divenhafter Verspätung kam die Actrice eine Viertelstunde zu spät und mit großem Bahnhof. Diesmal hatten sich der Kerweparre und seine Kerweborscht einen filmreifen Auftritt ausgedacht.

Wie es sich für einen prominenten Gast gehört, verspätete sich die Schlumpl. Allerdings musste Bürgermeister Lorenz nur eine knappe Viertelstunde warten. Dann traf eine Limousine ein, die sich im Schritttempo der Versammlung an Bahnhof näherte. Neben dem Wagen liefen sechs Personenschützer. Die Polizei „sperrte“ sogar kurz die Straße. Traditionell lassen sich die Kerweborscht jedes Jahr was Neues zur Abholung der Schlumpl einfallen. Diesmal stand offenbar der Hollywood-Blockbuster „In the Line of Fire“ Pate – nur ohne Clint Eastwood.

Auch die Spitzenpolitiker aus Bundestag und Landtag wollten der Schlumpl ihre Aufwartung machen und natürlich auch die Kerwe besuchen: Lothar Binding und Karl A. Lamers aus dem Bundestag sowie die Landtagsabgeordneten Uli Sckerl, Georg Wacker und Gerhard Kleinböck unterstützten ihre Kollegen aus dem Gemeinde- und Jugendgemeinderat.

Königlicher Besuch aus Schriesheim

Nach Händedruck und Begrüßung zwischen Kerweparre und Bürgermeister machte sich die Gesellschaft auf den Weg zum Festplatz im Kronenburger Hof. Allen voran die Musiker der Katholischen Pfarrmusik. Die Trachtengruppe des Heimatvereins, Bürgermeister, Gemeinderäte und die Vorstände der Vereine. Aus Schriesheim war Weinkönigin Melanie Gutfleisch gekommen, die sich mit ihren Prinzessinnen Alexandra Quick und Yvonne Fath ebenfalls dem Tross anschloss.

Den Straßenrand säumten einige Anwohner, die besonders ihre Kerweborscht herzlich willkommen hießen. Um die „lange“ Strecke zwischen Bahnhof und Festplatz zu überbrücken, spendete ein freundlicher Bürger den Burschen einen Kasten Bier als Wegzehrung. Auf der großen Bühne im Hof angekommen erfolgte dann die Eröffnung der Kerwe und die Vorstellung der Kerweschlumpl.

Gutes Kerwewetter vorhergesagt

Trotz des kühlen Wetters war an den Ständen der Vereine im Kronenburger Hof bereits einiges los. Auch die Flohmarktstände in den Straßen um den Hof herum waren am Nachmittag noch immer gut besucht. Im Verlauf des Abends verzogen sich dann nicht die Gäste, sondern glücklicherweise nur die Wolken. Laut Vorhersage soll das Wetter bis Dienstagabend halten. Erst dann ist Regen angesagt. Das sollte für ein schönes  Fest reichen.


Das Kerweprogramm von Sonntag bis Dienstag


Sonntag, 16. September:

  • Ab 8 Uhr: Flohmarkt, Straßenfest der örtlichen Vereine
  • Ab 10 Uhr: ökumenischer Gottesdienst auf dem „Kronenburger Hof“ und Kindergottesdienst im Martin-Luther-Haus
  • 12:30 Uhr: Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein Dossenheim
  • 14:30 Uhr: Holzäpfeltanz mit der Trachtengruppe des Heimatvereines / Kerwepredigt der „Dossema Bannweidbuwe“
  • Ab 15:30 Uhr: Chor der Neubergschule / DJK Gesangsgruppe
  • 19 Uhr: Livemusik mit „Badisch-Pfälzische Freundschaft feat. Uwe Janssen“

Montag, 17. September:

  • Ab 9 Uhr traditionelles Knöchelessen in den Dossenheimer Gaststätten sowie in verschiedenen Straußwirtschaften von Vereinen
  • 10 Uhr Seniorenfrühschoppen in der Museumsscheuer

Dienstag, 18. September:

  • Ab 16.00 Uhr Kerweausklang auf dem Kronenburger Hof
  • Ab 19.00 Uhr Bestattung der Kerweschlumpl

An allen Kerwetagen ist der große Vergnügungspark am Rathausplatz geöffnet.

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Rektor Gerd Ortlieb geht in den Ruhestand

Alleskönner mit Managerqualitäten

Die Neubergsänger verabschieden ihren Rektor.

Dossenheim, 25. Juli 2012. (red/cr) Zur feierlichen Verabschiedung des Grundschulrektors der Neubergschule, Gerd Ortlieb kam alles was Rang und Namen in Dossenheim hat. Im Bühnensaal des Martin-Luther-Hauses wünschten Kollegen, der Bürgermeister, die Pfarrer sowie Eltern und Schüler dem scheidenden Rektor einen schönen Ruhestand.

