Dienstag, 21. November 2017

Mehr Lärmschutz bedeutet der Plan jedoch nicht

Hirschberg, Dossenheim und Schriesheim kooperieren beim Lärmaktionsplan

Auch wegen der OEG muss ein Lärmaktionsplan in Hirschberg, Schriesheim und Dossenheim erstellt werden.

 

Dossenheim/Schriesheim/Hirschberg, 08. August 2013. (red/zef) Dossenheim, Schriesheim und Hirschberg liegen gemeinsam an der B3, damit fahren pro Jahr mehr als drei Millionen Autos und 8.200 pro Tag durch die Gemeinden. Zudem verläuft die Trasse Straßenbahnlinie 5 durch diese Orte. Die Gemeinden hätten bis zum 18. Juli einen Lärmaktionsplan erarbeiten müssen – stattdessen wurde in Juli-Sitzungen beschlossen, einen erarbeiten zu lassen. [Weiterlesen…]

Hochwasser und Rutschungen sorgen für Dutzende von Einsätzen

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Pumpen, was die Pumpen hergeben – in Dossenheim war ein Bürogebäude unter Wasser, in Weinheim weicht der Weschnitzdamm auf, in Schriesheim und Hirschberg gabe es Erdrutsche – voller Einsatz für die Feuerwehren, das THW und teils auch Rettungskräfte.

 

Weinheim/Schriesheim/Hirschberg/Heidelberg, 31. Mai 2013. (red) Die Landesstraße L536 zwischen Schriesheim und Wilhemsfeld ist ebenso wie die L596 Hirschberg in Richtung Altenbach/Ursenbach nach Erdrutschen gesperrt. In Heidelberg geht die Polizei davon aus, dass die Neckarstraße wegen Hochwasser des Neckar im Bereich Alte Brücke in Kürze gesperrt wird. Entlang der Bergstraße gabe es in fast allen Gemeinden Einsätze wegen des anhaltenden Regens, der zu Hochwasser, Erdrutschen und umgestürzten Bäumen führt. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Sanierung

Viele Straßen führen durch Dossenheim

 

In der Hauptstraße ist an einigen Stellen auf beiden Seiten kein Gehweg vorhanden. Bild: dossenheimblog.de

Dossenheim, 25. April 2012. (red/cr) Gut viereinhalb Stunden diskutiert der Gemeinderat über die Sanierung der Hauptstraße, der Talstraße und der Straße zum Weißen Stein. Außerdem stellen drei Bewerber Bauprojekte für den Adlerkomplex vor.

Von Christian Ruser

Heute steht im Dossenheimer Gemeinderat viel auf dem Programm. Deshalb wurde der Sitzungsbeginn auf 18 Uhr festgesetzt. Zentraler Punkt ist die Zukunft des Gemeindehauses Adler. Deshalb sind die Reihen im Publikum gut gefüllt. Der Adler-Komplex mit dem angrenzenden Steigerhaus steht seit langem leer und wird für öffentliche Zwecke nicht mehr benötigt.

Hatte man in der Vergangenheit schon oft über die Nutzung des Gebäudes am Kronenburger Hof nachgedacht, stellen heute drei Bewerber ihre Konzepte vor. Die Firmen Ackermann Immobilien Entwicklung GmbH, Adito GmbH und Tectum Immobilien GmbH.

Die Ackermann Immobilien GmbH plant einen Gebäudekomplex auf der Fläche des Adlers und des Steigerhauses. Es soll behinderten- und altengerecht gebaut werden. Ein Aufzug soll alle Wohnungen leicht zugänglich machen. Autos der Bewohner können in deren Planung in der hauseigenen Tiefgarage geparkt werden. Im neuen Gebäude soll ein Café angesiedelt werden. Sehr zur Freude des Gemeinderats soll die Fassade des Adlers erhalten bleiben.

Die Adito GmbH möchte an der Stelle des Adlers und Steigerhauses ein Mehrgenerationenhaus bauen. Positive Erfahrung haben sie bereits in Heidelberg gemacht. Bei ihrem Konzept wird auf gemeinnützige Nutzung des Gebäudes gesetzt. Neben Wohnungen, soll es Begegnungsräume, vielleicht eine Kindertagesstätte und ein Nachbarschaftscafé geben.

Der Alte Adler soll soweit es geht erhalten bleiben. Die übrigen Gebäude würden abgerissen und neu gebaut. Es soll vor allem auf barrierefreie Begehbarkeit gesetzt werden. Dies würde durch einen  Fahrstuhl, Rampen und eine Verbindung zwischen den Häusern umgesetzt. Da das Projekt für die Bürger gedacht ist, soll bei einem Zuschlag durch den Gemeinderat eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen werden, um Ideen aus der Bevölkerung mit einzubeziehen.

Tectum Immobilien GmbH möchte das Bild des Kronenburger Hofs aufnehmen. Auch in ihrer Planung soll der Adler erhalten bleiben, die angeschlossenen Gebäude aber neu gebaut werden. Diese sollen mit der Giebelseite zum Hof ausgerichtet stehen, wie man es bereits bei anderen Häusern um den Platz sieht. Im Gebäudeinneren könnten Wohnungen zwischen 45 und 60 Quadratmetern entstehen und Studenten einen attraktiven Wohnraum bieten. Alle drei Vorschläge werden vom Gemeinderat gut aufgenommen.

Am Stein scheiden sich die Geister

Ein weiterer wichtiger Punkt dieser Gemeinderatssitzung ist die Sanierung von Straßen. So wird einstimmig beschlossen, dass die Hauptstraße saniert werden soll. Voraussichtlich wird die Bauphase nach der Kerwe 2012 beginnen und spätestens zur Kerwe 2013 beendet sein.

Die Frage, ob Betonsteine oder Granit als Pflaster der Gehwege dienen sollen, soll zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen werden, da sich die Gemeinderäte in diesem Punkt sehr uneins sind. Der Granit gefällt zwar den meisten besser, aber er ist teurer als die Betonsteine. Auch befürchten einige, dass auf Granit Kinderwagen und Rollatoren schlecht vorankommen.

Auch soll über Kurzzeitparkplätze am Anfang der Hauptstraße und vor dem Kronenburger Hof nachgedacht werden.

Bei der Sanierung der Talstraße im Bereich des ehemaligen Waldfriedens ist ebenso unstrittig wie die Erneuerung der Straßendecke zum Weißen Stein. Beide Bauvorhaben werden einstimmig beschlossen.

Ab Acht zur Feuerwehr

Der Gemeinderat beschließt über die Neufassung der Feuerwehrsatzung. Unter anderem wird das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr auf achte Jahre gesenkt. Der Änderung wird einstimmig zugestimmt.

Für das vordere Schulhaus der Neubergschule fordert der Brandschutz einen zweiten Rettungsweg. Dieser soll über eine Außentreppe sichergestellt werden.

Schwabenheimer Hof 2.0

Die Gemeinde wird die Verlegung von Internetkabeln in den Schwabenheimer Hof ausschreiben. Gemäß europäischen Richtlinien muss dies jedoch bundesweit geschehen. Auch wenn die Ausschreibung etwas dauern wird, steht nun einer schnellen Anbindung des Schwabenheimer Hofs ans Web nichts mehr im Weg.

Nach viereinhalb Stunden geht die öffentliche Gemeinderatssitzung gegen 22:30 Uhr zu Ende. Auch wenn sich nach und nach die Ränge im Publikum geleert haben, ist für die Gemeinderäte noch nicht Schluss. Sie haben im Anschluss noch eine nichtöffentliche Sitzung.