Dienstag, 21. November 2017

"Jede Schule ist ein Spezialfall"

Gemeinschaftsschule werden und bleiben

Rhein-Neckar, 08. Oktober 2014. (red/ld) Mindestens 40 Sch√ľler braucht eine Schule pro Jahrgang, um als Gemeinschaftsschule zugelassen zu werden – also 2 mal 20. Diese Zahlen m√ľssen sie langfristig nachweisen. Wer darunter liegt, hat keinen Anspruch auf die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule, hat¬†der Verwaltungsgerichtshof Mannheim aktuell entschieden. Kurios: Bestehende¬†Gemeinschaftsschulen k√∂nnen deutlich weniger Sch√ľler pro Jahrgang haben. [Weiterlesen…]

Freie Schule LernZeitRäume

Informationen zum Schulkonzept

Dossenheim, 11. M√§rz 2014. (red/pm) Am kommenden Samstag, 15. M√§rz um 11:00 Uhr, stellt die Freie Schule LernZeitR√§ume das p√§dagogische Konzept und das Profil f√ľr die Grundschule, die Realschule und das Aufbaugymnasium vor. W√§hrend der Vortr√§ge gibt es eine Kinderbetreuung, √§ltere Kinder k√∂nnen in ein p√§dagogisches Angebot hineinschnuppern. [Weiterlesen…]

Nele ist ein Kind wie alle anderen Рnur gehörlos

Nele und Linn Sch√ľ√üler besuchen die selbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate w√§re Nele taub.

Nele und Linn Sch√ľ√üler besuchen dieselbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate w√§re Nele (links) aber taub.

Heddesheim/Weinheim/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2013. (red/ld) Ihre Taubheit sieht man Ihr nicht an: Sie mag Musik, egal ob laut oder leise. Sie liebt Hip-Hop und Tanzen, Voltigieren und Karate. Nele ist von Geburt an geh√∂rlos. Trotzdem geht die Siebenj√§hrige auf dieselbe Schule wie ihre Schwester. Seit drei Jahren haben Eltern beeintr√§chtigter Kinder das Recht, ihre Kinder auf eine Regel- und nicht auf die Sonderschule zu schicken. Und das wird sehr gut angenommen – trotz vieler H√ľrden. [Weiterlesen…]

Schulentwicklung noch nicht vom Tisch - komplizierte Lage

Gemeinschaftsschule im Alleingang?

Die Hirschberger B√ľrger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim k√∂nnte sie im Alleingang entwickeln.

Die Hirschberger B√ľrger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim k√∂nnte sie im Alleingang entwickeln.

 

Hirschberg/Heddesheim, 11. Oktober 2013. (red/ld) Theoretisch k√∂nnte Heddesheim im Alleingang eine Gemeinschaftsschule entwickeln. Nach dem „Nein“ beim Hirschberger B√ľrgerentscheid muss der Schulzweckverband Wege finden, wie es mit der Karl-Drais-Werkrealschule weitergeht. Denn die Sch√ľlerzahlen sind r√ľckl√§ufig. Das Verh√§ltnis zwischen den Gemeinden ist angespannt. Ohne Ver√§nderung und die Kooperation der Gemeinden ist die weiterf√ľhrende Schule in Gefahr. [Weiterlesen…]

Wahlkampf: Ministerpräsident Winfried Kretschmann "hemdsärmelt" in Schriesheim

„Die Haushaltssanierung wird Sie alle schmerzen“

Winfried Kretschmann in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

Landesvater Winfried Kretschmann als Wahlkampf-Unterst√ľtzer in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red) Bei seinen √∂ffentlichen Auftritten als baden-w√ľrttembergischer Ministerpr√§sident schl√ľpft Wilfried Kretschmann allzu gerne in die Rolle des pr√§sidialen Landesvaters und vertritt dabei h√§ufig √ľberparteiliche Positionen. Der 65-j√§hrige Gr√ľnen-Politiker kann auch anders – das stellt er bei seinem Auftritt in Schriesheim unter Beweis. Es ist Wahlkampf und insbesondere der Wahlkreis Heidelberg/Weinheim eine besondere Herausforderung. Wird Dr. Franziska Brantner ihrem Konkurrenten Dr. Karl A. Lamers (CDU) Prozente wegnehmen k√∂nnen? [Weiterlesen…]

Freie Schule "LernZeitRäume" lädt ein

Fr√ľhlingsfest mit Flohmarkt „Rund ums Kind“

Dossenheim, 18. April 2013. (red/pm) Am kommenden Sonntag, 21. April, l√§dt die Freie Schule „LernZeitR√§ume“ von 13 bis 17 Uhr zum Fr√ľhlingsfest mit Flohmarkt „Rund ums Kind“ ein. Geboten werden ein buntes Kinderprogramm, Gl√ľcksrad, Informationen zur Schule und zum p√§dagogischen Konzept und vieles mehr. [Weiterlesen…]

„Schon meine Schulzeit war europ√§isch gepr√§gt.“

Franziska Brantner will im September f√ľr B√ľndnis ’90/Die Gr√ľnen in den Bundestag einziehen. Derzeit pendelt sie als Abgeordnete des Europ√§ischen Parlaments zwischen Heidelberg, Br√ľssel und Stra√üburg und zieht ihre kleine Tochter gro√ü. Chefredakteur Hardy Prothmann traf sie in Heidelberg.