Von Christian Ruser

Sichtlich gerührt, Gerd Ortlieb.

Mit einem neuen Text auf das Disneylied „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ eröffnen die Neubergsänger unter der Leitung von Markus Ranzenberger die Feier. In seiner anschließenden Rede möchte Ranzenberger auch nur das Wesentliche zusammenfassen, da ihm noch zahlreiche Beiträge folgen. Für ihn ist Ortlieb ein „Alleskönner mit Managerqualitäten“. Im Kollegium wird er neben seinen pädagogischen Fähigkeiten auch für seinen Führungsstil geschätzt. Eigenverantwortliches Arbeiten bildet dabei den Kern.

Auch die folgenden Reden heben Ortliebs Leistungen hervor. Für Schulrat Eberle hat er in seinen 20 Jahren als Rektor die Neubergschule maßgeblich gestaltet.

Als drei Tenöre verabschiedet das Kollegium ihren Rektor.

Herr Ortlieb ist von den freundlichen Worten sichtlich bewegt. Zum Glück gibt es immer wieder Showeinlagen, die ein wenig für Ablenkung sorgen. Weder Tanz AG, Elternbeirat noch Kollegium lassen es sich nehmen mit Tanz und Gesang Gerd Ortlieb einen ganz besonderen Abschied zu bereiten

Neuer Schulleiter wird aber dem nächsten Schuljahr der bisherige Konrektor, Markus Ranzenberger.

Besorgte Anwohner sprechen im Gemeinderat

Sorge um Krippenzufahrt

Anwohner fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder.

Dossenheim, 19. Juli 2012. (red/cr) Während der Gemeinderatssitzung am Dienstag brachten Anwohner aus der Anne-Frank-Straße die Bitte vor, die Zufahrt für einen neue Kinderkrippe nicht über diese Straße zu regeln.

Die Anwohner befürchten, dass während der Bring- und Abholzeiten mit einem enormen Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Die zwanzig Kinder der Anwohnerfamilien würden so einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt, da es keinen Gehweg gibt. Auch wird befürchtet, dass der Weg zur Schule oder Arbeit blockiert sein könnte.

Es wird angeregt eine busspurähnliche Lösung an der B3 in Betracht zu ziehen. Sollte das nicht möglich sein, möchten die Anwohner schriftlich bestätigt haben, dass die Gemeinde vor dieser Gefahr gewarnt wurde.

Bürgermeister Lorenz nimmt die Anregung gerne entgegen, vermutet aber, dass es keine andere Möglichkeit geben wird. Auch glaubt er, dass die Verkehrsbelastung durch eine Kinderkrippe nicht so extrem ist, wie es bei anderen Betrieben der Fall wäre.

Eine schriftliche Bestätigung der Warnung kann Herr Lorenz nicht erteilen, da der Gemeinderat als Gremium nicht haftbar gemacht werden kann.

Auch wenn die Sorge der Anwohner nachvollziehbar ist, scheint sie doch etwas extrem. So wird angenommen, dass für eine Krippe mit dreißig Plätzen auch die gleiche Zahl an Parkmöglichkeiten notwendig wird. Vergleicht man die Parkplatzsituation mit anderen Dossenheimer Kinderbetreuungseinrichtungen, so haben die Kindergärten in der Lessingstraße, dem Kronenburger Hof und in der Wilhelmstraße Parkplätze für das Personal direkt in der Straße.

Kaum Änderungen für den Regionalplan beantragt

Fast alles bleibt beim Alten

Bei fast allen Punkten sind sich die Gemeinderäte einig. Bei den abweichenden Meinungen geht es nur um die Aufteilung der Flächen, nicht um die Größe.

 

Dossenheim, 18. Juli 2012. (red/cr) Nur der Bereich 3 (hinter der Feuerwehr und dem Bauhof) soll im Regionalplan geändert werden. Ziel ist aber keine Veränderung der Flächengröße, sondern des Zuschnitts des Entwicklungsgebiets für Gewerbe. Außerdem möchte die Gemeinde, dass der „Steinbruch Vater“ als Abbaugebiet aus dem Plan genommen wird.

Von Christian Ruser

Seit langem beschäftigt sich der Gemeinderat mit einzelnen Aspekten des Regionalplans. Da bis August die Gemeinden und Bürger ihre Vorschläge einbringen können, musste der Gemeinderat über seinen Vorschlag abstimmen.

