Samstag, 06. Juli 2019

"Wo sozial darauf steht, muss auch sozial drin sein!"

Adler-Komplex wird kein Mehrgenerationenhaus

Wird der Adler-Komplex abgerissen oder nicht? Auch nach jahrelangen Verhandlungen gibt es hier keine Klarheit.

 

Dossenheim, 27. Juni 2013. (red/zef) Nach acht Jahren ist immer noch nicht klar, wie es mit dem Adler-Komplex am Kronenburger Hof weitergeht: Die Adito-Gmbh aus Mannheim wollte ihn zusammen mit den Diakonischen Hausgemeinschaften e.V. zu einem Mehrgenerationenhaus umbauen, in dem zum Beispiel Migranten, Behinderte und ältere Menschen zusammenleben können. Dazu sollte es ein Nachbarschaftscafé und eine Kooperation mit einem ambulanten Pflegedienst geben. Ursprünglich wollte der Gemeinderat das Objekt der Bietergemeinschaft, da es sich um ein soziales Projekt gehandelt hätte, für 152.000 Euro verkaufen. Dies entspricht der Hälfte des Gebäudewertes auf dem freien Markt, der verringerte Kaufpreis war als Zuschuss für ein soziales Projekt gedacht. Inzwischen sah die Mehrheit des Gemeinderates darin kein soziales Projekt mehr – und lehnte es nach dreijährigen Verhandlungen auf der Zielgeraden ab. [Weiterlesen…]

Gemeinderat wünscht mehrheitlich den Erhalt am Standort Dossenheim

Privatschule „LernZeitRäume“ evtl. im Gewann „Schwertäcker“

Dossenheim, 11. April 2013. (red/aw) Der Gemeinderat wünscht sich den Erhalt der „LernZeitRäume“-Privatschule am Standtort Dossenheim. Daher entschied er in seiner Sitzung am 09. April als möglichen Schulstandort die Flächen im Gewann „Schwertäcker“, mangels sonstiger Alternativen, vorzustellen. Nun muss die Verwaltung gemeinsam mit dem Nachbarschafts- und Regionalverband die planungsrechtliche Machbarkeit erörtern. Die Entscheidung fiel nicht ohne Kritik von Seiten der Freien Wähler und Bündnis ’90/Die Grünen. [Weiterlesen…]

Eröffnung voraussichtlich im Mai

Planung des Bewegungsparcours abgeschlossen

Dossenheim, 10. April 2013. (red/aw) Seit Jahren beschäftigt sich die Verwaltung mit Planungen zum Aufbau eines sogenannten Bewegungsparcours. Zielgruppe des Angebots sind vor allem ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, wobei selbstverständlich auch jede andere Bevölkerungsgruppe das Angebot nutzen darf. Durch den Parcours sollen die Nutzer auf einer leicht zu begehenden Wegstrecke zu einfachen sportlichen Übungen animiert werden. Jetzt ist die Planung abgeschlossen. Die Eröffnung soll voraussichtlich noch im Mai erfolgen.  [Weiterlesen…]

Bürgermeister und sechs Mitglieder aus dem Gemeinderat beraten sich künftig mit der EnBW

Gemeinderat beschließt kommunalen Energiebeirat

Dossenheim, 10. April 2013. (red/aw) In seiner gestrigen Sitzung hat der Gemeinderat der Einrichtung eines kommunalen Energiebeirats und dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung mit der EnBW einstimmig zugestimmt. Bürgermeister Hans Lorenz wird zukünftig die Weiterentwicklung und den Erhalt zukunftsfähiger, moderner Verteilungsanlagen in der Gemeinde begleiten, gemeinsam mit sechs Mitgliedern aus dem Gemeinderat und vier EnBW-Vertretern.

[Weiterlesen…]

Kaum Änderungen für den Regionalplan beantragt

Fast alles bleibt beim Alten

Bei fast allen Punkten sind sich die Gemeinderäte einig. Bei den abweichenden Meinungen geht es nur um die Aufteilung der Flächen, nicht um die Größe.