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 02. April 2013. (red/pro) Die Europaabgeordnete Franziska Brantner hat gute Chancen, im September in den Bundestag gew√§hlt zu werden. Sie ist Kandidatin von B√ľndnis ’90/Die Gr√ľnen im Wahlkreis Heidelberg/Weinheim – ein viel kleinerer Wahlkreis als ihr derzeitiger. In Berlin will sie gegen den Bahnl√§rm in Weinheim k√§mpfen und f√ľr den Ausbau der erneuerbaren Energien. Auch mit der Eurokrise will sie sich auseinandersetzen und dabei noch viel Pr√§senz in ihren Wahlkreis zeigen. [Weiterlesen…]

Landtagsabgeordnete begegnen Vorw√ľrfen und Ger√ľchten

„Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen“

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschäftigt die Veränderung der Schullandschaft Рnicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Hemsbach/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2012. (red/ld) Die Landtagsabgeordneten¬†Uli Sckerl (B√ľndnis ’90/Die Gr√ľnen) und Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) wollen mit „Ger√ľchten und Spekulationen √ľber den Schulentwicklungsprozess aufr√§umen“. Der CDU-Abgeordnete Georg Wacker hatte im Vorfeld behauptet, Ministerpr√§sident Winfried Kretschmann habe eine „Zerschlagung der Realschulen“ vor. Bei einem Informationsgespr√§ch im Alten Rathaus stellten sich Sckerl und Kleinb√∂ck den Fragen von Gemeinder√§ten, Lehrern und Eltern, auch aus den umliegenden Gemeinden. Dabei betonten sie, dass die Unterrichtsform der¬† Gemeinschaftsschule in vielen Realschulen bereits Praxis sei.

Von Lydia Dartsch

Die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule sei freiwillig und z√∂ge keine Benachteiligung f√ľr Realschulen nach sich, betonten Sckerl und Kleinb√∂ck. Auch fordere der Handwerkstag seit langem l√§ngeres gemeinsames Lernen. Sie hatten sich durch die √Ąu√üerungen des CDU-Abgeordneten Georg Wacker zu diesem Schritt gen√∂tigt gesehen:

Wir haben uns bewusst aus dem Moderationsprozess rausgehalten. Da ist kein Platz f√ľr Parteipolitik.

sagte Sckerl. Wacker hatte auf seiner Internetseite sowie in den Weinheimer Nachrichten verlautbart, die Landesregierung plane die Zerschlagung der Realschulen. Er behauptet weiter, das von der Landesregierung vorangetriebene Modell der Gemeinschaftsschule benachteilige Realsch√ľler sowie deren¬†Eltern und Lehrer. Der Wirtschaft w√ľrde durch dieses Schulmodell der qualifizierte Fachkr√§ftenachwuchs entzogen.

Das ist eine wissentliche Falschaussage.

emp√∂rte sich Sckerl. Eine Schulreform von oben sei nicht beabsichtigt. Die Gemeinden und B√ľrger sollen selbst entscheiden, ob sie eine Gemeinschaftsschule wollen oder nicht. Sollten sie sich daf√ľr entscheiden, Real- und Hauptschulen beizubehalten, erwachse den Schulen dadurch allerdings keine Nachteile.

Realschulen werden weiterhin gefördert wie bisher.

Uli Sckerl (links) und Gerhard Kleinb√∂ck stellen sich Fragen und weisen „Zerschlagungsvorw√ľrfe“ als absurd zur√ľck.

versicherte Sckerl. Die Empfehlungen aus dem Hemsbacher Moderationsprozess w√ľrden ernst genommen und soweit wie m√∂glich umgesetzt.

Eine neue Unterrichtsform

Wie soll das funktionieren, wenn Sch√ľler mit verschiedenen Lernniveaus in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine zentrale Frage der Eltern und Lehrer. Seit 2011 w√ľrden daf√ľr Fortbildungen f√ľr Lehrer angeboten, sagt Kleinb√∂ck. Dabei lernen sie eine neue Form des Unterrichts, in dem Sch√ľler entsprechend ihrer individuellen F√§higkeiten gef√∂rdert w√ľrden.

Realschulen erf√ľllen bereits jetzt viele Voraussetzungen, die f√ľr eine Gemeinschaftsschule n√∂tig sind:

Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen.

betonte Kleinböck immer wieder.

Ein Experiment an Kindern sei das, wirft ein Zuh√∂rer in die Diskussion ein. Dem sei nicht so, erkl√§ren Sckerl und Kleinb√∂ck: Die bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen h√§tten diese Art des gemeinsamen Lernens schon vor l√§ngerem in die Praxis umgesetzt und festgestellt, dass es funktioniere. Deshalb habe man auch keinen Schulversuch mit diesem Modell unternehmen m√ľssen.