Bereits in der Bürgerfragestunde gibt es Fragen zum Regionalplan. Eine besorgte Bürgerin befürchtet, durch den Gemeinderat und die Verwaltung nicht ausreichend informiert worden zu sein. Außerdem wirft sie dem Gemeinderat vor, das Thema erst dann zu diskutieren, wenn es für Bürgerbeteiligung zu spät ist.

Bürgermeister Lorenz stimmt zu, dass es sehr kurzfristig sei, der Regionalplan bereits seit zwei Wochen offen ausliege. Bürger und Gemeinde haben seit der Offenlegung vier Wochen Zeit dazu Stellung zu nehmen. Die Fraktionen hätten bereits im Vorfeld die Möglichkeit gehabt, intern und mit den Bürger darüber zu diskutieren.

Frau Philippi (CDU) möchte zu demVorwurf Stellung nehmen, der auch als Leserbrief in der RNZ geäußert worden war. Sie weist diese Behauptung  entschieden zurückweisen.

Bürgermeister Lorenz ist ein Verfechter von bürgernaher Politik. Ihm ist aber wichtig, dass Bürgernähe bedeute, für die Bürger erreichbar zu sein und aktiv mit ihnen in Verbindung zu treten. Bürgernähe bedeute aber nicht, immer gleicher Meinung zu sein.

Dossenheim hat die kleinste Entwicklungsfläche in der Region

Vor der Diskussion der einzelnen möglichen Änderungspunkte im Regionalplan gibt Hans Lorenz einen Überblick über die Entwicklungsflächen in den Nachbargemeinden. Dossenheim hat mit 13 Hektar deutlich die kleinste Entwicklungsfläche beantragt. Auch wenn die bisherigen Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung unter den tatsächlichen Geburten geblieben sind, müsse die Frage gestellt werden, wie viel Entwicklungsfläche für die kommenden Jahre benötigt wird.

Der Gemeinderat ist sich einig, dass die vorhandene Fläche genügt. Bürgermeister Lorenz begrüßt es als „gutes Zeichen“ nicht zu viel Fläche zu überplanen. Das Thema Windkraft kommt im Regionalplan nicht zum Tragen, da es im Flächennutzungsplan geregelt werden soll.

Trennstreifen zu Handschuhsheim bleibt

Da ein bisher noch nicht ausgewiesenes Gebiet für eine Erweiterung der privaten Schule LernZeitRäume in Frage kommt, wird diese Fläche auf Antrag von Barbara Castaneda (grün-kommunal) zuerst behandelt. Die Schule benötigt ein Grundstück von 2.500 bis 3.000 Quadratmetern.

Das fragliche Gebiet, das Gewann Schwertäcker, kommt für die Gemeinderäte für eine Bebauung nicht in Frage. Es ist allgemeiner Wunsch durch unbebautes Gebiet eine deutliche Abgrenzung zur Gemarkung Handschuhsheim zu erhalten. Das Bauvorhaben der Schule soll aber unterstützt werden.

Nur geringe Änderungen

Erste Änderungen im Regionalplan wünschen sich alle Fraktionen im Bereich hinter der Feuerwehr und dem Bauhof. Während SPD, Bündnis90/Die Grünen und grün kommunal einig sind, die Fläche zu reduzieren, wünschen sich die Freien Wähler eine Neuordnung mit einem landwirtschaftlichen Trennstreifen hin zur Wohnbebauung. Die CDU möchte keine Änderung. Hermann Fischer (FDP) bevorzugt einen ähnlichen Vorschlag, aber eine andere Aufteilung als die Freien Wähler.

Es wird beschlossen, dass die Nutzungsfläche weder vergrößert, noch verkleinert, sondern neu zugeschnitten wird. Deshalb möchte der Gemeinderat mehrheitlich bei sechs Enthaltungen, dass die bisher noch nicht ausgewiesene Fläche zur Umplanung mit einbezogen wird. Später soll im Flächennutzungsplan die Neuverteilung geregelt werden.

Einig sind sich die Fraktionen den „Steinbruch Vater“ als Abbaustelle aus dem Regionalplan herauszunehmen. Weitere Änderungen werden nicht vorgenommen.

 

Gemeinderat vertagt Entscheidung zum Adler-Komplex

Zweite Chance für Adito

 

Noch ist unklar, ob hier ein Wohnkomplex oder ein Generationenhaus entsteht.

Dossenheim, 27. Juni 2012. (red/cr) Die Entscheidung über die sechsmonatige Kaufoption wurde auf die Sitzung im Juli vertagt. Der Gemeinderat möchte der Firma Adito die Chance zur Nachbesserung geben.

Der Adler ist seit Jahren ein Sorgenkind der Gemeinde. Das Gebäude am Kronenburger Hof steht seit Jahren leer. Nun haben drei Interessenten dem Gemeinderat ihre Ideen vorgestellt und dieser hat sie geprüft. Der Gemeinderat beriet gestern, welcher Firma eine sechsmonatige Kaufoption eingeräumt werden sollte.