 

Dossenheim, 18. Juli 2012. (red/cr) Nur der Bereich 3 (hinter der Feuerwehr und dem Bauhof) soll im Regionalplan geändert werden. Ziel ist aber keine Veränderung der Flächengröße, sondern des Zuschnitts des Entwicklungsgebiets für Gewerbe. Außerdem möchte die Gemeinde, dass der „Steinbruch Vater“ als Abbaugebiet aus dem Plan genommen wird.

Von Christian Ruser

Seit langem beschäftigt sich der Gemeinderat mit einzelnen Aspekten des Regionalplans. Da bis August die Gemeinden und Bürger ihre Vorschläge einbringen können, musste der Gemeinderat über seinen Vorschlag abstimmen.

Bereits in der Bürgerfragestunde gibt es Fragen zum Regionalplan. Eine besorgte Bürgerin befürchtet, durch den Gemeinderat und die Verwaltung nicht ausreichend informiert worden zu sein. Außerdem wirft sie dem Gemeinderat vor, das Thema erst dann zu diskutieren, wenn es für Bürgerbeteiligung zu spät ist.

Bürgermeister Lorenz stimmt zu, dass es sehr kurzfristig sei, der Regionalplan bereits seit zwei Wochen offen ausliege. Bürger und Gemeinde haben seit der Offenlegung vier Wochen Zeit dazu Stellung zu nehmen. Die Fraktionen hätten bereits im Vorfeld die Möglichkeit gehabt, intern und mit den Bürger darüber zu diskutieren.

Frau Philippi (CDU) möchte zu demVorwurf Stellung nehmen, der auch als Leserbrief in der RNZ geäußert worden war. Sie weist diese Behauptung  entschieden zurückweisen.

Bürgermeister Lorenz ist ein Verfechter von bürgernaher Politik. Ihm ist aber wichtig, dass Bürgernähe bedeute, für die Bürger erreichbar zu sein und aktiv mit ihnen in Verbindung zu treten. Bürgernähe bedeute aber nicht, immer gleicher Meinung zu sein.

Dossenheim hat die kleinste Entwicklungsfläche in der Region

Vor der Diskussion der einzelnen möglichen Änderungspunkte im Regionalplan gibt Hans Lorenz einen Überblick über die Entwicklungsflächen in den Nachbargemeinden. Dossenheim hat mit 13 Hektar deutlich die kleinste Entwicklungsfläche beantragt. Auch wenn die bisherigen Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung unter den tatsächlichen Geburten geblieben sind, müsse die Frage gestellt werden, wie viel Entwicklungsfläche für die kommenden Jahre benötigt wird.

Der Gemeinderat ist sich einig, dass die vorhandene Fläche genügt. Bürgermeister Lorenz begrüßt es als „gutes Zeichen“ nicht zu viel Fläche zu überplanen. Das Thema Windkraft kommt im Regionalplan nicht zum Tragen, da es im Flächennutzungsplan geregelt werden soll.

Trennstreifen zu Handschuhsheim bleibt

Da ein bisher noch nicht ausgewiesenes Gebiet für eine Erweiterung der privaten Schule LernZeitRäume in Frage kommt, wird diese Fläche auf Antrag von Barbara Castaneda (grün-kommunal) zuerst behandelt. Die Schule benötigt ein Grundstück von 2.500 bis 3.000 Quadratmetern.

Das fragliche Gebiet, das Gewann Schwertäcker, kommt für die Gemeinderäte für eine Bebauung nicht in Frage. Es ist allgemeiner Wunsch durch unbebautes Gebiet eine deutliche Abgrenzung zur Gemarkung Handschuhsheim zu erhalten. Das Bauvorhaben der Schule soll aber unterstützt werden.