Chance, den Schulstandort zu halten

Zudem w√ľrden Gemeinschaftsschulen immer beliebter bei Eltern und jungen Lehrern, die diese neue Unterrichtsform bereits in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Viele junge Lehrer bewerben sich direkt bei Schulen in den ländlichen Gebieten, weil sie längst als Gemeinschaftsschule arbeiten.

sagte Kleinb√∂ck. Zudem sei dieses Schulmodell gerade in Gemeinden eine Chance, trotz sinkender Sch√ľlerzahlen ihren Schulstandort zu halten und alle Abschl√ľsse der weiterf√ľhrenden Schulen anzubieten.

Wie der Abbau von Lehrerstellen dazu passe, wollte ein Besucher der Runde wissen. Schlie√ülich m√ľsse die Betreuung durch die Lehrer doch intensiver werden. Lehrer w√ľrden nicht entlassen, sagte Kleinb√∂ck. Jedoch w√ľrden nicht alle in Zukunft frei werdenden Lehrerstellen wieder besetzt. Bei weniger Sch√ľlern brauche man auch weniger Lehrer. Zudem w√ľrden die Lehrerdebutate f√ľr die Gemeinschaftsschulen um sechs Stunden pro Woche aufgestockt, um den gr√∂√üeren Betreuungsaufwand zu stemmen. Davon k√∂nnen die Schulen auch Hilfslehrer und Sozialarbeiter anstellen, so Kleinb√∂ck.

Abitur an G9 möglich

Am Ende m√ľsse man √ľberlegen, was das beste f√ľr die Kinder sei, gab er zu bedenken. So w√ľnschten sich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten eine R√ľckkehr zu G9, was in einer Gemeinschaftsschule m√∂glich sei. Zudem seien an der IGMH 40 Prozent der Abiturienten mit einer Hauptschulempfehlung von der Grundschule gekommen.

Das muss uns zu denken geben.

sagte Kleinböck.

Wie es im Schulentwicklungsprozess in Hemsbach weiter geht, wird im M√§rz in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Bereits am 19. Dezember tritt die Bildungsplankommission f√ľr Baden-W√ľrttemberg zusammen. Rund 120 Antr√§ge f√ľr Gemeinschaftsschulen aus dem gesamten Bundesland seien bereits eingegangen. Nun muss gepr√ľft werden, ob die Standorte die Kriterien daf√ľr erf√ľllen.

Die Debatte √ľber die zuk√ľnftigen Schulformen wird √ľberall im Wahlkreis Weinheim gef√ľhrt – statt Parteipolemik sind pragmatische L√∂sungen angesagt, denn nur das bringt die Schulen und die Kinder weiter.

Info-Abend zur Schulpolitik in Hemsbach

Sckerl und Kleinb√∂ck werfen Wacker „Panikmache“ vor

Hemsbach/Weinheim, 29. November 2012. (red/pm) Die beiden Landtagsabgeordneten Uli Sckerl (Bündnis90/Die Grünen) und Gerhard Kleinböck (SPD) werfen ihrem Kollegen Georg Wacker (CDU) Panikmache vor. Dieser schüre mit Behauptungen, dass die Realschulen zerschlagen werden sollte, Ängste. Heute Abend informieren die Landtagsabgeordneten in Hemsbach über ihre Sicht der Dinge.

Information des Wahlkreisbüros Uli Sckerl:

„Die beiden Wahlkreis-Abgeordneten der Stuttgarter Regierungskoalition Uli Sckerl und Gerhard Kleinböck bieten jetzt Informationen über die offizielle Bildungspolitik des Landes an. Auf Einladung der Ortsverbände von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD in Hemsbach kommen die beiden Landespolitiker am kommenden Donnerstag, 29.11.2012, zu Informationsgesprächen nach Hemsbach. „Jenseits von Ideologie und parteipolitischen Interessen wollen wir die Inhalte und Ziele der Bildungsreformen erläutern. Wir wollen Eltern, Lehrer, Schüler, Gemeinderäte und alle, die es interessiert, objektiv informieren“, so Sckerl und Kleinböck in einer Einladung. Und weiter heißt es: „Entscheidungen für eine nachhaltige Schulentwicklung in den Bachgemeinden können nicht auf der Basis von Gerüchten und Parteienstreit getroffen werden. Nach den öffentlich bekannt gewordenen Vorwürfen und Spekulationen sehen wir Bedarf die Dinge richtig zu stellen“. Die beiden MdL wollen auch die Sorgen und Bedenken der am Schulprozess Beteiligten erfahren und damit konstruktiv und lösungsorientiert umgehen.

Der Informationsabend beginnt um 20 Uhr im Saal des Alten Rathauses in der Hemsbacher Bachgasse. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.

Info: Informationsgespräch zur Bildungspolitik der Landesregierung mit den MdL Uli Sckerl und Gerhard Kleinböck. Donnerstag, 29.11.2012, 20 Uhr, Hemsbach, Altes Rathaus, Bachgasse.“