Die Freien Wähler haben einen Kriterienkatalog entwickelt und diesen als Maßstab für alle drei Vorschläge angelegt. Für sie besticht deshalb das Modell der Firma Tectum. Sie planen einen Wohnkomplex zu errichten.

Die übrigen Gemeinderäte sind sich einig, dass die Entscheidung um einen Monat zu vertagen. Sie möchten der Firma Adito die Möglichkeit geben ihren Entwurf hinsichtlich einiger Vorschläge des Gemeinderats nachzubessern.

Hermann Fischer (FDP) betont, dass der Kronenburger Hof der wichtigste Platz der Gemeinde ist. Deshalb wäre der Vorschlag Aditos, ein Generationenhaus zu bauen, auch eine ideelle Aufwertung für den Platz. Es ist aber wichtig, dass ein Gebäudeumbau auch in das Dorfbild passt.

Carlo Bonifer (SPD) ist ebenfalls der Meinung, dass ein reiner Kriterienkatalog nicht ausreicht. Für ihn ist besonders die soziale Komponente wichtig. Bürgermeister Lorenz gibt zu Bedenken, dass man vor der Sommerpause eine Entscheidung treffen sollte. Eine Vertagung auf die Juli-Sitzung sieht er aber als unproblematisch. Der Gemeinderat entschließt sich für eine Vertagung. Gegenstimmen kommen nur von den Freien Wählern.

 

Projektgruppe stellt Leitbildentwurf vor

Wird Dossenheim Wir-Gemeinde?

Dossenheim, 27. Juni 2012. (red/cr) Die Zukunftswerkstatt stellt ein Leitbild für Dossenheim vor. Ziel könnte eine ökologische Wohlfühlgemeinde für alle Generationen sein.

Die Arbeitsgruppe Leitbild der Zukunftswerkstatt hat in den vergangenen Monaten intensiv an einem Leitbild für Dossenheim gearbeitet. Peter Wilhelm und Michael Nowag stellten dem Gemeinderat nun die Ergebnisse vor, die im Herbst im Gemeinderat nochmals intensiv Diskutiert werden.

Die Arbeitsgruppe hat die vielen Gedanken auf vier Kernpunkte verdichtet:

  • Dossenheim ist eine Wohngemeinde. Menschen aller Generationen sollen gerne in Dossenheim leben, da auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird.
  • Dossenheim möchte eine ökologischen Vorbildgemeinde sein. Dies sollte sich durch alternative Energieprojekte zeigen.
  • In Dossenheim soll die ortsansässige Wirtschaft die Chance haben, sich zu entwickeln.
  • In Dossenheim soll eine Ortsmitte geschaffen werden.

Die Gruppe wünscht sich vom Gemeinderat eine „Gesprächskultur“. Der Dialog zwischen Bürgern und Gemeinderat sollte intensiv betrieben werden.

Die Gemeinderäte können sich mit den Leitsätzen identifizieren. Bürgermeister Lorenz findet es trotz großer Akzeptanz sehr wichtig, sich intensiv mit dem Leitbild auseinanderzusetzen und zu diskutieren, damit der Gemeinderat auch von dem Leitbild überzeugt ist.

Auch für Carlo Bonifer (SPD) ist es wichtig, dass nicht nur Plattitüden, sondern auch Inhalte gesetzt werden. Unterschreiben des Leitbildes ist leicht, auf den Prüfstand wird der Gemeinderat aber bei den kommenden Entscheidungen gestellt. Die Realisierung wird sicher ein schwieriger Akt.

Dossenheim beauftragt EnBW mit Betriebsführung der Straßenbeleuchtung

Auf weitere vier Jahre gute Zusammenarbeit

Bürgermeister Lorenz, Bauamtsleiter Ullrich und EnBW-Kommunalberater Parstorfer (v.l.) bei der Unterzeichnung des Betriebsführungsvertrags.

Dossenheim, 29. Mai 2012. (red/cr) Am 31. Mai 2012 geht das Leitungsnetz der Straßenbeleuchtung in den Besitz der Gemeinde Dossenheim über. Für die Wartung hat Bürgermeister Lorenz mit der EnBW einen Betriebsführungsvertrag über vier Jahre abgeschlossen.

Von Christian Ruser

Bürgermeister Lorenz möchte auch die nächsten vier Jahre mit der EnBW zusammenarbeiten. Zu dieser Überzeugung waren er und der Gemeinderat gekommen. In der Vergangenheit hatte die EnBW das Leitungsnetz betrieben und die Wartung übernommen. Mit dem Übergang des Beleuchtungsnetzes in den Besitz der Gemeinde ist diese dafür verantwortlich.