Nur geringe Änderungen

Erste Änderungen im Regionalplan wünschen sich alle Fraktionen im Bereich hinter der Feuerwehr und dem Bauhof. Während SPD, Bündnis90/Die Grünen und grün kommunal einig sind, die Fläche zu reduzieren, wünschen sich die Freien Wähler eine Neuordnung mit einem landwirtschaftlichen Trennstreifen hin zur Wohnbebauung. Die CDU möchte keine Änderung. Hermann Fischer (FDP) bevorzugt einen ähnlichen Vorschlag, aber eine andere Aufteilung als die Freien Wähler.

Es wird beschlossen, dass die Nutzungsfläche weder vergrößert, noch verkleinert, sondern neu zugeschnitten wird. Deshalb möchte der Gemeinderat mehrheitlich bei sechs Enthaltungen, dass die bisher noch nicht ausgewiesene Fläche zur Umplanung mit einbezogen wird. Später soll im Flächennutzungsplan die Neuverteilung geregelt werden.

Einig sind sich die Fraktionen den „Steinbruch Vater“ als Abbaustelle aus dem Regionalplan herauszunehmen. Weitere Änderungen werden nicht vorgenommen.

 

Die Entscheidung fällt für das Konzept und nicht für das Geld

Adler wird Mehrgenerationenhaus

Adito ändert den Vorschlag zur Bebauung des Adlergeländes.

Dossenheim, 18. Juli 2012. (red/cr) Gestern entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für den Vorschlag auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindehauses Adler ein Mehrgenerationenhaus zu errichten.

Von Christian Ruser

Im vergangenen Monat hatte der Gemeinderat dem Bewerber Adito die Chance zur Nachbesserung des vorgestellten Vorschlags für das Grundstück des Adlersaals gegeben (siehe unseren Bericht). Diese Anpassungen wurden vorgelegt.

Für Hans-Peter Stöhr (CDU) war nicht nur das Konzept des Mehrgenerationenhaus für Dossenheim und den Kronenburger Hof eine Bereicherung, sondern auch die Giebelständigkeit der Häuser, die nachgebessert wurde. Dieser Qualitätsgewinn überwiege den finanziellen Gewinn, der durch andere Nutzungskonzepte erreicht werden könnte.

Thomas Katlun (Bündnis90/Die Grünen) kann sich Herrn Stöhr anschließen. Auch nach seiner Meinung ist das Konzept eines Mehrgenerationenhauses ideell höher zu bewerten, als die möglichen Mehreinnahmen. Ebenso spricht sich  Barbara Castaneda (grün-kommunal) für Adito aus.

Carlo Bonifer (SPD) gibt weiterhin zu bedenken, dass zwar Mehreinnahmen durch ein Konzept für herkömmliches Gewerbe möglich sind. Da aber bereits der Einzelhandel in der Hauptstraße mit Widrigkeiten zu kämpfen hat, fragt er sich, ob dies am Kronenburger Hof nicht ähnlich wäre. Das Mehrgenerationenhaus bietet eine deutliche Alternative. Kurz bringt er es auf den Punkt:

Wir schaffen etwas Außergewöhnliches in Dossenheim, für Dossenheim, für Dossenheimer Bürger.

Hermann Fischer (FDP) beschäftigt sich auch heimathistorisch mit dem Adler. So konnte er ein etwa 130 Jahre altes Bild finden, auf dem bereits eine giebelständige Lösung zu sehen ist. Wie auf dem Bild, würde er sich wieder einen Brunnen wünschen.

Cornelia Wesch (Freie Wähler) betont, dass nach ihrem Bewertungskatalog das Konzept von Adito zwar überzeugt, aber in anderen Aspekten die Firma Tectum klar die Nase vorn hatte. Auch die geringeren Einnahmen von 150.000 bis 200.000 Euro dürfen nicht vernachlässigt werden. Deshalb hatten die Freien Wähler die Firma Tectum bevorzugt.

Der Gemeindrat beschließt mehrheitlich mit sieben Enthaltungen Adito eine Kaufoption von sechs Monaten zu gewähren, um die Planung zu konkretisieren. Nach der Sommerpause soll aktiv mit Adito in Planungsgespräche gegangen werden.