Wie in vielen Nachbargemeinde wurde überlegt, ob der Netzbetrieb durch den Bauhof übernommen werden solle, da defekte Birnen durch diesen bereits ausgetauscht werden. In den Leistungen der EnBW wird eine 24-stündige Störungsannahme sowie die Plandokumentation und -auskunft gewährleistet.

Defekte Straßenlaternen lassen sich schneller lokalisieren durch individuelle Nummern.

Für Bürgermeister Lorenz ist die Entscheidung für die EnBW ganz einfach zu erklären. Die EnBW hat kompetentes und geschultes Personal, die Karten des Leitungsnetzes und das technische Wartungsgerät. die jährlichen Kosten von etwa 13.000 Euro sind im Vergleich zum Aufwand, den die Gemeinde im Eigenbetrieb leisten müsste, gering.

Für die Bürger ändert sich somit nichts. Im Falle eines Ausfalls der Straßenbeleuchtung kann dies weiterhin bei der Störungshotline der EnBW unter der Nummer 0800 3629-477 gemeldet werden.

Bürgern, die eine defekte Straßenlaterne melden wollen, rät EnBW-Mitarbeiter Parstorfer die Laternennummer bei der Störungsstelle mit durchzugeben. Die Nummer ist auf jeder Laterne auf etwa zwei Metern Höhe angebracht. So kann die EnBW die Fehlerquelle schnell eingrenzen und sie beheben.

 

 

 

Gemeinderat beauftragt KliBa

Dossenheim will Klimaschutzkonzept

Dossenheim, 24. Mai 2012. (red/cr) Um in Zukunft gezielter Klimaschutzmaßnahmen ergreifen zu können, beauftragt der Gemeinderat die Klimaschutz- und Energieberatungsagentur (KliBA) ein Konzept zu erstellen. Dort sollen auch konkrete Energiesparmöglichkeit für kommunale Liegenschaften berücksichtigt werden. [Weiterlesen…]

Dossenheimer Pfarrer segnen neues Einsatzfahrzeug

Mit Gottes Segen

Gemeinde, Feuerwehr, Industrie und Kirche feiern die neuen Einsatzfahrzeuge.

 

Dossenheim, 08. Mai 2012. (red/cr) Die freiwillige Feuerwehr ist mit dem Tag der offenen Tür mehr als zufrieden. Trotz wechselhaften Wetters kamen über 500 Gäste.

Von Christian Ruser

Seit zwei Wochen haben sich die Feuerwehrmänner auf den Tag  der offenen Tür vorbereitet. Die Gerätehalle wurde geschrubbt, die Einsatzfahrzeuge auf hochglanz poliert. Selbst Feuerwehrkommandant Hans-Peter Deubel legte bei der Zigeunersoße noch einmal Hand an und verlieh ihr die letzte Würze.

Im Mittelpunkt stand die Schlüsselübergabe des neuen Einsatzfahrzeugs. Hierzu war nicht nur Bürgermeister Lorenz und Thomas Schiller als Gemeindevertreter erschienen. Ganz in der Tradition der Dossenheimer Feuerwehr hatte man auch Pfarrer Manfred Billau und Pfarrer Ronny Baier eingeladen. Beide baten um den Segen für die Einsätze mit dem neuen Fahrzeug und eine sichere Heimkehr für die Feuerwehrmänner. Am Ende der Zeremonie übergab Herr Freidinger von der Firma Iveco Magirus Brandschutztechnik offiziell der Schlüssel und die Fahrzeuge wurden in den „offiziellen“ Dienst gestellt.

Zwar waren die beiden Einsatzfahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr Dossenheim und des Katastrophenschutzes schon am 11. November 2011 nach Dossenheim geliefert worden, doch hatte man bis Anfang 2012 die Zeit für Schulungen genutzt. Seitdem waren sie nur in kleineren Einsätzen dabei.

Die Jugendfeuerwehr zeigte den Kindern, wie man einen „Hausbrand“ löscht.

Für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgte die Jugendfeuerwehr. Bei Wasserspielen konnten die Kinder praktisch ausprobieren, wie man einen Hausbrand löscht. Die Eltern konnten sich währenddessen bei Kaffee, Kuchen, Pommes, Schnitzel und Eis entspannen. Auch wenn es ab und an eine Schlange vor dem Grill gab, sorgten Gerd Lorentz und die Frauen der Feuerwehrmänner dafür, dass niemand hungern musste.

Der neue Einsatzwagen ist optimal auf die Bedürfnisse der Feuerwehr Dossenheim abgestimmt.

Das Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 20/22 ersetzt das inzwischen 32 Jahre alte LF 16. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine Sonderanfertigung. Vom Aufbau wurde darauf geachtet, dass die Feuerwehrmänner die Rettungsmittel an den gleichen Orten finden, wie zuvor bei dem LF 16, um im Ernstfall nicht lange suchen zu müssen. Im Gegensatz zum Vorgänger ist die Technik aber auf dem neusten Stand. In zwei Tanks können 2.200 Liter Löschwasser und 120 Liter Schaum mitgeführt werden. Für Spezialeinsätze liegen vier Atemschutzgeräte, ein tragbarer Wasserwerfer und ein Hochleistungslüfter bereit.

Der Dienst der Feuerwehr ist ein Dienst für den Bürger,

betonte Feuerwehrkommandant Deubel die wichtige Aufgabe der Brandbekämpfer. In Dossenheim weiß man dies durchaus zu würdigen. Seit Jahren fällt ihm schon die Unterstützung der Gemeinde positiv auf. Aber die Bürger sind nicht weniger interessiert. So sind die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehr erfreulich hoch. Auch über die Besucherzahlen beim Tag der offenen Tür konnten sich die Feuerwehrmänner freuen. Es waren mehr als 500 Besucher gekommen.

Elterninitiative Ganztagsschule lädt zur Bedarfserhebung ein

Will Dossenheim zwei Ganztagsschulen?

Frau Beate (Mitte) eröffnet den Abend

 

Dossenheim, 05. Mai 2012. (red/cr) Die Elterninitiative „Ganztagsschule“ stellte das Projekt interessierten Eltern und Vertretern von Kindergarten, Schulen vor. Im Anschluss konnte das Publikum Fragen stellen.

Von Christian Ruser

Mehr als 130 Interessierte sitzen im Martin Luther Haus im Publikum. Die Elterninitiative „Ganztagsschule“ (GTS) hat die Eltern der Kindergartenkinder, Erst- und Zweitklässler eingeladen, gemeinsam den Bedarf eines Ganztagsangebots für die Grundschule zu diskutieren.

Zur Diskussion haben die Vertreter der Elterninitiative Frau Land, Frau Sliwka und Herr Klug auch Vertreter der beiden ortsansässigen Grundschulen, des Schulamts und die Weinheimer Rektorin Christiana Eitenmüller eingeladen.

Nach einer kurzen Vorstellung der Gäste begrüßt Bürgermeister Lorenz von Seiten der Gemeinde die Anwesenden. Ihm gefällt, dass die Initiative aus den Schulen heraus kommt.

Ganztagsschule und CDU ist für mich kein Widerspruch.

Für ihn steht fest, dass sich Schulen in Zukunft entwickeln müssen und sich Dossenheim dieser Entwicklung stellen muss. Die Arbeitergebnisse der Elterninitiative möchte er in den Gemeinderat einbringen. Die Erkenntnisse sollen als Diskussionsgrundlage dienen.

Wie sieht es in den Schulen aus?

Zunächst stellen die Vertreter der Elterninitiative Frau Land, Frau Sliwka und Herr Klug die gegenwärtige Situation an den Dossenheimer Schulen vor und beleuchten die Möglichkeiten einer Ganztagsschule. Bisher gibt es im Schulbezirk Mannheim 46 Ganztagsschulen.

In den Kindergärten ist das Ganztagsangebot bereits eingezogen und wird von den Eltern intensiv genutzt. Im Grundschulbereich wird außer der Kernzeitbetreuung noch nichts angeboten.

Was bietet eine offene Ganztagsschule?

Die Elterninitiative glaubt, dass für Dossenheim eine offene Ganztagsschule ein guter Ansatz ist. Bei diesem Modell wird parallel zum regulären Vormittagsunterricht ein Nachmittagsprogramm angeboten. Das Nachmittagsangebot soll Hausaufgabenbetreuung, Lernförderung, Sport- und Kunstangebote enthalten. Wichtigster Aspekt ist hierbei die Verlässlichkeit des Angebots, da Eltern sich darauf verlassen müssen, dass ihre Kinder in der Schule beaufsichtigt werden.

Uwe Wurz stellt die Rahmenbedingungen klar.

Der rechtliche Rahmen

Ein Hort legt den pädagogischen Schwerpunkt auf die Betreuung der Kinder. Eine Ganztagesschule soll auch in den Nachmittagsstunden den Schülern Bildungsmöglichkeiten anbieten.

Herr Wurz vom Schulamt erklärt, dass man sich für eine der beiden Modelle entscheiden sollte, da Fördergelder nur für Hort oder Ganztagesschule bereitgestellt werden. Beide Modelle nebeneinander zu realisieren ist deshalb nur schwer möglich.

Entscheidet man sich für eine offene Ganztagsschule, muss mindestens an vier Nachmittagen ein Angebot gewährleistet sein.

Herr Wurz ist der Auffassung, dass eine Ganztagesschule vor allem ein Gewinn für die Kinder darstellt. Es kommt bei den Kindern keine Langeweile auf.

Auch die Schule wird zum Lern- und Lebensort aufgewertet. Lernen in der Gemeinschaft und Vermittlung sozialer Kompetenzen sind zentrale Lehrinhalte von Ganztagesschulen. Wichtig ist dabei eine Rhythmisierung. Am Vormittag sollten nicht mehr als vier Unterrichtsstunden abgehalten werden, die durch Pausen und ein gemeinsames Frühstück gegliedert werden.

In Weinheim ist Ganztagsschule schon Realität

Christina Eitenmüller, Rektorin der Friedrich-Grundschule in Weinheim

Frau Eitenmüller ist Rektorin einer Ganztagesschule in Weinheim (Anm. d. Red.: Und CDU-Stadträtin in Weinheim). Sie beschreibt viele Probleme, die nur im Alltag gelößt werden konnten.

Für die Lehrer war es zunächst eine Umstellung, da auch für sie der Schultag länger wird. Aber Christina Eitenmüller sieht auch deutliche Vorteile. Durch direkte Hausaufgabenbetreuung sehen die Lehrer, ob die Zeit ausreicht oder nicht. Auch kann eine intensivere Beziehung zu den Kindern aufgebaut werden.

Offene Ganztagsschule, ein Modell für Dossenheim

Die Leiter der Dossenheimer Grundschulen können sich für ihre Einrichtungen die offene Ganztagesschule gut vorstellen. Da die B3 von vielen Eltern als Gefahr empfunden wird, sorgt diese Aussicht zudem für Erleichterung.

Die Kosten, die auf die Eltern zukommen können, werden bisher als sozialverträglich eingeschätzt.

Problematisch könnte die Einrichtung einer Ganztagsschule in der Neubergschule sein, da dort noch weitere Räumlichkeiten geschaffen werden müssen. Da das Projekt aber frühestens zum September 2013 umgesetzt werden kann, bleibt Zeit über eine Schulerweiterung z.B. im alten Hanna und Simeon-Heim nachzudenken.

Zunächst muss aber die Elterninitiative die Nachfrage klären. Hierzu verteilte sie an die Anwesenden Fragebögen. Jetzt heißt es, auf die Ergebnisse zu warten.

 

Soziales Netzwerk will unbürokratisch helfen

Jeder hat etwas zu geben

v.l. Hans Oertle, Christiane Dürr, Ingrid Grieshammer, Birgit Kramer, Frau Trendelenburg, Dr. Sabine Wessel, Ingrid Brombacher, Tabeha Dürr

 

Dossenheim, 30. März 2012. (red/cr) Initiative „geben und nehmen“ stellt seine Ideen den Vereinen vor. Noch steckt die Planung in den Kinderschuhen, nimmt aber deutlich Gestalt an.

Von Christian Ruser

Nicht helfen, sondern unterstützen, so fasst Hans Oertle die primären Aufgaben zusammen, die sich die Initiative „geben und nehmen“ vorgenommen hat. Die acht Gründungsmitglieder stehen dabei noch ganz am Anfang. Bisher haben sie erst damit begonnen mögliche Aufgabenfelder einzugrenzen. Es fehlt noch an Mitgliedern, an Struktur – es gibt noch mehr Fragen, als Antworten.

Jeder braucht irgendwann Hilfe

Die gemeinnützige nicht gewinnorientierte Initiative möchte Menschen unterstützen, die sich in extremen Lebenssituationen befinden. Einer braucht Hilfe beim Einkaufen, weil er sich das Bein gebrochen hat. Eine alleinerziehende Mutter muss vielleicht bei einem Projekt Überstunden machen und weiß nicht wohin mit dem Kind.

In solchen Situationen möchte die Initiative „geben und nehmen“ vermitteln. Hierbei steht schnelle und unbürokratische Hilfe im Vordergrund. Eine Spezialisierung auf eine Gruppe innerhalb der Gesellschaft ist nicht geplant. Ob Kinder, Erwachsene oder Senioren ist nicht entscheidend, sondern die Situation.

Keine Tauschbörse

Wie die Namensgebung schon vermuten lässt, hoffen die Gründer, dass jeder der Hilfe in Anspruch nimmt früher oder später auch seine Talente einbringt.

Vom Konzept der Tauschbörse möchte man aber bewusst Abstand nehmen. Zum einen ist es nur schwer möglich soziale Dienste in eine Wertigkeit zu bringen. Zum anderen ist zu befürchten, dass die wirklich Hilfebedürftigen das Angebot nicht nutzen würden, da sie fürchten keine Gegenleistung erbringen zu können.

 Im Gespräch mit Vereinen

Nach ersten planerischen Sitzungen stellt die Initiative ihr Konzept nun den Dossenheimer Vereinen und Organisationen vor. Es herrscht reges Interesse. Neben der Mitgliedern und Vertretern der Gemeinde sind 16 interessierte Dossenheimer Bürger erschienen.

Schnell wird klar, dass man die Sache an sich sehr begrüßt, doch besonders auf einige Ausarbeitungspunkte wert legt. So wird eine zentrale Schaltstelle im Bürgerbüro angedacht.

Wolfgang Meier-Borst hat mit dem Alten-Forum bereits Vorerfahrung gesammelt. Er bietet eine Zusammenarbeit beim Ausloten der Bedürfnisse und der Talente der Dossenheimer Bevölkerung an. Gemeinsam soll in den kommenden Wochen ein Fragebogen entworfen werden.

Der Initatorin Tabea Dürr ist es sehr wichtig, die Begeisterung für das Ehrenamt zu stärken. Auch Bürgermeister Hans Lorenz ist bereit, das Engagement der Bürger zu unterstützen und freut sich bereits auf die weitere Ausarbeitung des Konzeptes.

 

 

 

 

Gemeinderatssitzung Dossenheim

In Zukunft leuchtets mit Ökostrom

Dossenheim, 29. März 2012. (red/cr) Ein parkähnliches Grabfeld, hundert Prozent Ökostrom und die EnBW erhält die Stromnetzkonzession. Dies sind die Kernpunkte der Gemeinderatssitzung vom 27. März. [Weiterlesen…]

Neuer Recherche-PC in der Gemeindebücherei

Die Auskunftsrechenmaschine

Einweihung des Recherche-PCs in der Kinderbücherei

Dossenheim, 20. März 2012. (red/cr) Der Freundeskreis der Bücherei und die Badische Beamtenbank Heidelberg-Handschuhsheim spendeten der Gemeindebücherei Dossenheim einen neuen Recherche-PC. Er soll das Suchen von Medien in der Kinderbücherei erleichtern.

Von Christian Ruser

Bürgermeister Lorenz und Büchereileiterin Petra Göhring stehen bereits in der Kinderbücherei. Unter einem weißen Tuch befindet sich der neue Computer.  Nach und nach kommen auch Frau Martina Keller von der Badischen Beamtenbank und die Vorstandsmitglieder des Freundeskreises Gerd Hammer, Annerose Apfel und Rainer Loos hinzu. Für den Freundeskreis ist es ein anstrengender Tag. Zwei Stockwerke weiter oben betreuen sie den Bücherflohmarkt.

Doch nun sind alle eingetroffen und Frau Göhring kann zur Enthüllung schreiten. Doch was wir überhaupt enthüllt? Ein neuer OPAC, also ein „Online Public Access Catalogue“. Herr Hammer schlägt als deutsches Synonym die Auskunftsrechenmaschine vor. Es handelt sich also um einen Computer, der es den Benutzern der Kinderbücherei ermöglichen soll, mit den richtigen Stichworten Medien zu finden.

Frau Göhring erklärt den Opac

 

Das Recherchieren am PC wird zunehmend auch von Schulkindern für Referate vorausgesetzt.

Bürgermeister Lorenz bedankt sich in seiner anschließenden Rede bei den Spendern. Der Badischen Beamtenbank und dem Freundeskreis für den Computer, Frau Göhring für den Tisch. Dieser hatte zuvor in ihrem Wohnzimmer gestanden und war vom Bauhof auf das passende Maß zurechtgesägt worden.

Bürgermeister Lorenz gratuliert Gerd Hammer zum 70. Geburtstag

Einen besonderen Dank und nachträgliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag richtet Bürgermeister Lorenz an Gerd Hammer. Seit Jahren ist er in der Gemeinde ehrenamtlich engagiert. Gemeinsam mit Herrn Loos gründete er den Freundeskreis und arbeitet aktiv bei der Veranstaltungsreihe Kunst und Kultur in der Scheuer mit. Er ist sich weder zu schade, um Stühle zu stellen und lädt immer wieder interessante Autoren zu Lesungen nach Dossenheim.

Nach dem offiziellen Teil, gehen die Vertreter des Freunddeskreises zurück zum Bücherflohmarkt, während sich die ersten Büchereinutzer an den neuen Recherche-PC begeben. Ein guter Service, den die Dossenheimer Leserinnen und Leser hoffentlich gut aufnehmen werden.